I Feel Love

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I Feel Love ist ein Disco-Hit von Donna Summer aus dem Jahr 1977. Produziert wurde der Song von Giorgio Moroder. Aufgrund seiner innovativen Produktionstechnik und seines ausschließlich mit synthetischen Mitteln produzierten Instrumentals gilt der Song bis heute als Pionierstück der Elektronischen Tanzmusik und als bedeutender Vorläufer der House- und Techno-Musik.

Der Song erschien auf dem 1976 eingespielten Donna-Summer-Album I remember yesterday[1], auf dem verschiedene Stilrichtungen vergangener Jahrzehnte durchlaufen werden[2]. Mit I feel love wird schließlich der Entwurf eines futuristischen Titels vorgestellt, dessen musikalischer Gehalt, abgesehen vom Gesang, im Wesentlichen von einer Synthesizer-Sequenz getragen wird. Damit war der Titel eine der ersten von elektronischen Instrumenten dominierten Disco-Produktionen. Während die Album-Version knapp sechs Minuten dauert, erschien der Titel auch in einer über achtminütigen Maxisingle-Version. Brian Eno erkannte bereits kurz nach der Veröffentlichung die innovative Kraft des Titels.[3] Auch weitere Musiker wie Gabi Delgado-Lopez[4] gaben an, durch den Song geprägt worden zu sein.

Der Titel entwickelte sich schnell zu einem Clubhit in der Schwulenszene[5] und belegte schließlich Platz 1 der englischen Singlecharts.[6] Es war Donna Summers einziger Nr.1-Hit in Großbritannien. In den USA belegte der Titel Platz 6[7] und wurde mit einer „Goldenen Schallplatte“ ausgezeichnet.[8] In der Bundesrepublik Deutschland gelangte I Feel Love auf Platz 3 der Singlecharts.[9]

Von dem Titel gab es verschiedene Remixes und Coverversionen. U.a. hatte Patrick Cowley mit einem 15-minütigen Remix 1982 einen Clubhit und veröffentlichten Bronski Beat 1985 eine Single mit einer Coverversion des Stücks, die in England Platz 3 der Singlecharts belegte. Eine Singleveröffentlichung mit neuerlichen Remixes und neuen Vocals von Donna Summer erreichte 1995 nochmals die englischen Top 10.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. US-Katalognummer Casablanca 7056; das Album erreichte in den USA Platz 18 der Albumcharts, vgl. Whitburn, Joel: Top Pop Albums 1955-1996. Menomonee Falls, Wisconsin: Record Research Ltd., 1996, S.757; in Großbritannien erreichte das Album Platz 2, vgl. Ehnert, Günter (Hrsg.): Hit Records. British Chart LPs 1962-1986. Hamburg: Taurus Press, 1987, S. 123
  2. Zur Einschätzung des Albums vgl. Robert Christgau in Rock Albums Of The 70s. A Critical Guide. New York City, New York: Da Capo Press Inc., 1981, S. 380
  3. Anmerkung im Beiheft der David-Bowie-CD „Sound and Vision“, 1996
  4. Bildung ersetzt keinen Rhythmus, in: die tageszeitung vom 12. Juli 2002
  5. Benjamin Genocchio: Exploring the Effects of Disco’s Beat, in: New York Times vom 19. Februar 2006
  6. Rice, Jo / Rice, Tim / Gambacini, Paul / Read, Mike: The Guinness Book Of The Hits Of The 70s. London: Guinness Superlatives Ltd., 1980, S. 164
  7. Whitburn, Joel: Top Pop Singles 1955-1993. Menomonee Falls, Wisconsin: Record Research Ltd., 1994, S. 581 - US-Katalognummer: 884; die B-Seite der Single Can't We Just Sit Down notierte in den R&B-Charts auf Platz 20
  8. White, Adam: The Billboard Book Of Gold And Platinum Records. 2. überarbeitete Auflage, London: Omnibus Press, 1990, S. 226
  9. Ehnert, Günter (Hrsg.): Hit Bilanz. Deutsche Chart Singles 1956-1980. Hamburg: Taurus Press, 1990, S. 199