Józef Wieniawski

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Józef Wieniawski.
Porträt Józef Wieniawski

Józef Wieniawski (* 23. Mai 1837 in Lublin; † 11. November 1912 in Brüssel) war ein polnischer Pianist und Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Der jüngere Bruder des Geigers Henryk Wieniawski studierte am Pariser Konservatorium bei Pierre Zimmermann, Charles Valentin Alkan und Antoine François Marmontel, in Weimar bei Franz Liszt und in Berlin bei Adolf Bernhard Marx.

Nachdem er einige Jahre als Begleiter seines Bruders aufgetreten war, entschloss er sich zu einer eigenen Karriere als Klaviervirtuose. Auf Konzertreisen durch Europa führte er neben eigenen Kompositionen - darunter dem Klavierkonzert g-Moll - die Werke von Komponisten Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt, Robert Schumann und Carl Maria von Weber auf. Nach Liszt war er der erste Pianist, der sämtliche Etüden Frederic Chopins öffentlich aufführte.

Daneben hatte er die Werke zeitgenössischer polnischer Komponisten im Repertoire wie Stanisław Moniuszko, Antoni Stolpe, Moritz Moszkowski, Edouard Wolff, Carl Tausig und Władysław Żeleński. Als Kammermusiker trat er mit den namhaftesten Instrumentalisten und Sängern seiner Zeit auf, darunter Pablo de Sarasate, Henri Vieuxtemps, Apolinary Katski, Eugène Ysaye, Jenö Hubay, Leopold Auer, Joseph Joachim, Alfredo Piatti, Ignacy Jan Paderewski, Louis Diémer, Pauline Viardot-Garcia und Marcelina Sembrich-Kochańska.

Neben dem Klavierkonzert komponierte Wieniawski u.a. eine Klaviersonate, 24 Etüden, zwei Konzertetüden, eine Ballade in es-Moll, Polonaisen, Mazurken, Barkarolen, Impromptus, Walzer und Miniaturen.