Holger Weinert

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Holger Weinert, 2013

Holger Martin Weinert (* 29. Oktober 1951 in Berlin) ist ein deutscher Journalist und Fernsehmoderator. Er arbeitet hauptsächlich für den Hessischen Rundfunk.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Abitur 1971 in Köln verbrachte Weinert zwei Jahre als ehrenamtlicher Pflegehelfer für die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in den USA. Im Anschluss daran studierte er ab 1973 in Bonn und Tübingen evangelische Theologie und Kulturwissenschaften. Das Studium schloss er 1978 mit einem Examen ab. Neben dem Studium arbeitete er publizistisch als freier Mitarbeiter des Schwäbischen Tagblatts und als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Zeitschrift für Kirchengeschichte.

Nach einem Volontariat in Baden-Baden war Weinert ab 1979 als Redakteur des Weser-Kuriers und der Bremer Nachrichten tätig. 1984 wechselte er zu Radio Bremen, wo er zwei Jahre als Redakteur des neuen Regionalmagazins Buten un binnen arbeitete. 1986 kam Weinert dann zum Hessischen Rundfunk, für den er bis heute im Rahmen des Hessenfernsehens als Moderator, Reporter und Dokumentarfilmer tätig ist.

Am 1. September 2006 ging Holger Weinert mit seinem Partner Roland Klostermann eine Lebenspartnerschaft ein.[1][2]

Privat und beruflich engagiert sich Weinert für die AIDS-Hilfe.

Journalistische Arbeit[Bearbeiten]

Holger Weinert bei der Moderation der Hessenschau am Hessentag 2014 in Bensheim.

Weinert war seit Beginn seiner Arbeit beim Hessischen Rundfunk bis zum Herbst 2005 als Moderator der Hessenschau tätig. Danach moderierte er im wöchentlichen Wechsel mit der Journalistin Claudia Schick das Spätmagazin „Hessenjournal“. Mittlerweile moderiert er wieder die Hessenschau. Zusammen mit Luc Jochimsen und Michel Friedman betreute er das politische Magazin „3, 2, 1“.

Ein weiterer Schwerpunkt Weinerts liegt bei der Berichterstattung über Prominente, dieses Spezialgebiet betreute er schon beim Weserkurier. Zwischen Januar 1998 und Juni 2008 moderierte er zusammen mit Monika Kullmann und seiner Golden Retriever-Hündin „Paula“ die wöchentliche Sendung „vipshow“ beim HR. Wiederum mit Luc Jochimsen berichtete Weinert zwischen 1997 und 2000 über „Hessische Hoheiten“.

Von 1991 bis 1995 moderierte Weinert die Show „Holgers Waschsalon“. Der „Waschsalon“ war nach Weinerts eigener Aussage seine bekannteste Sendung, auf die er heute noch angesprochen wird. Die 46 Folgen wurden auch vom NDR, SFB und RB ausgestrahlt. 1996 besuchte er für das ZDF mit der Sendung „Holger kommt“ prominente Persönlichkeiten zu Hause. 1997 erfolgte mit „Holgers Tankstelle“ ein weiterer Show-Abstecher zum ZDF.

Für die ARD erstellte Weinert zwischen 1990 und 1998 fünf Reportagen zu unterschiedlichen Themenkreisen. Die erste war 1990 „Ulis letzter Sommer – das lange Sterben mit AIDS“. „48 Stunden im Leben des Ignatz Bubis“ folgte 1994. Mit Luc Jochimsen drehte er 1996 eine Reportage über Günter Schabowski, „Angeklagt: Der Maueröffner. Die zwei Leben des Günter Schabowski“. Es folgte mit „Das AIDS-Wunder“ 1997 erneut ein Bericht über die Immunschwächekrankheit. Über einen hessischen Immobilienskandal berichtete Weinert 1998 in „Tod im Weinberg – das Ende des Grafen Matuschka“. Ebenfalls für die ARD drehte er diverse Folgen für die Porträt-Reihe "höchstpersönlich", unter anderem über Anne-Sophie Mutter, Fürstin Gloria und Alfred Biolek.

Von 1998 bis 2013 hat Holger Weinert insgesamt 31 Folgen der Adelsserie "Hessische Hoheiten" auf Sendung gebracht, außerdem drei neunzigminütige Streifzüge durch Hessische Adelshäuser.

Seit 2009 befuhr er mit prominenten Begleitern neunmal den Rhein mit der "Rheinpartie" (je 45 Minuten), außerdem Lahn, Fulda, Weser und Main.

Außerdem berichten er und seine Kollegin Monika Kullmann alljährlich in Extra-Ausgaben vom Frankfurter Opernball, den Ball des Sports in Wiesbaden, dem Sportpresseball und dem Hessischen Film- und Kinopreis.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Oktober 2014: Hessischer Journalistenpreis für das "bisherige Lebenswerk"

Veröffentlichung[Bearbeiten]

  • 3, zwei, eins oder: Was talken wir heute? - Wie ich lernte, Michel Friedman zu lieben. In: Sascha Michel/Heiko Girnth (Hgg.): Polit-Talkshows - Bühnen der Macht. Ein Blick hinter die Kulissen. Bonn: Bouvier. 2009. S. 99-104.

2003 Alle Wettergedichte aus der hessenschau (Regio-Verlag) 2012: Ein Hund und eine Seele. Warum wir unsere Haustiere so vermissen(Laudatio-Verlag, 2. Auflage 2013)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bericht bei queer.de
  2. hr-online, 1. September 2006

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Category:Holger Weinert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien