Felix Mendelssohn Bartholdy

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Felix Mendelssohn Bartholdy, Gemälde von Eduard Magnus, 1846
Bronze-Kopie der 1850 von Ernst Rietschel in Marmor geschaffenen Büste von Felix Mendelssohn Bartholdy in der Dauerausstellung über die Familie Mendelssohn auf dem Friedhof I der Dreifaltigkeitsgemeinde in Berlin-Kreuzberg

Jakob Ludwig Felix Mendelssohn Bartholdy (* 3. Februar 1809 in Hamburg; † 4. November 1847 in Leipzig) war ein deutscher Komponist, Pianist und Organist. Er gilt als einer der bedeutendsten Musiker der Romantik, weltweit erster Dirigent in heutiger Funktion und Gestalt, Gründer der ersten Musikhochschule in Deutschland und „Apostel“ der Werke Händels und Johann Sebastian Bachs.[1]

Leben[Bearbeiten]

Geburtshaus, Große Michaelisstraße 14 in Hamburg, um 1900

Felix Mendelssohn Bartholdy entstammte der angesehenen und wohlhabenden bürgerlichen jüdischen Familie Mendelssohn. Väterlicherseits war er ein Enkel des bedeutenden Philosophen Moses Mendelssohn. Sein Vater Abraham trat nach einer Bankkaufmannslehre 1804 als Kompagnon in die Bank seines älteren Bruders Joseph ein. Seine Mutter Lea, geborene Salomon, kam aus einer Fabrikantenfamilie. Nach der Heirat 1804 zogen Abraham und Lea Mendelssohn von Berlin nach Hamburg. Im Jahr 1805 wurde Felix’ musikalisch begabte Schwester Fanny (ab 1829 Fanny Hensel) geboren. Als weitere Geschwister folgten 1811 Rebecca (sie heiratete 1831 den Mathematiker Dirichlet) und 1812 Paul Mendelssohn.

Alle Kinder Abraham Mendelssohns wurden christlich erzogen und am 21. März 1816 von Johann Jakob Stegemann, dem Pfarrer der Reformierten Gemeinde der Berliner Jerusalems- und Neuen Kirche, in einer Haustaufe protestantisch getauft. Bei dieser Gelegenheit erhielt Felix seine Taufnamen Jakob und Ludwig. Darüber hinaus wurde dem Familiennamen der „christliche“ Name Bartholdy beigefügt, den Leas Bruder Jakob Salomon, der preußische Gesandte in Rom, bei seiner Taufe nach dem Namen des Vorbesitzers eines Gartens der Familie angenommen hatte. Abraham und Lea Mendelssohn Bartholdy konvertierten schließlich 1822 zum Christentum. Felix wurde 1825 in der Parochialkirche (Berlin) konfirmiert.

Kindheit (1809–1824)[Bearbeiten]

Wegen der französischen Besetzung Hamburgs zog die Familie 1811 nach Berlin, wo die verwitwete Großmutter lebte. Hier erhielten Felix und Fanny den ersten Musikunterricht von ihrer Mutter, die in einer unmittelbaren Bach-Tradition stand, deren Mutter (ihre Großmutter) war Schülerin des Bach-Schülers Kirnberger gewesen. Auch die Großtante der beiden Kinder, Sara Levy, Tochter des Berliner Hoffaktors Daniel Itzig, der 1791 als erster preußischer Jude von Friedrich Wilhelm II. das Naturalisationspatent erhielt, vermittelte diese Tradition als Schülerin Carl Philipp Emanuel Bachs und Gönnerin Wilhelm Friedemann Bachs. Die nächste Lehrerin von Felix und Fanny war Madame Bigot während eines vorübergehenden Aufenthalts in Paris 1816. Nach der Rückkehr nach Berlin erhielten sie Unterricht in Komposition bei Carl Friedrich Zelter, in Klavier bei Ludwig Berger und auf der Violine bei Carl Wilhelm Henning; ihre allgemeine Ausbildung erhielten sie von Karl Wilhelm Ludwig Heyse, dem Vater des Schriftstellers Paul Heyse.

Felix Mendelssohn Bartholdy im Alter von 12 Jahren, Ölskizze von Carl Joseph Begas (1821)

In der Öffentlichkeit trat Felix erstmals am 24. Oktober 1818 als Neunjähriger auf, wobei er den Klavierpart in einem Klaviertrio von Joseph Wölfl übernahm. Im April 1819 trat er als Altsänger in die Sing-Akademie zu Berlin ein, wo er unter Zelters Leitung ältere Kirchenmusik studierte. 1820 begann er, mit außergewöhnlicher Schnelligkeit zu komponieren. Allein in jenem Jahr schrieb er fast sechzig Werke, darunter Lieder, Klaviersonaten, ein Klaviertrio, eine Sonate für Violine und Klavier, Orgelstücke und sogar ein kleines dramatisches Stück in drei Szenen. 1821 schuf er, um nur einige Werke zu nennen, fünf dreisätzige Streichersinfonien, vierstimmige Motetten, die einaktigen Singspiele Soldatenliebschaft und Die beiden Pädagogen sowie Teile des Singspiels Die wandernden Komödianten.

1821 besuchte Mendelssohn als Zwölfjähriger zusammen mit Carl Friedrich Zelter erstmals Goethe, mit dem er sechzehn Tage in Weimar verbrachte. Ebenfalls in das Jahr 1821 fällt seine erste Bekanntschaft mit Carl Maria von Weber, der in Berlin die Aufführung des Freischütz leitete. 1822 traf er in Kassel Ludwig Spohr. Während dieses Jahres war er noch produktiver und schrieb unter anderem die Oper Die beiden Neffen oder der Onkel aus Boston und ein Klavierkonzert, das er in einem Konzert Anna Milders vortrug.

