Johanna Geisler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Johanna Geisler (eigentlich Johanne Elisabeth Meyer, * 28. Mai 1888 in Hannover; † 3. November 1956 in München) war eine deutsche Sängerin (Sopran) und Schauspielerin. Sie trat auch unter dem Pseudonym Johanna/Hanne Klee auf.

Leben[Bearbeiten]

Johanna Geisler wurde 1888 als Tochter einer ledigen Näherin mit Nachnamen Meyer in Hannover geboren. Von ihren späteren Pflegeeltern übernahm sie deren Nachnamen Geisler. Mit vierzehn Jahren ging sie zum Theater. Sie wurde Chorsängerin am Opernhaus Hannover, dann in Dessau und in Wiesbaden. Johanna Geisler arbeitete sich zur Solistin empor und wurde schließlich eine gefeierte Soubrette in Mainz.

An der Kölner Oper bewährte sich Johanna Geisler in großen Rollen und mit einem weiten Repertoire. Anfang 1917 dirigierte dort Otto Klemperer den Fidelio, in dem sie die Rolle der Marzelline sang. 1919 heiratete sie den bedeutenden Dirigenten und hatte mit ihm zwei Kinder, den Schauspieler Werner Klemperer (1920–2000) und Lotte Klemperer (1923–2003).

Johanna Geisler versuchte sich auch als Schauspielerin, jedoch mit nur mäßigem Erfolg; 1928 in Coburg als Amalie in Schillers Räubern und 1929 ein kleiner Auftritt in Wilhelm Dieterles letzten Stummfilm Ludwig der Zweite, König von Bayern.

Von ihrer Stimme existiert lediglich eine (unvollständig erhaltene) Rundfunkaufnahme: im Dezember 1932 sang sie unter der Leitung von Erich Kleiber die Partie des alten Weibes in der Oper Das Höllisch Gold von Julius Bittner.

Gesangsrollen (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]