Gottlieb Wilhelm Rabener
Gottlieb Wilhelm Rabener (* 17. September 1714 auf Rittergut Wachau (jetzt Markkleeberg) bei Leipzig; † 22. März 1771 in Dresden) war ein deutscher Schriftsteller und Publizist der Aufklärung.
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Leben [Bearbeiten]
Einer angesehenen Familie entstammend, studierte er nach dem Schulbesuch an der Fürstenschule Sankt Afra in Meißen Rechtswissenschaften und Philosophie in Leipzig. Nach Abschluss seines Studiums war er als Steuereintreiber und ab 1741 als Steuerrevisor in Leipzig tätig. Im Jahr 1753 wurde er im Rahmen seiner dienstlichen Tätigkeit als Referent nach Dresden berufen.
Bereits während seiner Zeit in Leipzig schrieb er Artikel für verschiedene Zeitschriften, meist in satirischer oder essayistischer Form. Er wurde wegen seines Schreibstils oft der „deutsche Swift“ genannt, obwohl er sich später dem Stil der englischen Wochenzeitschriften annäherte.
Rabeners Prosasatire in Form von kurzen Romanen, Briefen, Gedichten, sowie Sprichwörtern, in denen er menschliches Fehlverhalten aber auch gesellschaftliche Missstände des Bürgertums satirisch aufbereitete, wurde vielfach in Zeitschriften publiziert. Seine Veröffentlichungen gab er in den 1750er-Jahren unter dem Titel Sammlung satirischer Schriften als Sammlung heraus, die letztlich vier Bände umfassen sollte. Diese Publikation erfuhr innerhalb weniger Jahre mehrere Auflagen und erschienen ebenso unter anderem auf Dänisch, Französisch, Englisch und Schwedisch.
Gottlieb Wilhelm Rabener verstarb 1771 in Dresden, nachdem auch ein Kuraufenthalt in Karlsbad seiner angeschlagenen Gesundheit nicht helfen konnte. Er wurde auf dem ersten Johannisfriedhof beerdigt. Sein Grab ist nicht erhalten. Rabener ist heute in Vergessenheit geraten. In Dresden sind die Adressen der Finanzämter II und III nach dem Steuereintreiber benannt: Rabenerstraße 1.
Werke [Bearbeiten]
- Gottlieb Wilhelm Rabeners Satiren. Dyck, Leipzig 1755 digitalisiert
- 1. Band, 2. Aufl., 1755 (PDF; 67,6 MB)
- Zweyter Theil, 1755 (PDF; 72,3 MB)
- Dritter Theil, 1755 (PDF; 103 MB)
- Vierter und letzter Theil, 1755 (PDF; 152 MB)
- Aus den Satiren Gottlieb Wilhelm Rabeners: Antons Panßa von Mancha & Abhandlung von Sprüchwörtern. Hg. und Nachwort von E. Theodor Voss. Ulrich Keicher, Warmbronn 2011, ISBN 9783943148015
Briefe [Bearbeiten]
- Gottlieb Wilhelm Rabener. Briefwechsel und Gespräche. Hg. von E. Theodor Voss unter Mitarbeit von Jan Müller. Wallstein, Göttingen 2012, ISBN 9783835309913
Literatur [Bearbeiten]
- Daniel Jacoby: Rabener, Gottlieb Wilhelm. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 27, Duncker & Humblot, Leipzig 1888, S. 78–85.
- Armin Biergann: Gottlieb Wilhelm Rabeners Satiren. Phil. Diss. Köln 1961 (217 Seiten).
- Jürgen Jacobs: Rabener, Gottlieb Wilhelm. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 21, Duncker & Humblot, Berlin 2003, ISBN 3-428-11202-4, S. 68 f. (Digitalisat).
- Theodor Voss: Rabener, Gottlieb Wilhelm. In: Walther Killy (Hrsg.): Literaturlexikon. Autoren und Werke deutscher Sprache. Bertelsmann-Lexikon-Verlag, Gütersloh, München 1992, Band 9, S.260ff.
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Gottlieb Wilhelm Rabener im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Werke von Gottlieb Wilhelm Rabener. In: Zeno.org.
- Biographie von rasscass
- Digitalisat von Bd. 7 der Satiren
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rabener, Gottlieb Wilhelm |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schriftsteller und Publizist der Aufklärung |
| GEBURTSDATUM | 17. September 1714 |
| GEBURTSORT | Gut Wachau (jetzt Markkleeberg) bei Leipzig |
| STERBEDATUM | 22. März 1771 |
| STERBEORT | Dresden |