In der Familie Mendelssohn war es lange Brauch gewesen, am Sonntagmorgen im Speisezimmer mit einem kleinen Ensemble musikalische Aufführungen zu geben, ab etwa 1822 mit professionellen Musikern aus der königlichen Hofkapelle. Felix leitete immer das Orchester und schrieb neue Werke für diese Gelegenheiten. Er selbst spielte Klavier oder überließ es Fanny, während seine Schwester Rebecca sang und sein Bruder Paul Violoncello spielte. Auf diese Weise wurde Die beiden Neffen an seinem fünfzehnten Geburtstag 1824 erstmals privat aufgeführt. Zwischen dem 3. und 31. März 1824 komponierte er seine erste Sinfonie c-Moll (op. 11), bald darauf das Klavierquartett h-Moll (op. 3) und das (posthume) Klaviersextett (op. 110). Ebenfalls zu dieser Zeit begann seine lebenslange Freundschaft mit Ignaz Moscheles.

Jugend (1825–1829)[Bearbeiten]

1825 nahm Abraham Mendelssohn Felix mit nach Paris, wo dieser unter anderem zwei der berühmtesten dramatischen Komponisten der Zeit traf: Gioachino Rossini und Giacomo Meyerbeer. Bei der Gelegenheit kam er auch erstmals mit Luigi Cherubini zusammen, der eine hohe Meinung von seinem Talent ausdrückte und ihn für die Komposition eines Kyrie zu fünf Stimmen mit voller Orchesterbegleitung empfahl. Aus Briefen aus dieser Zeit ist bekannt, dass Felix die französische Schule der Musik wenig schätzte; aber er ging einige Freundschaften in Paris ein und frischte sie bei späteren Gelegenheiten auf.

Felix kehrte mit seinem Vater im Mai 1825 nach Berlin zurück und unterbrach seine Reise für einen zweiten Besuch bei Goethe, in dessen Haus er sein Quartett in h-Moll vorführte, das Goethe gewidmet war und für das er viel Beifall erhielt. Am 10. August 1825 vollendete er die zweiaktige Oper Die Hochzeit des Camacho.

Palais Groeben, Mendelssohn Wohnhaus in Berlin, Leipziger Straße 3
Gedenktafel am Gebäude des Bundesrats in der Leipziger Straße in Berlin
Autograph des dreistimmigen Liedes „Wenn der Abendwind durch die Wipfel“, 1828

Bald nach der Rückkehr aus Paris zog Abraham Mendelssohn 1825 in die Leipziger Straße 3 – dort befindet sich heute der Deutsche Bundesrat im ehemaligen Preußischen Herrenhaus – in ein geräumiges, altmodisches Haus mit einem hervorragenden Musikzimmer und einem Gartenhaus, in dem bei den sonntäglichen Konzerten mehrere hundert Personen zuhören konnten. Im Herbst 1826 kam es hier zur ersten Aufführung der Sommernachtstraum-Ouvertüre. Die Partitur dieser berühmten Komposition ist mit „Berlin, 6. August 1826“ datiert; Mendelssohn war zu dem Zeitpunkt also siebzehneinhalb Jahre alt. Öffentlich dirigierte er die Ouvertüre erstmals in Stettin im Februar 1827.

Er studierte auch an der Universität von Berlin, wo er unter anderem bei Hegel hörte.

Inzwischen war Camachos Hochzeit im Hinblick auf eine mögliche Aufführung an der Oper dem berühmten Spontini gegeben worden. Das Libretto, das auf einer Episode im Don Quixote basiert, war von Karl Klingemann geschrieben worden, und Mendelssohn hatte sich mit einer klaren Wahrnehmung des besonderen Humors der Vorlage in die Romanze hineinversetzt. Das Werk wurde bald nach der Rückkehr des Komponisten aus Stettin geprobt und am 29. April 1827 uraufgeführt. Es wurde anscheinend begeistert aufgenommen, aber wegen einer Intrige kam es nicht zu einer zweiten Aufführung. Mendelssohn selbst fühlte die (inzwischen 20 Monate alte) Oper seiner künstlerischen Entwicklung nicht angemessen und meinte, dass er sich in der Instrumentalmusik seinen eigenen Weg schon gebahnt habe. Er komponierte fortan keine Oper mehr.

Mendelssohn gründete einen Chor zum Studium der Chorwerke Johann Sebastian Bachs (der große Thomaskantor war damals der Öffentlichkeit nahezu unbekannt); bereits 1823 hatte er von seiner Großmutter Babette Salomon eine Abschrift der Matthäus-Passion nach dem Autograph Pölchaus geschenkt bekommen. Vor allem Carl Friedrich Zelter hatte Mendelssohn das bachsche Opus mit seinem Unterricht und der Probenarbeit in der Sing-Akademie zu Berlin nahegebracht. Gemeinsam mit Eduard Devrient setzte Mendelssohn gegen Zelters anfänglichen Widerstand 1829 bei der Sing-Akademie eine öffentliche Aufführung der gekürzten und für diesen Anlass bearbeiteten Matthäus-Passion unter seiner Leitung durch, mit einem 158-köpfigen Sing-Akademie-Chor. Es war die erste Wiederaufführung der Passion seit Bachs Tod. Zelter hatte früher schon mit der Sing-Akademie einzelne Teile der Passion einstudiert, hatte eine Gesamtaufführung jedoch für undurchführbar gehalten. Die Aufführung war so erfolgreich, dass sie noch zweimal wiederholt werden musste. Die dritte Aufführung leitete Zelter, da Mendelssohn inzwischen nach England abgereist war. Nach neueren Erkenntnissen aus der Analyse der Aufführungspartitur handelte es sich keineswegs um eine „stark romantisierende“ Aufführung. Allerdings strich Mendelssohn einige Rezitative, Choräle und Arien, um Ausführende und Publikum nicht zu überfordern. Auch mussten einige Instrumente umbesetzt werden, die nicht zur Verfügung standen: Mendelssohn selbst spielte den Basso continuo auf dem Hammerflügel, die Oboen d’amore wurden durch Klarinetten, die Oboen da caccia durch Violinen ersetzt. Devrient sang die Partie des Jesus. Der Flügel des Berliner Instrumentenbauers Johann Christoph Oesterlein, der Carl Friedrich Zelter gehörte und von dem aus Felix Mendelssohn Bartholdy vermutlich die Aufführungen der Matthäus-Passion leitete, befindet sich noch heute als Dauerleihgabe der Sing-Akademie zu Berlin im Berliner Musikinstrumentenmuseum.

Erste Konzertreisen (1829–1832)[Bearbeiten]

Felix Mendelssohn Bartholdy, Aquarell von James Warren Childe, 1830
Florenz: ein Aquarell des 21-jährigen Felix Mendelssohn Bartholdy, 1830

Im April 1829 reiste Mendelssohn erstmals nach London und wurde enthusiastisch aufgenommen. Seinen ersten Auftritt vor englischem Publikum hatte er bei einem der Konzerte der Philharmonic Society, bei dem er am 25. Mai seine Sinfonie c-Moll vom Klavier aus dirigierte. Am 30. spielte er auswendig Webers Konzertstück, am 25. Juni Beethovens Klavierkonzert Es-Dur (das vorher noch nicht in England aufgeführt worden war) und erstmals die Sommernachtstraum-Ouvertüre. Bei der Rückkehr vom Konzert nach Hause wurde die Partitur der Ouvertüre in einer Droschke liegen gelassen, woraufhin Mendelssohn sie aus der Erinnerung ohne Fehler noch einmal zu Papier brachte. Bei einem weiteren Konzert spielte er mit Moscheles sein noch unveröffentlichtes Konzert in E-Dur für zwei Klaviere und Orchester.

Nach dem Abschluss der Saison reiste Mendelssohn mit Klingemann durch Schottland, wo er zu seiner Hebriden-Ouvertüre und der Schottischen Sinfonie inspiriert wurde. Ende November kehrte er nach Berlin zurück.

Der Besuch in England bildete den ersten Teil eines umfassenden, vom Vater geplanten Reiseprogramms, das ihn in alle wichtigen Kunstzentren Europas führte. Nachdem er eine Professur in Berlin abgelehnt hatte, machte er sich im Mai 1830 nach Italien auf, pausierte auf dem Weg für zwei Wochen in Weimar bei Goethe und erreichte nach einigen Zwischenstationen am 1. November Rom.

Als er während seiner Rückkehr im Oktober 1831 durch München kam, komponierte und spielte er sein Klavierkonzert g-Moll und nahm einen (nie erfüllten) Auftrag für eine Oper am Münchner Theater an. Nachdem er in Stuttgart, Frankfurt am Main und Düsseldorf Halt gemacht hatte, kam er am 9. Dezember nach Paris, wo er sich diesmal bis zum 20. April 1832 aufhielt. Er wohnte zunächst bei dem befreundeten Bankier Auguste Léo, frischte die alten Bekanntschaften von 1825 wieder auf und hatte engen Kontakt mit Liszt und Chopin. Am 19. Februar 1832 wurde die Sommernachtstraum-Ouvertüre am Conservatoire gespielt und viele seiner anderen Kompositionen der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit einigen davon erlitt er aber auch Enttäuschungen, so mit der Reformationssinfonie. Die Reise kam durch eine Cholera-Infektion im März zu einem vorzeitigen Ende; er erholte sich aber rasch.

Am 23. April 1832 war er wieder in London, wo er bei den Philharmonic Concerts zweimal sein Konzert g-Moll gab, an der Orgel in St. Paul’s spielte und den ersten Band seiner Lieder ohne Worte veröffentlichte. Er kehrte im Juli nach Berlin zurück und führte im Winter seine Reformationssinfonie, sein Konzert g-Moll und seine Walpurgisnacht öffentlich auf.

Berlin, Düsseldorf und Frankfurt (1832–1835)[Bearbeiten]

Mendelssohn-Haus Schadowstraße 30 in Düsseldorf, Foto um 1905

Felix Mendelssohn wollte in den nächsten Jahren keine feste, bindende Stellung annehmen. Auf Drängen seines Vaters bewarb er sich trotzdem auf die durch den Tod Zelters freigewordene Position des Direktors der Sing-Akademie zu Berlin. Bei der Abstimmung der Mitglieder unterlag er aber dem langjährigen Vizedirektor Carl Friedrich Rungenhagen, wobei laut seinem Freund Eduard Devrient Antisemitismus eine Rolle gespielt haben soll. Für die Entscheidung, Berlin für Jahre zu verlassen, mag die Enttäuschung über die Nichtwahl, trotz der Beziehungen der gesamten Familie in die Sing-Akademie hinein und seiner beachtlichen künstlerischen Erfolge mit ihr (Matthäus-Passion), eine nicht unerhebliche Rolle gespielt haben.

Im Frühjahr 1833 stattete er London einen dritten Besuch ab, um seine Italienische Sinfonie zu leiten, die erstmals am 13. Mai von der Philharmonic Society gespielt wurde. Am 26. Mai dirigierte er die Aufführungen beim Niederrheinischen Musikfest in Düsseldorf mit so großem Erfolg, dass ihm sogleich die Ernennung zum Generalmusikdirektor der Stadt angeboten wurde. Das Amt umfasste die Leitung der Musik in den Hauptkirchen, am Theater und in den Räumen zweier musikalischer Vereinigungen.

Bevor er diese neue Verpflichtung antrat, ging er abermals mit seinem Vater nach London und kehrte am 27. September 1833 nach Düsseldorf zurück. In diese Zeit fällt auch die Komposition des Vespergesangs, der aber erst postum aus seinem Nachlass veröffentlicht wurde. Seine Arbeit machte bei der Kirchenmusik und im Konzertsaal einen guten Eindruck, aber seine Beziehungen zum Management des Theaters, das er gemeinsam mit Carl Leberecht Immermann leiten sollte, waren wenig erfreulich. Vielleicht wegen dieser Umstände begann er, sich von der Oper ab- und mehr der Kirchenmusik zuzuwenden.

Mendelssohn leitete in diesen Jahren auch die Chorvereinigung des Frankfurter Cäcilien-Vereins. Er war diesem Chor und seinem Leiter Johann Nepomuk Schelble seit vielen Jahren sehr verbunden und fühlte sich deshalb verpflichtet, den Proben- und Konzertbetrieb, der seit einer schweren Erkrankung Schelbles darniederlag, baldmöglichst fortzuführen. Auf Ersuchen des Cäcilien-Vereins komponierte er die Ouvertüre Das Märchen von der schönen Melusine und plante einige weitere wichtige Werke. Der Aufenthalt in Frankfurt verhalf Mendelssohn auch zu einer zweiten, freundschaftlichen Begegnung mit dem bedeutenden Opernkomponisten Gioachino Rossini, der dort für einige Tage logierte.

In Düsseldorf entwarf er das berühmte Oratorium Paulus nach dem Leben des heiligen Paulus. Seinen Aufenthalt hier empfand er als „ungemein angenehm“[2], und er hätte sein Amt wahrscheinlich wesentlich länger behalten, wenn ihm nicht die permanente Leitung der Gewandhauskonzerte in Leipzig angeboten worden wäre, die ihn in eine der höchsten Stellungen brachte, die man damals in der deutschen Musikwelt erreichen konnte.

Leipzig (1835–1841)[Bearbeiten]

Das alte Gewandhaus, Aquarell von Felix Mendelssohn Bartholdy (1836)
Mendelssohn in einem Mosaikfenster in der Leipziger Thomaskirche

Im August 1835 ging Mendelssohn nach Leipzig und gab am 4. Oktober - offiziell als Kapellmeister, aber erstmalig schon im Stil eines modernen Dirigenten[3] - das erste Konzert im Gewandhaus mit seiner Ouvertüre Meeresstille und glückliche Fahrt, die verglichen mit seinen anderen Ouvertüren heute weniger oft aufgeführt wird. Mendelssohns Gewandhauskonzerte wurden begeistert aufgenommen. Seine Anerkennung drückte sich auch in einer Ehrendoktorwürde in Philosophie aus, die ihm am 20. März 1836 verliehen wurde. Inzwischen kam er mit seinem ersten Oratorium (dem Paulus) voran und führte es am 22. Mai 1836 beim Niederrheinischen Musikfest in Düsseldorf erstmals auf. Am 3. Oktober wurde es in Liverpool von Sir George Smart erstmals in der englischen Fassung dirigiert und am 16. März 1837 wiederum von Mendelssohn in Leipzig.

In dieser Zeit bemühte er sich – als großer Verehrer von Joseph Haydn – um die Propagierung von Haydn-Werken, die er beispielsweise mit großem Erfolg am 22. Februar 1838 in Leipzig aufführte.[4]

Das nächste große Ereignis in Mendelssohns Leben war am 28. März 1837 seine Heirat mit Cécile Charlotte Sophie Jeanrenaud (* 10. Oktober 1817; † 25. September 1853), die er im Sommer zuvor in Frankfurt kennengelernt hatte. Eduard Devrient beschrieb sie so: „Cécilie war eine jener süßen weiblichen Erscheinungen, deren stiller und kindlicher Sinn, deren bloße Nähe auf jeden Mann wohltuend und beruhigend wirken musste. Eine schlanke Gestalt, die Gesichtszüge von auffallender Schönheit.“ Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor: Carl Wolfgang Paul (7. Februar 1838; † 23. Februar 1897), Marie (2. Oktober 1839; † 28. Oktober 1897), Paul (* 18. Januar 1841; † 17. Februar 1880), Felix (1. Mai 1843; † 16. Februar 1851) und Lili (19. September 1845; † 10. Oktober 1910).

Die Flitterwochen waren kaum vorbei, als er wieder nach England gerufen wurde, wo er am 20. September den Paulus beim Birmingham Festival dirigierte. Während dieser Reise spielte er in St. Paul’s und der Christ Church Greyfriars[5] die Orgel und übte damit einen nachhaltigen Einfluss auf die englischen Organisten aus. Hier fasste er erstmals den Plan für sein zweites Oratorium Elias ins Auge.

In den Jahren 1838 bis 1844 entstand auch das berühmte Violinkonzert in e-Moll für seinen Freund, den Geiger Ferdinand David. Es zählt heute zu den meistaufgeführten und beliebtesten Violinkonzerten überhaupt. Mendelssohn Bartholdy hat auch in der Leipziger Thomaskirche Orgelkonzerte gegeben und eigene Chorkompositionen aufgeführt.[6]

Mendelssohn hatte in seiner Leipziger Zeit drei verschiedene Wohnungen. Als er 1835 unverheiratet nach Leipzig kam, bezog er eine kleine Wohnung im ersten Stock des sogenannten Reichelschen Vorderhauses am heutigen Dittrichring, damals die östliche Grenzbebauung des Reichelschen, ehemals Apelschen Gartens.[7] Als er im Herbst 1837 mit seiner Frau nach Leipzig kam, nahmen sie eine größere Wohnung in dem im gleichen Jahr fertiggestellten Teil des Wohnensembles Lurgensteins Garten gegenüber der Thomaskirche.[8] Hier wurden die ersten vier Kinder geboren. 1845 zog die Familie nochmals um, nun in den ersten Stock eines dreistöckigen Neorenaissance-Neubaus an der Königstraße (heute Goldschmidtstraße). Die Wohnung mit dem 23 Meter langen Korridor hatte acht Zimmer, Küche und einen Musiksalon.[9]

Berlin (1841–1845)[Bearbeiten]

Nach der Komposition des Lobgesangs 1840 und einer sechsten Reise nach England im selben Jahr wurde Mendelssohn 1841 von Friedrich Wilhelm IV. als Kapellmeister zurück nach Berlin berufen. Der preußische König hatte hochfliegende Pläne, Berlin zur Kunsthauptstadt im deutschsprachigen Raum zu machen. Mendelssohns Hoffnungen lagen in einer Reform der Königlichen Akademie der Künste und der Leitung des Domchores.

Zwar wurde er im Herbst 1842 zum Preußischen Generalmusikdirektor ernannt, aber den ehrgeizigen Plänen standen eine nur zögerliche Realisierung und verschiedene Widerstände entgegen. Deshalb ließ er sich von anderweitigen Aktivitäten bei den Gewandhauskonzerten nicht abhalten. 1842 ging er auch ein siebtes Mal nach England, zusammen mit seiner Frau, und dirigierte seine Schottische Sinfonie. In seinem bis 1845 andauernden Amt entstanden die Theatermusiken zu Antigone, Oedipus Coloneus, Athalie und zum Sommernachtstraum.

Letzte Jahre in Leipzig[Bearbeiten]

Mendelssohns Wohn- und Sterbehaus, Königstraße (jetzt Goldschmidtstraße) 12 in Leipzig, um 1900

Im Jahr 1843 gründete Mendelssohn in Leipzig das Conservatorium – die erste Musikhochschule Deutschlands – und eröffnete es am 3. April in den Gebäuden des Gewandhauses. Im selben Jahr wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Leipzig ernannt. 1844 leitete er sechs philharmonische Konzerte in London und führte seine Sommernachtstraummusik auf. Er kehrte im September nach Berlin zurück, konnte aber den König davon überzeugen, ihn von seinen lästigsten Verpflichtungen zu befreien.

Nach einem kurzen Aufenthalt in Frankfurt kehrte Mendelssohn im September 1845 nach Leipzig zurück, nahm seine alte Stelle am Gewandhaus wieder auf und lehrte regelmäßig am Konservatorium. Er widmete sich vor allem seinem zweiten großen Oratorium, dem Elias, das am 26. August 1846 beim Birmingham Festival uraufgeführt wurde. Die Aufnahme des Werks war enthusiastisch, und nach seiner Rückkehr nach Leipzig arbeitete er wie üblich weiter, aber es war klar, dass seine Gesundheit ernsthaft beeinträchtigt war. 1847 reiste Mendelssohn ein zehntes und letztes Mal nach England, um Aufführungen des Elias in Exeter Hall, in Manchester und Birmingham zu leiten.

Wie ein Schock wirkte nach der Rückkehr die Nachricht vom Tod seiner Schwester Fanny am 14. Mai 1847. Er zog sich aus dem öffentlichen Leben zurück und machte mehrere Monate Urlaub in der Schweiz und in Süddeutschland. In Leipzig erlitt er am 9. Oktober einen ersten Schlaganfall. Nach weiteren Schlaganfällen am 25. Oktober und 3. November verlor er das Bewusstsein und verstarb am 4. November 1847 um 21:24 Uhr. Sein Wohn- und Sterbehaus in der Königstraße (heute Goldschmidtstraße 12) in Leipzig ist als Mendelssohn-Haus heute ein Museum und wurde als Ort von nationaler Bedeutung in das Blaubuch der Bundesregierung aufgenommen.

Mendelssohn wurde auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof I in Berlin-Kreuzberg neben seiner Schwester Fanny und weiteren Familienangehörigen beigesetzt. Die Grabstätte, als Ehrengrab der Stadt Berlin, befindet sich im Feld 1.

Felix Mendelssohn Bartholdy in der Nachwelt[Bearbeiten]

Das künstlerische und gesellschaftliche Erbe des Komponisten wird durch die Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung in Leipzig international erforscht, bewahrt und gepflegt.

Denkmale und Erinnerungsorte[Bearbeiten]

  • Statue in Leipzig nach Entwurf von Werner Stein, ausgeführt von Hermann Heinrich Howaldt, aufgestellt vor dem 1884 eröffneten Gewandhaus („Konzerthaus“) im Musikviertel, enthüllt am 26. Mai 1892, von Nationalsozialisten während einer Auslandsreise des Leipziger Bürgermeisters Carl Goerdeler in der Nacht des 9./10. November 1936 entfernt[10] und wohl während des Zweiten Weltkriegs eingeschmolzen. Am 18. Oktober 2008 fand die Einweihung der detailgetreuen Nachbildung vor der Thomaskirche statt.
  • Im Hamburger Rathaus schmückt seit 1897 ein Reliefporträt von Mendelssohn Bartholdy eine der Ehrensäulen in der Rathausdiele. Das von Nationalsozialisten entfernte Porträt wurde nach dem Krieg wiederhergestellt.
  • In Hamburg wurden 1997, zum 150. Todesjahr, in der Nähe des im Krieg zerstörten Geburtshauses (Große Michaelisstraße 14) zwei Gedenkplatten mit Porträtreliefs von Felix Mendelssohn Bartholdy und Fanny Hensel in einer kleinen Grünanlage an der Ludwig-Erhard-Straße aufgestellt.
  • Im Mendelssohn-Bartholdy-Park in Berlin, nahe am Potsdamer Platz, befindet sich ein Gedenkstein. Den Park gestaltete Helmut Preuß 1961 bis 1967. Der Stein mit einem Porträtrelief Mendelssohns stammt von Ivo Breuker.
  • Der U-Bahnhof Mendelssohn-Bartholdy-Park wurde am 2. Oktober 1998 als 169. Station der Berliner U-Bahn eröffnet.
  • Im Jahr 2000 enthüllte die Mendelssohn-Gesellschaft in Berlin eine Bronze-Kopie der 1850 von Ernst Rietschel in Marmor gehauenen Büste des Komponisten am U-Bahnhof Mendelssohn-Bartholdy-Park (Ausgang Reichpietschufer), die seit 2013 jedoch in der Dauerausstellung über die Mendelssohn-Familie auf dem Dreifaltigkeits-Kirchhof I in Berlin-Kreuzberg ausgestellt ist. Marmorne Exemplare dieser Büste befinden sich im Mendelssohn-Archiv der Staatsbibliothek Berlin, dem Museum der Royal Academy of Music in London und dem J. Paul Getty Museum.[11]
  • Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Schule (Gymnasium) Berlin (früher Pasteur-Oberschule).
  • Am 20. März 2002 enthüllte der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, die Gedenktafel für Fanny Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy am heutigen Bundesratsgebäude, Leipziger Straße, wo einst das Wohnhaus der Familie Mendelssohn Bartholdy stand. Sie wurde auf Initiative der Mendelssohn-Gesellschaft dort angebracht.
  • Das Grabmal von Felix Mendelssohn Bartholdy und seiner Schwester Fanny befindet sich in Berlin-Kreuzberg auf dem Dreifaltigkeits-Kirchhof I zwischen dem Mehringdamm und der Zossener Straße (Nähe U-Bahnhof Hallesches Tor).
  • In Frankfurt am Main erinnert die Mendelssohnruhe im Süden des Frankfurter Stadtwaldes mit Gedenkstein und Erinnerungstafel, gestiftet im Jahr 1906, an den Komponisten. Im Juli 1839 hatte an dieser Stelle in Gegenwart Mendelssohn Bartholdys ein Fest zu dessen Ehren stattgefunden. Im Verlauf der Festlichkeit war dort eines seiner Chorwerke Sechs Lieder im Freien zu singen uraufgeführt worden. Der Gedenkstein wurde in der Zeit des Nationalsozialismus zerstört und nach dem Zweiten Weltkrieg am selben Ort wiederhergestellt.[12] Im Frankfurter Stadtteil Westend existiert darüber hinaus eine Mendelssohnstraße.[13]
  • Im Mendelssohn-Park in Koblenz-Horchheim, dem ehemaligen Standort des Landsitzes der Familie Joseph Mendelssohns und eines zugehörigen Weingutes, befindet sich eine vom Koblenzer Künstler Josef Welling geschaffene Bronze-Skulptur, die an Felix Mendelssohn Bartholdy und seine Aufenthalte im Hause seines Onkels in Koblenz-Horchheim erinnert.
  • Die Stadt Bad Doberan erinnert mit einem Mendelssohn-Bartholdy-Weg an den Aufenthalt des Künstlers. Der Weg führt mit mehreren Schautafeln um das Doberaner Münster.
  • In Düsseldorf wurde 1901 ein Bronze-Standbild des ehemaligen Musikdirektors der Stadt an der Fassade des alten Opernhauses angebracht. Das von Clemens Buscher geschaffene Standbild wurde im August 1936 von Nazis abgerissen und 1940 eingeschmolzen. 2009 rief der Düsseldorfer Oberbürgermeister Dirk Elbers einen Förderverein ins Leben, der sich für die Wiedererrichtung des Mendelssohn-Denkmals einsetzte.[14] Am 27. September 2012 wurde die nach einem erhalten gebliebenen Gipsmodell und nach Fotografien angefertigte Rekonstruktion neben der Deutschen Oper am Rhein enthüllt.[15]
  • Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Düsseldorfer Symphoniker wurde am 7. Februar 2014 im Rahmen eines konzertanten Festaktes der Große Saal der Tonhalle Düsseldorf zur Ehrung des ehemaligen Musikdirektors in Mendelssohn-Saal umbenannt.


