Port Numbay

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Jayapura)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Port Numbay
Blick auf Port Numbay
Basisdaten
Staat: Indonesien
Provinz: Papua
Koordinaten: 2° 33′ S, 140° 42′ O-2.5416666666667140.70611111111Koordinaten: 2° 33′ S, 140° 42′ O
Höhe: 8 m ü. NN
Fläche: 9,4 km²
Einwohner: ca. 195.000
Port Numbay (Indonesien)
Port Numbay
Port Numbay
Port Numbay auf der Karte von Indonesien

Port Numbay ist eine indonesische Stadt auf Neuguinea; sie ist Hauptstadt der Provinz Papua und der Region West-Papua, des indonesischen Teils Neuguineas, und hat rund 195.000 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

Geographie [Bearbeiten]

Die Stadt Port Numbay liegt an der nördlichen Pazifikküste an der Yos Sudarso Bay (früher Humboldt Bay) nahe der Grenze zu Papua-Neuguinea. Sie ist Verwaltungs- und Handelszentrum, verfügt über einen Hafen und einen Flughafen und ist seit 1962 Sitz einer Universität, der Cenderawasih-(„Paradiesvogel"-)Universität. Heute stellen aus anderen Teilen Indonesiens zugewanderte Menschen rund 80 % der Bevölkerung, die Papua bilden eine Minderheit von rund 20 %.

Geschichte [Bearbeiten]

Von 1910 bis 1962 war die Stadt als Hollandia bekannt. Im Zweiten Weltkrieg war sie Sitz einer großen Marinebasis, die von den Japanern im April 1942 erobert und von den US-Amerikanern im April 1944 zurückerobert wurde. Von April 1944 bis März 1945 diente sie General Douglas MacArthur als Hauptquartier.

1945 wurde sie als Hollandia Hauptstadt von Niederländisch-Neuguinea. 1962 kam das Gebiet unter UN-Verwaltung, die Stadt wurde in Kota Baru („neue Stadt“) umbenannt; 1963 besetzte Indonesien die Region, und die Stadt wurde nach Präsident Sukarno als Sukarnopura („Sukarno-Stadt“) benannt.

Ab 1968 trug sie den Namen Jayapura („siegreiche Stadt“), bis sie anlässlich der 100-Jahr-Feier am 6./7. März 2010 offiziell in Port Numbay umbenannt wurde. Dieser Name war bereits zuvor unter Papua üblich gewesen.[1]

Auflistung der umfänglichen Namenshistorie bei den 100-Jahr-Feierlichkeiten

Im Oktober 2011 wurden bei Protesten der Papua-Bevölkerung der Provinz Hunderte verhaftet, die einen Staat West-Papua verlangten. Auf dieser Versammlung des Papua-Volkskongresses war auch eine Fahne der Separatisten-Bewegung gehisst worden.[2] Am 14. Juni 2012 erschossen indonesische Polizeikräfte bei einer versuchten Festnahme den Leiter des sezessionistischen West Papua National Committee (KNPB), Mako Tabuni, was in der Stadt zu schweren Unruhen führte.[3]

Städtefreundschaft [Bearbeiten]

Papua-Neuguinea Port Moresby, Papua-Neuguinea

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Charles E. Farhadian: Christianity, Islam, and nationalism in Indonesia, 2005, ISBN 9780415359610, S.55
  2. Unruhen in Papua in: FAZ vom 21. Oktober 2011, Seite 7
  3. Indonesien: Unruhen nach Tötung von Papua-Aktivist Tabuni, zenithonline.de vom 15. Juni 2012 (abgerufen am 15. Juni 2012).