John Ross (Polarforscher)
Sir John Ross (* 24. Juni 1777 in Balsarroch, Wigtownshire, Schottland; † 30. August 1856 in London) war britischer Konteradmiral und Polarforscher.
Leben [Bearbeiten]
1818 begab er sich mit den Schiffen Isabella und Alexander auf die Suche nach der Nordwestpassage. Dabei entdeckte er das Kap Alexander sowie das Kap Isabella, die er nach seinen beiden Schiffen benannte, und den Thulebezirk Grönlands. Seine Expedition nahm zum ersten Mal in der Geschichte der westlichen Zivilisation Kontakt zu den Polareskimos (Inughuit) auf. Die Irrtümer, dass der Smith- und der Lancastersund nur Buchten seien, erwiesen sich als folgenreich für seine Laufbahn. Er wurde seiner Kommandobefugnisse enthoben.
1829 organisierte er privat eine weitere Expedition, die hauptsächlich von dem Brauereibesitzer und später nobilitierten Baron Felix Booth (1775–1850) finanziert wurde. Nach viermaliger Überwinterung und der Entdeckung des magnetischen Nordpols durch seinen Neffen James Clark Ross im kanadischen arktischen Archipel wurden sie, von der mittlerweile als Walfänger operierenden Isabella, 1833 zurück nach England gebracht. Die Boothia Peninsula und die King-William-Insel zählen zu den Entdeckungen dieser 2. Expedition von John Ross.
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über John Ross im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Eintrag in der Classic Encyclopedia (englisch)
- Capitain Sir John Ross zweite Entdeckungsreise nach den Gegenden des Nordpols, 1829–1833. Dritter Teil
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ross, John |
| KURZBESCHREIBUNG | schottischer Polarforscher |
| GEBURTSDATUM | 24. Juni 1777 |
| GEBURTSORT | Balsarroch, Wigtownshire, Schottland |
| STERBEDATUM | 30. August 1856 |
| STERBEORT | London |