Zielscheibe antisemitischer Hetze[Bearbeiten]

Mendelssohn Bartholdy wurde nach seinem Tod Objekt antijüdischer Propaganda. Den Beginn machte Richard Wagner, der von den Kompositionen Mendelssohns stark beeinflusst wurde, mit seinem Pamphlet Das Judenthum in der Musik, das 1850, drei Jahre nach dem Tode Mendelssohn Bartholdys, unter einem Pseudonym und dann erweitert 1869 unter seinem Namen erschien. Wagner war zum Zeitpunkt der zweiten Veröffentlichung bereits ein einflussreicher Komponist; seine Auffassung trug zur Geringachtung des Werkes von Mendelssohn Bartholdy in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bei.

1933, nach der Machtübernahme des NS-Regimes, verbot Joseph Goebbels (in seiner Eigenschaft als Präsident der „Reichskulturkammer“) Aufführungen der Werke Mendelssohn Bartholdys. Gleichwohl gab es einige Aufführungen z.B. des Sommernachtstraums; so führte z.B. Wilhelm Furtwängler im Februar 1934 anlässlich Mendelssohns 125. Geburtstag den Sommernachtstraum auf.[16]

Deutsche Komponisten, darunter so berühmte wie Carl Orff,[17] wurden aufgefordert, musikalische Alternativen zu Mendelssohn Bartholdys Musik zu Ein Sommernachtstraum zu schreiben. Büsten und Gedenktafeln von Mendelssohn Bartholdy wurden entfernt (z.B. im November 1936 das Mendelssohn-Denkmal vor dem Leipziger Gewandhaus – wogegen Furtwängler öffentlich protestierte). Der Oberbürgermeister Carl Goerdeler trat wegen der Entfernung des Mendelssohn-Denkmals in seiner Abwesenheit von seinem Amt zurück und wurde in Folge eine der zentralen Figuren des deutschen Widerstands.[18][19]

Mendelssohn-Preise[Bearbeiten]

Mendelssohn Scholarship (Großbritannien)[Bearbeiten]

Seit 1856 vergibt die Mendelssohn Scholarship Foundation, die an die Royal Academy of Music angebunden ist, unregelmäßig Stipendien zur Förderung der Ausbildung von Musikern. Anfangs wurde mit dem Geld eine Zusatzausbildung am Leipziger Konservatorium finanziert. Der erste Preisträger war Arthur Sullivan.[20]

Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Preis (Berlin)[Bearbeiten]

Der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Preis der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin ist der älteste Preis für klassische Musiker in Deutschland. Er steht in Nachfolge des Mendelssohn-Preises, der von 1879 bis 1936 vom preußischen Staat gestiftet wurde.

Internationaler Mendelssohn-Preis zu Leipzig[Bearbeiten]

Der Internationale Mendelssohn-Preis zu Leipzig (bis 2009: Leipziger Mendelssohn-Preis)[21] wird seit dem Jahr 2007 durch die Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung im Gewandhaus zu Leipzig verliehen. Er kann in drei Kategorien vergeben werden: Musik, Bildende Kunst und Gesellschaftliches Engagement.

Geschwister-Mendelssohn-Medaille[Bearbeiten]

Die Geschwister-Mendelssohn-Medaille wird jährlich vom Chorverband Berlin in Zusammenarbeit mit der Mendelssohn-Gesellschaft in der Mendelssohn-Remise in Berlin-Mitte für herausragende Verdienste um das Berliner Laienchorschaffen vergeben.

