Ion Creangă

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Dieser Artikel beschreibt den rumänischen Schriftsteller Ion Creangă. Für die nach ihm benannte Gemeinde in Rumänien siehe Ion Creangă (Neamț).
Ion Creangă

Ion Creangă (* 10. Juni 1839 in Humulești, Moldau, heute Rumänien; † 31. Dezember 1889 in Iași) war ein rumänischer Schriftsteller.

Kindheit und Ausbildung[Bearbeiten]

Creangă gab sein eigenes Geburtsdatum in Fragmente de biografie als 1. März 1837 an. In dem Geburtenregister seines Heimatortes Humulești ist jedoch der 10. Juni 1839 vermerkt. Creangă wurde als das erste von acht Kindern geboren. Seine Mutter wollte, dass er sich fürs Priesteramt ausbilden lässt. Dies ist traditionsgemäß eine prestigeträchtige Stelle innerhalb der Dorfgemeinschaft. Genaueres über seine Jugend kann aus „Amintiri din copilărie“ (Kindheitserinnerungen) entnommen werden. Er begann seine Ausbildung in Humulești, danach studierte er kurzzeitig in Broșteni, bevor er nach Hause zurückkehrte und sich in der Schule im benachbarten Târgu Neamț einschrieb. Nach einem Jahr im Priesterseminar in Fălticeni verließ er dieses, um in Iași (in der rumänischen Moldau) seine Vorbereitungen für das Priesteramt an der Klosterschule von Socola fortzusetzen.

Beruf[Bearbeiten]

Creangă wurde Diakon, nachdem er sein Studium 1858 in Socola abgeschlossen hatte und heiratete im selben Jahr die Tochter eines Priesters aus Iași. Er setzte seine Ausbildung 1864 fort, als er anfing, sich an der Vasile-Lupu-Schule zum Lehrer ausbilden zu lassen. Diese wurde vom bekannten Politiker und Literaturkritiker Titu Maiorescu geleitet. Er wurde Aushilfslehrer und arbeitete an Lehrbüchern mit, die dazu gedacht waren, Grundschüler das Lesen und Schreiben zu lehren.

Kirchliche Konflikte[Bearbeiten]

Creangă hatte große Schwierigkeiten, sich dem städtischen Leben anzupassen. Er stand ständig wegen „gottlosem Verhalten“ in Konflikt mit seinen kirchlichen Vorgesetzten, wie zum Beispiel des Öfteren wegen des Theaters und dem Abschießen von Krähen im Hof des Klosters Golia, wo er amtierte. Schließlich führten seine häufigen Kritiken an Kirchenbeamten und sein exzentrisches Verhalten sowohl zur Suspension als Diakon, als auch als Lehrer. Um seinen Lebensunterhalt zu sichern, eröffnete er ein Tabakgeschäft. Darüber hinaus kaufte er sich ein bescheidenes Haus am Stadtrand von Iași, das er „bojdeuca“ nannte. Dort lebte er ein bäuerliches Leben, genau wie in seiner Kindheit in Humulești. Mit Hilfe von Titu Maiorescu wurde Creangă 1874 wieder eingesetzt. Im folgenden Jahr, während einer Inspektion der Schule, in der er unterrichtete, traf er den jungen Poeten Mihai Eminescu, der später als Schulinspektor arbeitete. Daraus entstand eine dauerhafte Freundschaft. Eminescu regte Creangă an, die Geschichten, die er häufig mündlich nacherzählte, aufzuschreiben und brachte ihn zum Literaturzirkel Junimea. Der Hauptteil seiner Arbeit wurde in dieser Zeit, zwischen 1875 und 1883, als er gesundheitliche Probleme bekam, geschrieben. Neben seinem Meisterwerk, „Amintiri din copilărie“ (Kindheitserinnerungen), sind einige seiner bekanntesten Geschichten „Moș Ion Roată și Unirea“, „Dănilă Prepeleac“, „Povestea porcului“, „Fata babei și fata moșului“, und „Ivan Turbincă“. Er zog sich 1887 aus dem Lehrerberuf zurück und starb zwei Jahre später, am 31. Dezember 1889, an einem epileptischen Anfall.

Am 28. Oktober 1948 wurde er neben anderen berühmten rumänischen Literaten wie Ion Luca Caragiale, Mihai Eminescu und Alexandru Vlahuță post mortem als Ehrenmitglied in die „Rumänische Akademie" aufgenommen.[1]

Werke[Bearbeiten]

Geschichten und Märchen[Bearbeiten]

  • Capra cu trei iezi (1875) – Die Geiß mit den drei Geißlein
  • Dănilă Prepeleac (876)
  • Fata babei și fata moșneagului (1877) Die Tochter der Alten und die Tochter des Alten
  • Făt Frumos, fiul iepei (1877) Prinz Stutensohn
  • Povestea lui Harap-Alb (1877) Das Märchen vom Weißen Mohren
  • Ivan Turbincă (1878) Iwan Torbinka
  • Povestea lui Ionică cel prost (1877)
  • Povestea lui Stan-Pățitul (1877) Die Geschichte vom erfahrenen Stan
  • Povestea porcului (1876) – Das Märchen vom Schwein
  • Povestea poveștilor (1878)
  • Povestea unui om leneș (1878)
  • Punguța cu doi bani (1875) Das Säckel mit zwei Groschen
  • Soacra cu trei nurori (1875) Die Schwiegermutter mit den drei Schwiegertöchtern

Erzählungen[Bearbeiten]

  • Acul și barosul (1874)
  • Cinci pâini"' (1883)
  • Inul și cămeșa (1874)
  • Ion Roată și Cuza-Vodă (1882)
  • Moș Ion Roată și Unirea (1880)
  • Păcală (1880)
  • Prostia omenească (1874)
  • Ursul păcălit de vulpe (1880)

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Novellen[Bearbeiten]

  • Moș Nichifor Coțcariul (1877)
  • Popa Duhul (1879)

Autobiographische Romane[Bearbeiten]

  • Amintiri din copilărie (1879)
  • Fragment de autobiografie

Briefe[Bearbeiten]

Briefe an die Familie[Bearbeiten]

  • An Gheorghe Creangă
  • An Zaheiul Creangă
  • An Ecaterina Vartic
  • An Elena Creangă-Chiței

Briefe an Freunde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.biografii-online.net/index.php/scriitori/8-romania/14-alexandru-vlahuta-1858-1919

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ion Creangă – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien