Humber Sceptre

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Humber Sceptre
Produktionszeitraum: 1963–1976
Klasse: Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine, Kombi
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: keines

Der Humber Sceptre ist ein PKW der Mittelklasse, den Humber 1963 herausbrachte. „Sceptre“ bedeutet im Deutschen „Zepter“.

Sceptre Mark I[Bearbeiten]

Mark I
Humber Sceptre Mark I

Humber Sceptre Mark I

Produktionszeitraum: 1963–1965
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotor:
1,6 Liter (62 kW)[1]
Länge: 4204[1] mm
Breite: 1607[1] mm
Höhe: 1448[1] mm
Radstand:
Leergewicht: 1124[1] kg

Der Sceptre Mark I hat einen Vierzylinder-Reihenmotor mit 1592 cm³ Hubraum (Bohrung x Hub = 81,5 mm x 76,2 mm) und einer Leistung von 84 bhp (62 kW) bei 5000/min.[1] Die Motorleistung wird über ein manuelles Vierganggetriebe mit Laycock-de Normanville-Overdrive mit Mittelschaltung an die Hinterachse weitergeleitet.[1] Die Vorderräder sind einzeln an Schraubenfedern und Längslenkern aufgehängt. Der Dämpfung dienen Teleskopstoßdämpfer und ein Torsionsstab. Die starre Hinterachse hängt an halbelliptischen Längsblattfedern und ist durch doppelt wirkende Teleskopstoßdämpfer gedämpft.[1]

Das Modell entspricht in Karosserie und Technik dem ebenfalls von der Rootes Group hergestellten Hillman Minx Series V, ist jedoch besser ausgestattet und trägt einen anderen Kühlergrill. Dies ist ein gutes Beispiel für das in Großbritannien so häufig anzutreffende Badge-Engineering. Das Fahrzeug erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h.

Sceptre Mark II[Bearbeiten]

Mark II
Humber Sceptre Mark II

Humber Sceptre Mark II

Produktionszeitraum: 1965–1967
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotor:
1,7 Liter (67 kW)[2]
Länge: 4241[3] mm
Breite: 1625[3] mm
Höhe: 1435[3] mm
Radstand: 2565[3] mm
Leergewicht:

1965 erhielt der Sceptre Mark II, ebenso wie sein Hillman-Pendant Minx Series VI, eine neue Karosserie und einen neuen Motor mit 1725 cm³ Hubraum und 91 bhp (67 kW) Leistung bei 5500/min.[2] Die Höchstgeschwindigkeit legte auf 152 km/h zu.

Heckansicht

Sceptre Mark III (New Sceptre)[Bearbeiten]

Mark III (New Sceptre)
Humber Sceptre Mark III (New Sceptre)

Humber Sceptre Mark III (New Sceptre)

Produktionszeitraum: 1967–1976
Karosserieversionen: Limousine, Kombi
Motoren: Ottomotor:
1,7 Liter (65 kW)
Länge:
Breite:
Höhe:
Radstand:
Leergewicht:

1967 wurde der Hillman Super Minx durch moderner gestylte Fahrzeuge der Baureihe Rootes Arrow ersetzt. Basisausführung dieser Modellpalette war der Hillman Hunter. Der Sceptre Mark III oder New Sceptre war eine Ableitung des Hunter, die technisch und - mit marginalen Abweichungen - auch optisch dem Basismodell entsprach, wiederum allerdings eine deutlich bessere Ausstattung aufwies. Äußerlich zu erkennen war der Sceptre Mark III an einem breiten, verchromten Kühlergrill, doppelten Rundscheinwerfern sowie einem mit Vinyl bezogenen Dach. Im Innenraum wurde Holzimitat für das Armaturenbrett verwendet, und die Sitze waren mit Kunstleder bezogen. Der Motor hatte nun 88 bhp (65 kW) und verlieh dem Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 158 km/h.

Chrysler exportierte diese Version des Rootes Arrow auch auf einige kontinentaleuropäische Märkte, darunter Deutschland und Österreich. Hier wurde der Wagen allerdings als Sunbeam Sceptre vermarktet. Dieser Schritt stellte einen Bruch mit der bisherigen Politik des Unternehmens dar, da die Marke Sunbeam bislang für die sportlichen - und nicht für die luxuriösen - Ableger der Konzernfahrzeuge zuständig war; dementsprechend wurden die Limousinen der Arrow-Baureihe auf dem britischen Markt gar nicht unter der Marke Sunbeam verkauft.

Im Oktober 1974 wurde ein Sceptre Mark III Kombi auf der London Motor Show vorgestellt.

Im September 1976 wurde die Produktion des Sceptre eingestellt. Das Basismodell wurde noch bis 1979 als Chrysler Hunter bzw. Talbot Hunter weiter produziert.

Sceptre Mark III Kombi (1975)

Weitere Verwendung des Namens[Bearbeiten]

1990 hießen einige besser ausgestattete SRi-Versionen der Peugeot-Modelle 205, 405 und 605 im Vereinigten Königreich „Sceptre“. Peugeot hatte 1978 den europäischen Teil der Chrysler-Gruppe, zu der die Rootes Group und auch Simca gehörten, übernommen.

Quelle[Bearbeiten]

  • David Culshaw & Peter Horrobin: The Complete Catalogue of British Cars 1895 – 1975, Veloce Publishing. Dorchester 1997. ISBN 1-874105-93-6

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Humber Sceptre MK 1 – Specifications of the Humber Sceptre MK 1. HumberSceptre.co.uk
  2. a b Humber Sceptre MK 2. HumberSceptre.co.uk
  3. a b c d Rootes Manual WSM.145 – General Data.. HumberSceptre.co.uk Abmessungen der Rootes-Modelle Sceptre, Vogue, Super Minx, Alpine, Rapier, Gazelle und Minx.

Weblinks[Bearbeiten]