Kaxgar (Stadt)
| Uigurische Bezeichnung | |
|---|---|
| Arabisch-Persisch (K̡ona Yezik̡): | قەشقەر |
| Lateinisch (Yengi Yezik̡): | K̡ǝxk̡ǝr |
| Kyrillisch (Sowjetunion): | Қәшқәр шәһири |
| offizielle Schreibweise (VRCh): | Kaxgar |
| andere Schreibweisen: | Kashgar, Kaschgar |
| Chinesische Bezeichnung | |
| Kurzzeichen: | 喀什市 |
| Umschrift in Pinyin: | Kāshí Shì |
| Umschrift nach Wade-Giles: | K’a-shih |
Die kreisfreie Stadt Kaxgar (auch: Kashgar), Hauptstadt des Regierungsbezirks Kaxgar, gelegen im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang der Volksrepublik China, ist eine Oasen-Stadt und bildet einen wichtigen Knotenpunkt der Seidenstraße.
Sie liegt am Rande des Tarimbeckens in 1235 bis 1300 m ü.d.M und hat eine Fläche von 96 km². Die Bevölkerung ist vorwiegend uigurisch und somit islamisch geprägt.
Die chinesische Regierung führt zur Zeit eine umfangreiche Modernisierung der Stadt durch, in deren Verlauf allerdings die historische Altstadt fast vollständig zerstört wird. Im Juli 2009 erhob die Gesellschaft für bedrohte Völker heftige Vorwürfe wegen der Zustörung des einzigartigen Kulturerbes: „Der mehr als 2000 Jahre alten Altstadt der Stadt Kaxgar im Nordwesten Chinas droht die Zerstörung. In den kommenden fünf Jahren sollen rund 200.000 Menschen in so genannte erdbebensichere Wohnblocks umgesiedelt werden. Das Projekt, das am 27. Februar 2009 begann, sieht die Zerstörung von 85 Prozent der jahrhundertealten Bausubstanz vor. Kaxgar gilt als die kulturhistorisch bedeutendste islamische Stadt Zentralasiens. Nur 15 Prozent der alten Häuser sollen im Rahmen eines Freilichtmuseums erhalten werden, um den alljährlich 1,5 Millionen Touristen aus dem In-und Ausland die alte islamische Kultur vor Augen zu führen.“ [1] Eine Vielzahl der uigurischen Bewohner der Altstadt sehen in der mangelnden Erdbebensicherheit aber nur einen vorgeschobenen Grund für die Erneuerung und werfen der chinesischen Regierung vor, dass die Erneuerung der Altstadt vor allem sicherheitspolitischen Zielen dienen soll. Die chinesische Regierung hingegen verspricht, dass eine Vielzahl der historischen Gebäude realitätsgetreu nachgebildet werden soll.[2]
Kaxgar ist der Ausgangspunkt des Karakorum Highways, der die Stadt mit Islamabad (Pakistan) verbindet. Hier beginnt auch der Torugart-Pass nach Bischkek in Kirgisistan.
Die Stadt ist berühmt für den wöchentlichen Sonntagsmarkt, auf dem alle erdenklichen Haushaltsgegenstände, Nahrungsmittel, Haarschnitte und Tiere angeboten werden. Darüber hinaus ist der Ort das Zentrum eines ausgedehnten Bewässerungssystems und verfügt über einen Flughafen. Über den Bahnhof Kaxgar ist die Stadt an das Schienennetz angebunden.
Marco Polo besuchte Kaxgar (er nannte die Stadt Cascar) um 1273 und stellte die hohe Anzahl an Anhängern des Nestorianismus fest.
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[Bearbeiten] Ethnische Gliederung der Bevölkerung (2000)
Laut Zensus des Jahres 2000 hatte die Stadt Kaxgar 340.640 Einwohner (Bevölkerungsdichte: 3.548,33 Einwohner/km²).
| Name des Volkes | Einwohner | Anteil |
|---|---|---|
| Uiguren | 263.507 | 77,36 % |
| Han | 74.184 | 21,78 % |
| Hui | 988 | 0,29 % |
| Usbeken | 699 | 0,21 % |
| Tadschiken | 253 | 0,07 % |
| Kirgisen | 231 | 0,07 % |
| Mandschu | 142 | 0,04 % |
| Mongolen | 138 | 0,04 % |
| Zhuang | 98 | 0,03 % |
| Tujia | 85 | 0,02 % |
| Miao | 77 | 0,02 % |
| Kasachen | 38 | 0,01 % |
| Russen | 37 | 0,01 % |
| Sonstige | 163 | 0,05 % |
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
39.4575.983333333333Koordinaten: 39° 27′ N, 75° 59′ O