Jenette Goldstein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Jenette Elise Goldstein (* 4. Februar 1960 in Beverly Hills) ist eine US-amerikanische Film- und Theaterschauspielerin.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Goldstein wuchs in den Slums von Beverly Hills auf.[1] Schon in jungen Jahren entschied sie sich, Schauspielerin zu werden. Erste Erfahrungen sammelte sie im Schauspielkurs an der Beverly Hills Highschool, später an der University of California, Santa Barbara. Es folgte eine Ausbildung beim Circle in the Square Theatre in New York City.[1]

Nachdem sie einen britischen Veterinär geheiratet hatte, zog das Paar gemeinsam nach London. Dort absolvierte sie ein einjähriges postgraduales Studium an der Webber Douglas Academy of Dramatic Art.[1] Zur gleichen Zeit beschäftigte sie sich verstärkt mit Frauenbodybuilding, auf das sie zuerst in Hyam’s Gym in East London aufmerksam wurde.[1]

Ihren ersten Filmauftritt hatte Goldstein in James Camerons Science-Fiction-Film Aliens – Die Rückkehr in der sie die Elite-Soldatin Private Vasquez spielte. Beim Casting dachte sie zunächst, dass es sich um einen Film über Auswanderer (Aliens = Ausländer, Fremdling) handelte. Dort trug sie eine ärmellose Bluse und ihre gestählten Oberarme gaben schließlich den Ausschlag dafür, dass sie die Rolle der Vasquez erhielt.[1] Diese Rolle machte sie schlagartig bekannt, da sie zusammen mit Sigourney Weaver als erste Schauspielerinnen bislang Männern vorbehaltene Rollen der Actionhelden übernahmen. In einem Rückblick auf die Alien-Filme urteilte die Kritikerin Anne Blume 1998 die Rolle der Vasquez bliebe zwar weitgehend auf das Militärische reduziert, sei jedoch bemerkenswerterweise als durchtrainierte, muskelbepackte „Superamazone“ deutlich widerstandsfähiger als ihre männlichen Kameraden:

„Im weiteren Verlauf der Handlung fällt Vasquez dann die Rambo-Rolle zu (auch visuell: Stirnband, nackte Arme und jede Menge dieser lächerlich überdimensionierten Waffen vor dem Körper). Während männliche Soldaten 'weibliche' Reaktionen zeigen, indem sie angesichts der Bedrohung durch die Aliens ‘hysterisch’ werden, bleibt Vasquez absolut tough.“

Anna Blume: [2]

Goldstein selbst sah gerade Camerons Fokus auf weibliche Actionhelden als „bahnbrechend“ an[1] und verstand den Film auch immer als feministisches Werk.[3] Für ihre Rolle als Vasquez erhielt sie im selben Jahr den Saturn Award für die beste Nebendarstellerin.[4] James Cameron war von Goldsteins Arbeit begeistert und besetzte sie später erneut in seinen Filmen Terminator 2 – Tag der Abrechnung und Titanic. In Letzterem besetzte Cameron sie als irische Mutter, die als Auswanderin auf der Titanic reist – eine offensichtliche Anspielung auf das Missverständnis beim Alien-Casting.

In Star Trek: Treffen der Generationen war sie 1994 als Wissenschaftsoffizier der Enterprise B zu sehen.

Seit Ende der 1990er Jahre trat Goldstein überwiegend nur noch in TV-Serien auf. Sie übernahm auch Rollen beim Theater, so in Arthur Millers Nach dem Sündenfall (After the Fall).[5]

Im Jahr 2009 gründete sie ihr Unternehmen Jenette Bras, mit dem sie Büstenhalter in Übergrößen produziert und vertreibt.[6][7]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Jenette Goldstein Starting Over After 40: The Success Story of Jenette Bras bei aol.com, abgerufen am 18. Juli 2010.
  2. Anna Blume: Monster, Mütter, Amazonen – Ein Rückblick auf die ‘Alien’-Filme (PDF; 90 kB). in: SoZ, Nr.8, 1998; abgerufen am 18. Juli 2010.
  3. Actress Finds Feminist Fanboys in ‘Alien’ Places bei jewishjournal.com, abgerufen am 18. Juli 2010.
  4. Past Saturn Awards auf saturnawards.org, abgerufen am 18. Juli 2010.
  5. Jenette Goldsteins Biographie auf jenettegoldstein.com, abgerufen am 18. Juli 2010.
  6. About Jenette Bras, abgerufen am 18. Juli 2010.
  7. Store openings: Jenette Bras, Vamp Shoes auf latimes.com, abgerufen am 18. Juli 2010.