Jan Hoet

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jan Hoet (2005)

Jan Hoet (* 23. Juni 1936 in Löwen, Belgien; † 27. Februar 2014 in Gent, Belgien) war ein belgischer Kunsthistoriker und Ausstellungskurator.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Hoet studierte Kunstgeschichte und Archäologie. Er wurde mit dem Thema Victor Servranckx und die Ersten Abstrakten in Belgien promoviert. 1970 übernahm Hoet eine Professur für Ästhetik an der dortigen Kunstakademie. Seit 1975 leitete er das Museum van Hedendaagse Kunst in Gent. Seit 1999 war er Direktor des neu eröffneten Stedelijk Museum voor Actuele Kunst (S.M.A.K.) in Gent in Belgien.

Daneben war Hoet Kurator zahlreicher internationaler Ausstellungen für Gegenwartskunst, u. a. Chambres d'amis in Gent. Für eine gewisse Zeit wurde mit diesem Ausstellungskonzept die Grenze zwischen Kunst und Alltag aufgehoben. In Deutschland bekannt wurde er als künstlerischer Leiter der Documenta IX (1992) in Kassel. Diese in fünfjährigem Abstand stattfindende Kunstschau ist die bedeutendste Kunstausstellung weltweit. Von 2003 bis 2008 leitete er das MARTa Herford, ein Museum für zeitgenössische Kunst und Design in Herford. Bereits die erste Ausstellung verlief skandalös, weil die Kreisbehörde meinte, die Werke des ausgestellten norwegischen Künstlers Bjarne Melgaard seien jugendgefährdend.[1] Danach arbeitete er als Kurator des Projekts colossal im Osnabrücker Land.

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jan Hoet – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jan Hoet, Website des Hessischen Rundfunks vom 26. April 2007