John C. Houbolt

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John C. Houbolt

John Cornelius Houbolt (* 10. April 1919 in Altoona, Iowa) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Flugzeugingenieur.[1]

Nachdem er 1942 seinen Master im Bauingenieurwesen an der University of Illinois at Urbana-Champaign erworben hatte, begann er am Langley Research Center der NASA (LaRC) und forsche zur Stabilität und Dynamik von Flugzeugstrukturen. Zwischen 1945 und 1963 lehrte er an der University of Virginia. Nachdem er 1949 für ein halbes Jahr im englischen Royal Aircraft Establishment in Farnborough als Austauschwissenschaftler gedient hatte, wurde er am LaRC Associate chief der Dynamic Loads Division und forschte zu Elastizitätsproblemen von Flugzeugen und Raumfahrzeugen. 1956/57 erwarb er an der ETH Zürich seinen Ph.D. in Technical Sciences. 1961 wurde er am LaRC Chef der Theoretical Mechanics Division und forschte zu speziellen Problemen des Raumflugs, wie Rendezvous, Kommunikationssatelliten und Dynamik von Trägerraketen. Von 1963 bis 1975 wurde er bei der Aeronautical Research Associates of Princeton, Inc. Senior Vice President und Senior Consultant. Anschließend war er bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1985 wieder bei LaRC Chief Aeronautical Scientist.

Der russische Mechaniker Juri Kondratjuk hatte 1917 eine Idee zu einem Rendezvous in einer Mondumlaufbahn, die Hermann Oberth 1929 wieder aufgegriffen hatte und 1948 vom Mitglied der British Interplanetary Society Harry E. Ross verfeinert wurde. Houbolt war von der Idee begeistert und als es am LaRC um die Frage ging, mit welcher Methode die bemannte Mondlandung verwirklicht werden sollte, vertrat er sie gegen alle Widerstände. Mit einem Brief im November 1961 an den stellvertretenden Leiter der NASA, Robert Seamans konnte er sie durchsetzen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://archives.library.illinois.edu/ead/ua/2620117/2620117f.html