Hodscha

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Ein Hodscha (kasachisch Қожа, türk. hoca, von neupers.خواجه‎ / ḫwāǧa) ist ganz allgemein ein Lehrer, speziell ein islamischer Religionsgelehrter, z. B. ein Religionslehrer osmanischer Prinzen oder ein Abdschad-Lehrer in einem Mekteb.

Ausbildung[Bearbeiten]

Hodschas brauchen keine spezielle Ausbildung, auch wenn sie heute häufiger einen akademischen Abschluss besitzen. Voraussetzung ist die Beherrschung der Gebete in arabischer Sprache und die Fähigkeit, Betende anzuleiten. In den Moscheen leiten sie das Gebet, halten die Freitagspredigt und lehren den Koran.

Weitere Bedeutungen[Bearbeiten]

Hodschas sind ebenfalls Angehörige der ismailitischen Gruppierung (cf. Ismailiten, Schia) der Nizaris in Indien und Pakistan.

Hodschas sind auch die führenden Familien in Kaschgarien zwischen etwa 1500 und 1850 in den Städten Kaschgar, Hotan (Khotan) und Yarkant.

Im Osmanischen Reich bezeichnete der Titel Personen gehobenen Standes: Gelehrte (vgl. z. B. Nasreddin Hodscha), Kaufleute und Eunuchen eines herrschaftlichen Hauses. Im Türkischen bedeutet Hoca „Lehrer“. Es wird als respektvolle Anrede für Lehrer, Professoren, Dozenten oder Geistliche verwendet.

siehe auch[Bearbeiten]