Jimmy Cobb

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Jimmy Cobb
Jimmy Cobb mit dem Nat Adderley Quintett, 1993

Wilbur James „Jimmy“ Cobb (* 20. Januar 1929 in Washington, D.C.) ist amerikanischer Schlagzeuger des Modern Jazz, der für seinen „gradlinigen schnörkellosen Hardbop-Stil“ [1] bekannt ist.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Als überwiegender Autodidakt brachte es Jimmy Cobb zum ältesten Stammspieler in den meisten Miles-Davis-Formationen. Ab 1946 lernte er Schlagzeug an der Armstrong High School in Boston. Er begleitete zunächst in Washington Charlie Rouse und Billie Holiday, bevor er 1951 mit Earl Bostic auf nationale Tournee ging. In den nächsten Jahren arbeitete er als Begleiter von Dinah Washington und spielte auch mit Frank Wess, Leo Parker oder Pearl Bailey. 1957 arbeitete er bei Cannonball Adderley, dann kurz bei Stan Getz und Dizzy Gillespie. Von 1958 bis 1963 arbeitete er in der Band von Miles Davis, sein Schlagzeugspiel findet sich u. a. auf historischen Aufnahmen wie „Kind of Blue“, „Sketches of Spain“, „Someday My Prince Will Come“, „Live at Carnegie Hall“, „Porgy and Bess“ und vielen anderen Miles-Davis-Aufnahmen; daneben nahm er auch mit John Coltrane auf („Giant Steps“). In den 1960ern spielte er in Clubs im Trio mit Wynton Kelly und Paul Chambers, teilweise ergänzt durch Wes Montgomery. In den 1970er Jahren begleitete er Sarah Vaughan. Anschließend war er mit Kenny Drew senior, Art Farmer, Nat Adderley, Jesse Davis oder Roman Schwaller zu hören. Wenige Tage nach seinem 75. Geburtstag entstand mit Ellis Marsalis das Album Marsalis Music Honors Jimmy Cobb mit vier Kompositionen des Schlagzeugers.

Jimmy Cobb ist der letzte verbliebene lebende Musiker, der bei den Aufnahmen zum legendären Jazz-Album „Kind of Blue“ mitwirkte.

Für 2009 erhielt er die NEA Jazz Masters Fellowship.

Diskografische Hinweise[Bearbeiten]

  • Only for the Pure of Heart (Lightyear, 1998) mit Richard Wyands
  • Yesterdays (2001)
  • Cobb's Groove (Milestone, 2003) mit Eric Alexander
  • Marsalis Music Honors Jimmy Cobb (Marsalis, 2006)
  • Cobb's Corner (2007)
  • Jazz in the Key of Blue (2009)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Beitrag von Ralf Dombrowski in Reclams Jazzlexikon Stuttgart 2003

Literatur[Bearbeiten]

  • Carlo Bohländer u.a.: Reclams Jazzführer Stuttgart 1989
  • Ian Carr: Jazz Rough Guide Stuttgart 1999
  • Wolf Kampmann (Hg.): Reclams Jazzlexikon Stuttgart 2003

Weblinks[Bearbeiten]