Donald Trump

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Trump im Jahre 2011
Donald Trump und seine Frau Melania
Donald Trump (2008)

Donald John Trump (* 14. Juni 1946 in New York City) ist ein US-amerikanischer Unternehmer. Er ist ein Tycoon im Immobilienbereich. Bekannt wurde er insbesondere durch sein extrovertiertes Verhalten in den Medien und durch die nach ihm benannten Hochhäuser seines Unternehmens. Durch die Fernsehsendung The Apprentice erhöhte sich seine Popularität weiter und er gehört heute zu den bekanntesten Geschäftsleuten in den USA.

Leben[Bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten]

Donald Trump wurde als drittes von fünf Kindern des Immobilienunternehmers Frederick Christ Trump Jr. und dessen Frau Mary MacLeod Trump geboren.

Die Familie Trump war aus Deutschland ausgewandert. Der Großvater Friedrich Drumpf (1869-1918) und die Großmutter Elisabeth Christ (1880-1966) stammten aus Kallstadt (Pfalz). Ebenso aus Kallstadt stammte der Vater von Henry John Heinz, dem Begründer der H. J. Heinz Company (Tomatenketchup etc.). Bindeglied dieser beiden Familien war Katharina Heinz, geb. Trump (1897–1987).

Bauunternehmer[Bearbeiten]

Nach der High School studierte Trump Wirtschaftswissenschaften an der Fordham University in New York und machte 1968 seinen Abschluss an der prestigeträchtigen Wharton School.

Trumps Vater wurde mit dem Bau von Mietskasernen in den New Yorker Stadtteilen Brooklyn, Queens und Staten Island zum Multimillionär und hinterließ mit seinem Unternehmen für den Nachfolger ein Immobilienvermögen von rund 400 Millionen Dollar. [1] Trump arbeitete im Unternehmen des Vaters und übernahm 1974 den Vorsitz über das Unternehmen. Er konzentrierte seine Geschäfte fortan auf Manhattan. Er hatte dabei das Glück, dass die Stadt aufgrund der wirtschaftlich schlechten Situation Investoren große Steuernachlässe anbot. Für die Übernahme eines Hotels (heute: Grand Hyatt Hotel New York) erhielt er bspw. einen Steuernachlass von 40 Jahren. In den 1980ern wurde er auch Besitzer des (nicht mehr existierenden) Football-Teams New Jersey Generals.

Außerdem investierte er in mehrere Casinos. Ab Ende der 1980 geriet das Unternehmen zunehmend in Probleme[2], Trump musste daraufhin unter anderem die Hälfte des Casinos Taj Mahal und des Plaza Hotels verkaufen.

Trump erzielt aktuell neben den Einnahmen mit dem Trump World Tower und weiteren Geschäftshäusern auch Gelder über mehrere Casinos in Atlantic City, New Jersey und Florida, die mit Freizeitzentren verbunden sind. Die Fluggesellschaft Trump Shuttle musste er allerdings 1992 wieder verkaufen. 1994 wirkte Donald Trump im Kinderfilm Die kleinen Superstrolche mit.

Trump Tower in New York

Mehrmals in der Unternehmensgeschichte wurde Gläubigerschutz nach Kapitel 11 US-Handelsgesetz angewendet.

Privates[Bearbeiten]

1977 heiratete er Ivana Trump. Aus der Ehe gingen die Söhne Donald Jr. (* 1977) und Eric (* 1984) sowie die Tochter Ivanka (* 1981) hervor. 1992 erfolgte die Scheidung.

1993 heiratete Trump Marla Maples, mit ihr hat er eine Tochter namens Tiffany (* 1993). 1999 ließen sie sich scheiden.

Seit 2005 ist Trump mit Melania Knauss verheiratet. Mit ihr hat er einen Sohn namens Barron William (* 2006).

Er ist Mitglied der Collegiate Reformed Protestant Dutch Church, eine calvinistische Reformkirche.

Vermögen[Bearbeiten]

Trump ist nach eigenen Angaben Multi-Milliardär mit einem Vermögen von mehr als 5 Milliarden Dollar.[3] Das Magazin Forbes gibt sein Vermögen (Stand: 2014) mit 3,9 Milliarden US-Dollar an.[4]

Im November 2005 erschien ein Buch des New-York-Times-Autors Timothy O’Brien (The Art of Being The Donald), das unter anderem die These aufstellte, Trump sei nicht Milliardär, sondern lediglich Multi-Millionär. O’Brien schätzte sein Vermögen auf 150–250 Millionen.[5] Trump bestritt dies, reichte Klage ein[6] und verlor die Klage. Stattdessen kam durch den Gerichtsprozess heraus, dass die Deutsche Bank ihn ebenfalls nicht als Milliardär einschätze (Vermögen von 788 Millionen Dollar), was Trump ebenso zurückwies.[3]

Medienkarriere[Bearbeiten]

Von November 2003 bis April 2004 lief in den USA die erste Staffel einer Fernsehsendung mit dem Namen The Apprentice (Der Auszubildende), in der Donald Trump einen Mitarbeiter für sein Firmenkonglomerat suchte. Dem Sieger winkte ein Ein-Jahres-Vertrag für den von Trump so bezeichneten dream job of a life time mit einem Gehalt von 250.000 US-Dollar. Im März 2004 wurde er in einer Umfrage von den US-Bürgern zum meistgeliebten Milliardär gewählt.

