Johann Sebastian Bach (Maler)

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Badende Hirten in einem Wald

Johann Sebastian Bach (* 26. September 1748 in Berlin; † 11. September 1778 in Rom) war ein deutscher Zeichner und Maler.

Er war ein Sohn von Carl Philipp Emanuel Bach und somit ein Enkel des Komponisten und Thomaskantors gleichen Namens. Bach studierte u.a. bei Adam Friedrich Oeser in Leipzig. Im Mai 1773 siedelte er nach Dresden über, und im Februar 1776 verlegte er seinen Wohnsitz nach Hamburg, wo sein Vater städtischer Musikdirektor war. Im September 1776 brach er zu einer Studienreise nach Rom auf, wo er bald nach seiner Ankunft im Februar 1777 schwer erkrankte. An den Folgen dieser Krankheit, über die nichts Näheres bekannt ist, verstarb er.

Bach schuf vor allem Pinselzeichnungen von idyllischen, zumeist mit Menschen belebten Landschaften. Seine Werke lassen den Einfluss von Salomon Gessner erkennen. Gegen Ende seines Lebens wandte er sich der Darstellung des Menschen zu und gestaltete historische und mythologische Szenerien. Er schuf auch Vignetten und Illustrationen zu Werken von Gottlieb Wilhelm Rabener und Christian Felix Weiße. Zu seiner Zeit war er durchaus ein anerkannter Künstler, u. a. Lessing setzte sich für ihn ein.

Größere Sammlungen seiner Werke befinden sich in Coburg, Dresden, Hamburg, Leipzig und Wien.

Literatur[Bearbeiten]

  • Anke Fröhlich: Zwischen Empfindsamkeit und Klassizismus, Der Zeichner und Landschaftsmaler Johann Sebastian Bach der Jüngere (1748–1778), Leipzig : Evang. Verlagsanst., 2007, ISBN 978-3-374-02464-3

Weblinks[Bearbeiten]