Werke und Werkverzeichnisse[Bearbeiten]

Die Werke des Komponisten sind in zwei Werkverzeichnissen erschlossen. Ein Verzeichnis von 1882 listet 350 Kompositionen auf. Am 26. August 2009 wurde ein neues, wissenschaftliches Werkverzeichnis – das Mendelssohn-Werkverzeichnis (MWV) – mit 750 Kompositionen in 26 Gruppen von der Mendelssohn-Forschungsstelle der Sächsischen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht. Auch die Sammelhandschriften und -drucke von Mendelssohn Bartholdys Werken sind enthalten. In einem Anhang zum Verzeichnis werden Werke mit zweifelhafter Autorenschaft und seine Bearbeitungen fremder Werke angeführt.[22]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Felix Mendelssohn Bartholdy, Rudolf Elvers (Hrsg.): Briefe. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-596-22142-0.
  •  Felix Mendelssohn Bartholdy: Briefe. Band 1: Reisebriefe von Felix Mendelssohn Bartholdy aus den Jahren 1830 bis 1832. Band 2: Briefe aus den Jahren 1833 bis 1847. Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 1997, ISBN 3-930850-68-0 (Faksimiledruck der 1861 und 1863 im Verlag Hermann Mendelssohn veröffentlichten Brief-Bände).
  •  Briefe von Felix Mendelssohn-Bartholdy an Ignaz und Charlotte Moscheles. Duncker & Humblot, Leipzig 1888 (Digitalisat).

Sekundärliteratur

  •  Yvonne Wasserloos: Im Schatten. Düsseldorfs Verhältnis zu Mendelssohn vor und nach 1945. In: Andreas Ballstaedt, Volker Kalisch, Bernd Kortländer (Hrsg.): Bürgerlichkeit und Öffentlichkeit. Mendelssohns Wirken in Düsseldorf. Schliengen/Markgräferland, ISBN 978-3-931264-62-8, S. 169–184.
  •  Johannes Forner: Das Wunder Mendelssohn: Porträt eines großen Musikers. Faber & Faber, Leipzig 2009, ISBN 978-3-86730-090-2.
  •  Martin Geck: Felix Mendelssohn Bartholdy. Rowohlt, Reinbek 2009, ISBN 978-3-499-50709-0.
  •  Matthias Falke: Felix Mendelssohn-Bartholdy: Dritte Symphonie. Norderstedt 2009, ISBN 978-3-8391-3715-4.
  •  Yvonne Wasserloos: Heros und Schandfleck. Die Denkmäler für Felix Mendelssohn Bartholdy in England und Deutschland 1860 bis 1936. In: Die Tonkunst. Nr. 3, 2009, ISSN 1863-3536, S. 467–478.
  •  Yvonne Wasserloos: Verehrung und Verfemung: Das Mendelssohn-Denkmal in Düsseldorf. In: Bernd Kortländer (Hrsg.): „Übrigens gefall ich mir prächtig hier“. Felix Mendelssohn Bartholdy in Düsseldorf. Ausstellungskatalog. Düsseldorf 2009, ISBN 978-3-936698-11-4, S. 150–163.
  •  Hans-Günter Klein (Hrsg.): Felix Mendelssohn Bartholdy. Ein Almanach. Henschel-Verlag, Leipzig 2008, ISBN 978-3-89487-619-7.
  •  Johannes Popp: Reisen zu Felix Mendelssohn Bartholdy. Stationen seines Lebens und Wirkens. Westkreuz-Verlag, Berlin/Bonn 2008, ISBN 978-3-939721-01-7.
  •  Ralph Larry Todd: Mendelssohn: Sein Leben – Seine Musik. Carus-Verlag, Stuttgart 2008 (übersetzt von Helga Beste), ISBN 978-3-89948-098-6.
  •  Hans-Günter Klein: Die Musikveranstaltungen bei den Mendelssohns – Ein „musikalischer Salon“? Die Referate des Symposions am 2. September 2006 in Leipzig. In: Hans-Günter Klein im Auftrag des Mendelssohn-Hauses (Hrsg.): Leipzig – Musik und Stadt – Studien und Dokumente. Band 2, 2006, ISBN 978-3-00-020514-9 (Mit Beiträgen von Barbara Hahn, Petra Wilhelmy-Dollinger, Wolfgang Dinglinger, Hans-Günter Klein, Ralf Wehner).
  •  Thomas Lackmann: Das Glück der Mendelssohns – Geschichte einer deutschen Familie. Aufbau-Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-351-02600-5.
  •  Thea Derado: Fanny Mendelssohn Hensel. Aus dem Schatten des Bruders. Kaufmann, Lahr 2005, ISBN 3-7806-5304-4 (Romanbiografie – schildert Felix Mendelssohn aus dem Blickwinkel seiner älteren Schwester).
  •  Yvonne Wasserloos: Damnatio memoriae. Die städtische Kulturpolitik und die Demontage des Mendelssohn-Denkmals in Leipzig. In: Sabine Mecking, Andreas Wirsching (Hrsg.): Stadtverwaltung im Nationalsozialismus. Systemstabilisierende Dimensionen kommunaler Herrschaft. Paderborn/München/Wien/Zürich 2005, ISBN 978-3-506-79608-0, S. 139–179.
  •  Silke Gömann, Universität Bonn (Hrsg.): Die Orchestersinfonien Felix Mendelssohn Bartholdys. Studien zum gegenwärtigen Fachdiskurs. Dissertation. Bonn 1999 (PDF 760 KB, http://d-nb.info/968307213/34, abgerufen am 1. Januar 2013).
  •  Eka Donner: Felix Mendelssohn Bartholdy. Aus der Partitur eines Musikerlebens. Droste, Düsseldorf 1992, ISBN 3-7700-0989-4.
  •  Eckart Kleßmann: Die Mendelssohns. Bilder aus einer deutschen Familie. Artemis, Zürich/München 1990, ISBN 3-7608-1020-9.
  •  Willi Reich (Hrsg.): Felix Mendelssohn im Spiegel eigener Aussagen und zeitgenössischer Dokumente. Manesse Verlag, Zürich 1987, ISBN 3-7175-1281-1.
  •  Heinrich Eduard Jacob: Felix Mendelssohn und seine Zeit: Bildnis und Schicksal eines Meisters. S. Fischer, Frankfurt am Main 1959 (Neuauflage: Fischer-Taschenbuch Nr. 5023; 1981, ISBN 3-596-25023-4).
  •  Hans Christoph Worbs: Mendelssohn Bartholdy (= rororo-Bildmonographie. Nr. rm 215). Rowohlt Verlag, Reinbek 1974, ISBN 3-499-50215-1.
  •  Susanna Großmann-Vendrey: Felix Mendelssohn Bartholdy und die Musik der Vergangenheit (= Studien zur Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts. Bd. 17). Gustav Bosse, Regensburg 1969.
  •  Peter Sutermeister: Felix Mendelssohn Bartholdy. Briefe einer Reise durch Deutschland, Italien und die Schweiz. Niehans, Zürich 1958.
  •  Sidney Osborne: Germany and her Jews. Soncino Press, London 1939.
  •  Salomon Wininger: Große jüdische National-Biographie. Bd. 4, 1929.
  • G. von Loeper: Mendelssohn Bartholdy, Felix. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 21, Duncker & Humblot, Leipzig 1885, S. 324–345.
  •  Johann Christian Lobe: Ein Quartett bei Goethe. In: Die Gartenlaube. 1867, S. 4–8 (Der junge Mendelssohn-Bartholdy bei Goethe – Originalzeichnung von C. Döpler).
  •  Elise Polko: Erinnerungen an Felix Mendelssohn-Bartholdy: Ein Künstler- u. Menschenleben. Brockhaus, Leipzig 1868.
  •  Robert Schumann: Erinnerungen an Felix Mendelssohn-Bartholdy. ca. 1848.
  •  Franziska Arndt, Klaus Bechstein, Sigrid Fundheller, Daniel Krebs, Regina Steindl, Wolf Mankiewicz: In: Ev. Kirchgemeinde Marien (Hrsg.): 300 Jahre Parochialkirche, Beiträge zur Geschichte. Berlin 2003.
  • Christoph Schwingenstein: Mendelssohn-Bartholdy, Felix. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 17, Duncker & Humblot, Berlin 1994, ISBN 3-428-00198-2, S. 53–58 (Digitalisat).

Romane

  •  Pierre LaMure: Jenseits des Glücks. Der romantische Lebensroman des Felix Mendelssohn-Bartholdy. Scherz Verlag, München 1987.

Mendelssohn-Studien

TV-Porträt[Bearbeiten]

  • Felix Mendelssohn Bartholdy – Der Schmerz des Glücks. Ein Komponistenleben zwischen Tragik und Triumph. 45 Minuten; Regie: Eva Jobst; MDR Fernsehen; Erstausstrahlung: 8. Februar 2009.

Weblinks[Bearbeiten]

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 Commons: Felix Mendelssohn Bartholdy – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Felix Mendelssohn Bartholdy – Quellen und Volltexte

Biographisches[Bearbeiten]

Noten und Klingendes[Bearbeiten]

Projekte und Gesellschaften[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Susanna Großmann-Vendrey: Felix Mendelssohn Bartholdy und die Musik der Vergangenheit (= Studien zur Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts, Bd. 17). Gustav Bosse, Regensburg 1969, S. 124 bzw. S. 151
  2. In einem Brief an Ignaz Moscheles vom 7. Februar 1834. In Felix Moscheles (Hrsg.): Briefe von Felix Mendelssohn-Bartholdy an Ignaz und Charlotte Moscheles. Sändig, Nendeln, 1976, ISBN 3-500-30220-3 (Reprint der Ausgabe Leipzig 1888)
  3. Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung: Gewandhaus zu Leipzig
  4. Otto Biba: Mendelssohn und Haydn. Musikblätter der Wiener Philharmoniker (2009), Folge 9, Seite 351.
  5. Brief Mendelssohns an seine Mutter vom 21. Juni 1842, zitiert nach Mendelssohn in London
  6. August Reißmann: Felix Mendelssohn-Bartholdy: sein Leben und seine Werke, Guttentag, 1872
  7. Ausstellung 2009: Der Leipziger Mendelssohn (abgerufen am 1. Mai 2014)
  8. Zeit Online (abgerufen am 1. Mai 2014)
  9. Zeit Online (abgerufen am 1. Mai 2014)
  10. dradio.de 4. November 2011: Feature
  11. Museum & Collections - What’s on. In: Royal Academy of Music. Abgerufen am 9 January 2014.
  12. Frank Berger, Christian Setzepfand: 101 Unorte in Frankfurt, S. 116 f. Societäts-Verlag, Frankfurt 2011. ISBN 978-3-7973-1248-8
  13. Stadt Frankfurt am Main, Umweltamt (Hrsg.): Die GrünGürtel Freizeitkarte. 7. Auflage, 2011
  14. www.mendelssohn-in-duesseldorf.de
  15. Nachricht vom 27. September 2012 im Online-Portal duesseldorf.de der Landeshauptstadt Düsseldorf, abgerufen am 29. September 2012. Ausführlich: Anne Monika Sommer-Bloch, Eine Rückkehr, in Kalonymos, 15. Jg. H. 12, Duisburg 2012, S. 16
  16. Lebenslauf von Wilhelm Furtwängler bei musikrezensionen.de
  17. REVERBERATIONS; Going Beyond 'Carmina Burana,' and Beyond Orff's Stigma. In: New York Times, 5. Dezember 2003
  18. Peter Hoffmann: Carl Goerdeler gegen die Verfolgung der Juden. Böhlau, 2013.
  19. Gerhard Ritter: Carl Goerdeler und die deutsche Widerstandsbewegung. DVA, 1984.
  20. http://en.wikipedia.org/wiki/Mendelssohn_Scholarship
  21. Leipziger Mendelssohn-Preis. Abgerufen am 21. April 2013.
  22. mdr.de
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Dieser Artikel wurde am 20. August 2005 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.