In jeder Folge wurde einer der zu Beginn 16 Kandidaten gefeuert, nachdem diese in verschiedensten Gruppenaufgaben ihre kaufmännischen Führungstalente beweisen mussten. Der Ausdruck You’re fired (deutsch Du bist gefeuert) wurde durch die Serie in den USA zu einer geflügelten Phrase und erlangte Kultstatus.

Der Gewinner hieß Bill Rancic und entschied sich nach seinem Sieg für einen Job in der Projektleitung für den Bau eines neuen Trump Towers in Chicago. Die Sendung wurde durchschnittlich von 26 Millionen Zuschauern in den USA gesehen und entwickelte sich so für den ausstrahlenden Sender NBC unerwartet zum Quotenerfolg. Die Sendung wurde von einer massiven Medienhysterie begleitet, welche einen enormen Popularitätsgewinn für Donald Trump und den Produzenten der Serie, Mark Burnett, zur Folge hatte.

Die zweite Staffel lief von Oktober 2004 bis Januar 2005 mit noch immer relativ guten, aber erkennbar gesunkenen Einschaltquoten; von Ende Januar bis Mai 2005 lief die dritte Staffel. Eine vierte Staffel war zunächst fraglich, da Donald Trump immense Gagenforderungen anmeldete. Doch man konnte sich einigen und so lief im September 2005 die vierte Staffel an. 2007 lief bereits die sechste Staffel, die siebte (Celebrity Apprentice) wurde 2008 ausgestrahlt.

Seit Juni 2004 verfügt Donald Trump über eine tägliche Radiosendung, die sich Trumped nennt. Im Januar 2007 erhielt er einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.[7]

Engagement in der WWE[Bearbeiten]

Im März 2007 trat er im Rahmen einer sogenannten Battle of the billionaires Storyline regelmäßig bei WWE RAW auf, um gegen WWE-Besitzer Vince McMahon zu fehden. Der Höhepunkt dieses Handlungsstranges war ein Match bei Wrestlemania 23, zu dem beide Milliardäre einen repräsentativen Wrestler ausgewählt hatten. Trumps Schützling Bobby Lashley konnte die Auseinandersetzung gegen McMahons Schützling Umaga für sich entscheiden und Vince McMahon wurden aufgrund einer Sonderklausel die Haare abgeschnitten. Während des Matches wurde Trump im Rahmen der Storyline mit einem Clothesline gegen Vince McMahon aktiv. Nach dem Match verpasste ihm Gastringrichter Steve Austin mit Trumps Einverständnis einen Stunner. Bei seinem Einzug in die Ford Footballarena ließ er echte Hundertdollarscheine von der Halle regnen. McMahon bedankte sich für die Zusammenarbeit mit einem Scheck für eine gemeinnützige Organisation Trumps.

Im Juni 2009 war Trump erneut in eine Storyline der WWE involviert, derer zufolge er die Show RAW übernommen hatte. Im Zuge dieser Storyline wurde die RAW-Ausgabe vom 22. Juni 2009 werbefrei ausgestrahlt und die Besucher der RAW-Show am 15. Juni 2009 in Green Bay erhielten ihr Eintrittsgeld zurück. Weiterhin griff Trump laut Storyline in weitere Handlungsstränge ein und veranlasste den Wechsel mehrerer Wrestler zwischen den WWE-Shows RAW, SmackDown und ECW. Da der Aktienkurs der WWE im Zuge der Storyline fiel,[8] und einige Aktieninhaber diese offenbar als real ansahen, wurde das Engagement von Trump durch den „Rückkauf“ von RAW durch Vince McMahon wieder beendet. Die WWE und der Fernsehsender USA Network, auf dem RAW ausgestrahlt wird, stellten zudem in einer Pressemitteilung klar, dass das Engagement von Trump lediglich eine Storyline darstellte.[9]

Am 25. Februar 2013 wurde bekannt, dass Donald Trump in die WWE Hall of Fame aufgenommen wird.[10]

Medienstreit mit Rosie O’Donnell[Bearbeiten]

Anfang 2007 begann Trump einen großen Medienstreit mit Rosie O’Donnell. Er beleidigte sie als „fette Sau“, „Loser“ und „degenerate“, weil diese sich vorher über ihn in ihrer TV-Show lustig gemacht hatte.

Gebäude von Donald Trump[Bearbeiten]

Donald Trump hat bereits in vielen Städten der USA, aber auch in anderen Ländern, Bauprojekte realisiert. Er plant außerdem noch Gebäude in Philadelphia, Las Vegas und auch in Kanada und Dubai. Es war zudem jeweils ein Trump Tower in Stuttgart, Berlin und Frankfurt am Main geplant, doch diese Projekte wurden fallengelassen bzw. aufgeschoben.

Auflistung der Gebäude Trumps:

Bücher von Donald Trump[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Donald Trump – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fred C. Trump, Postwar Master Builder of Housing for Middle Class, Dies at 93, The New York Times. 26. Juni 1999. 
  2. Trump Trips Up. In: Time, 6. Mai 1991. 
  3. a b Rachel Hartman (Yahoo News): Trump confirms he’d use wealth for presidential race, but how much does he have?. In: Yahoo News, 15. Februar 2011. Archiviert vom Original am 19. April 2011. 
  4. [1]
  5. Anette Dowideit: System Trump, Die Welt, 5. November 2005.
  6. Greg Levine: Trump Sues Over Bio Book, Forbes, 24. Januar 2006.
  7. Nele Husmann: Donald Trump ist jetzt offiziell ein Star, Die Welt, 21. Januar 2007.
  8. Finance
  9. Artikel
  10. [2]