Jayapura

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Jayapura
Jayapura (Indonesien)
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Koordinaten 2° 33′ S, 140° 42′ O-2.5416666666667140.70611111111Koordinaten: 2° 33′ S, 140° 42′ O
Symbole
Wappen
Wappen
Basisdaten
Staat Indonesien
Provinz Papua
Höhe 8 m
Fläche 935,9 km²
Einwohner 256.705 (2010[1])
Dichte 274,3 Ew./km²
Gründung 1910
Blick auf Jayapura / Port Numbay
Blick auf Jayapura / Port Numbay

Jayapura ist eine indonesische Stadt auf Neuguinea; sie ist Hauptstadt der Provinz Papua und der Region West-Papua, des indonesischen Teils Neuguineas.

Geographie[Bearbeiten]

Die Stadt Jayapura liegt an der nördlichen Pazifikküste an der Yos Sudarso Bay (früher Humboldt Bay) nahe der Grenze zu Papua-Neuguinea.

Sie ist Verwaltungs- und Handelszentrum, Sitz der römisch-katholischen Diözese Jayapura, verfügt über einen Hafen und einen Flughafen und ist seit 1962 Sitz einer Universität, der Cenderawasih („Paradiesvogel")- Universität. Von den mehr als 200.000 Einwohnern stellen aus anderen Teilen Indonesiens zugewanderte Menschen rund 80 % der Bevölkerung, die Papua bilden eine Minderheit von rund 20 %.

Geschichte[Bearbeiten]

Von 1910 bis 1962 war die Stadt als Hollandia bekannt. Im Zweiten Weltkrieg war sie Sitz einer großen Marinebasis, die von den Japanern im April 1942 erobert und von den US-Amerikanern im April 1944 zurückerobert wurde. Von April 1944 bis März 1945 diente sie General Douglas MacArthur als Hauptquartier.

1945 wurde sie als Hollandia Hauptstadt von Niederländisch-Neuguinea. 1962 kam das Gebiet unter UN-Verwaltung, die Stadt wurde in Kota Baru („neue Stadt“) umbenannt; 1963 besetzte Indonesien die Region, und die Stadt wurde nach Präsident Sukarno als Sukarnopura („Sukarno-Stadt“) benannt.

Ab 1968 trug sie den Namen Jayapura („siegreiche Stadt“).

Auflistung der umfänglichen Namenshistorie bei den 100-Jahr-Feierlichkeiten

Im Oktober 2011 wurden bei Protesten der Papua-Bevölkerung der Provinz Hunderte verhaftet, die einen Staat West-Papua verlangten. Auf dieser Versammlung des Papua-Volkskongresses war auch eine Fahne der Separatisten-Bewegung gehisst worden.[2] Am 14. Juni 2012 erschossen indonesische Polizeikräfte bei einer versuchten Festnahme den Leiter des sezessionistischen West Papua National Committee (KNPB), Mako Tabuni, was in der Stadt zu schweren Unruhen führte.[3]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.citypopulation.de abgerufen am 19. Dezember 2013
  2. Unruhen in Papua in: FAZ vom 21. Oktober 2011, Seite 7
  3. Indonesien: Unruhen nach Tötung von Papua-Aktivist Tabuni, zenithonline.de vom 15. Juni 2012 (abgerufen am 15. Juni 2012).