Interventionismus

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Interventionismus bezeichnet allgemein die Bereitschaft eines Staates, auf die Vorgänge in einem fremden Bereich (etwa im Ausland oder in die Privatwirtschaft) aktiv mit politischen oder militärischen Maßnahmen einzugreifen.

Außenpolitik[Bearbeiten]

Im Bereich der Außenpolitik wird damit eine politische Richtung bezeichnet, politisch oder militärisch in die Belange anderer Staaten zu intervenieren. Der Interventionismus steht im Gegensatz zum Isolationismus.

Ökonomie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Staatsinterventionismus

In der Wirtschaftswissenschaft bezeichnet Interventionismus die in einer grundsätzlich marktwirtschaftlich geordneten Volkswirtschaft bestehende Neigung des Staates, in die Wirtschaft einzugreifen, zu „intervenieren“. Es geht dabei in erster Linie um Maßnahmen, die über die Gestaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen des Wirtschaftens (Ordnungspolitik) hinausgehen und in die Wirtschaftsprozesse eingreifen (Prozesspolitik).

Literatur[Bearbeiten]

  • Tobias Debiel, Franz Nuscheler: Der neue Interventionismus. Dietz, Bonn 1996
  • Walter Eucken: Grundsätze der Wirtschaftspolitik, Tübingen 6. Aufl. 1990
  • Fritz Neumark, Heinz Haller: Theorie und Praxis des finanzpolitischen Interventionismus., Mohr, 1970

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Interventionismus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen