Konteradmiral

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Deutsche Marine, Konteradmiral
Ärmelabzeichen der Jacke (Dienstanzug) eines Konteradmirals der Deutschen Marine (Truppendienst) Deutsche Marine-Flagge Konteradmiral.svg

Dienstgradabzeichen Ärmelstreifen/ Kommandoflagge

Dienstgradgruppe Flaggoffiziere/ Admiralität
NATO-Rangcode OF-7
Dienstgrad Heer/Luftwaffe Generalmajor
Dienstgrad Marine Konteradmiral
Abkürzung (in Listen) KAdm (KADM)
Besoldungsgruppe B7 nach BBesO

Konteradmiral (ursprünglich: Kontreadmiral; englisch: Rear Admiral; französisch: contre-amiral) ist eine Dienstgradbezeichnung für einen Flaggoffizier in der Marine.

Etymologie[Bearbeiten]

Die Bezeichnung Konteradmiral ist die deutsche Entsprechung des französischen Contre-amiral. Ursprünglich wurde das französische contre verwendet, was zum 1. Januar 1899 offiziell als Konter eingedeutscht wurde.

Der Admiral als Befehlshaber einer Flotte fuhr in der Regel in der Mitte des Verbandes. Sein erster Stellvertreter, der Vizeadmiral, unterstützte ihn an der Spitze des Verbandes, während ihm am Ende ein Konteradmiral zur Seite stand. Wenn der Verband gegen (frz. contre) die ursprüngliche Richtung operierte, befand sich der Konteradmiral an der Spitze. In den angloamerikanischen Seestreitkräften wird der Rang als rear admiral bezeichnet, abgeleitet von seiner rückwärtigen Position am Ende (rear) der Flotte (vgl. auch Arrièregarde, französisch für Nachhut).

Im Niederländischen hatte der Konteradmiral zunächst die Bezeichnung Schoutbynacht, diese Bezeichnung ging als Lehnswort auch in die dänisch-norwegische und schwedische Marine ein, ehe sie auch dort ab 1771 durch Konteradmiral ersetzt wurde.

Österreich (-Ungarn)[Bearbeiten]

Bei der k.u.k. Kriegsmarine lautete die Bezeichnung, abgeleitet aus dem Französischen, „Kontreadmiral“.

K.u.K. Kontreadmiral


Deutsche Kriegsmarine[Bearbeiten]

In der Deutschen Kriegsmarine bezeichnete der Konteradmiral den niedrigsten Admiralsrang.

Dienstgrad
niedriger:
Kommodore

Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge)
Konteradmiral
höher:
Vizeadmiral


Siehe hier

Bildtafel, Dienstgrade der Kriegsmarine

Volksmarine[Bearbeiten]

(1)
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Der Konteradmiral war in der Volksmarine der DDR der niedrigste Dienstgrad im Admiralsrang und vergleichbar dem Einsterngeneralsrang (NATO-Rangcode OF-6). Er entsprach dem Generalmajor der NVA. Das Dienstgradabzeichen bestand aus Schulterstücken mit marineblauem Untergrund und darauf einer geflochtenen gold-silbernen Schnur, auf der ein fünfeckiger silberfarbener Generalsstern („Pickel“) angebracht war. Schulterstücke wurden zu allen Uniformteilen getragen.

Das Ärmelabzeichen bestand aus einem breiten gelbfarbigen Streifen und einem weiteren einfachen Streifen. Darüber war ein fünfzackiger Stern angebracht, in dessen Innerem sich das Wappen der DDR befand. Im Unterschied zu allen übrigen deutschen Marinestreitkräften bedeckten die Ärmelabzeichen nur zu ca. 40 % den Ärmelumfang.

Die Admiralskragenspiegel zeigten eine goldfarbene Ranke, die am unteren Ende einen Winkel von 90° aufwies. Das Mützenabzeichen entsprach dem des Konteradmirals der Deutschen Marine.

Die nebenstehende Abbildung zeigt beispielhaft die Ranginsignien: Admiralsarbesken (1), Schulterstück (2), Ärmelstreifen (3), Lampassen (4) und die zugehörige Kommandoflagge (5).

Dienstgrad
niedriger:
Kapitän zur See

Flag of warships of VM (East Germany).svg
Konteradmiral
höher:
Vizeadmiral


Dienstgrade der Nationalen Volksarmee, Volksmarine

Deutsche Marine[Bearbeiten]

Der Konteradmiral ist der dritthöchste der vier Admiralsränge der Bundeswehr. Dieser Dienstgrad entspricht in anderen Teilstreitkräften der Bundeswehr dem Generalmajor. Im Sanitätsdienst der Bundeswehr ist der Admiralstabsarzt der entsprechende Dienstgrad.

Die Dienstgradabzeichen des Konteradmirals, die auf beiden Unterärmeln des Dienstjacketts getragen werden, bestehen aus einem goldgelben Breitstreifen, einem weiteren goldgelben Streifen von einfacher Breite und einem fünfzackigen Stern. Der Mützenschirm zeigt eine doppelte, gegeneinander gerichtete Eichenlaubranke aus goldfarbenem, handgesticktem Metallgespinst. Der Konteradmiral wird nach der Bundesbesoldungsordnung (BBesO) mit B7 besoldet.

Der Konteradmiral wird zumeist als Flottenbefehlshaber oder Amtschef, aber auch in vielen anderen Admiralsverwendungen in allen Führungsgrundgebieten auf allen Führungsebenen eingesetzt. Die Anrede lautet Herr/Frau Admiral.

Soldaten in diesem Dienstgrad können innerhalb der durch die Vorgesetztenverordnung (VorgV) gesetzten Grenzen Mannschaften, Unteroffizieren ohne Portepee, Unteroffizieren mit Portepee, Leutnanten, Hauptleuten und Stabsoffizieren Befehle erteilen.

In der NATO hat der Konteradmiral den NATO-Rangcode OF-7.

Vereinigte Staaten[Bearbeiten]

Rear Admiral (lh)
Rear Admiral (uh)

Die US Navy und die US Coast Guard, sowie die uniformierten Corps des United States Public Health Service und der National Oceanic and Atmospheric Administration unterscheiden zwei Dienstgrade, den Rear Admiral (lower half), entspricht dem deutschen Flottillenadmiral, und den Rear Admiral (upper half), welcher dem deutschen Konteradmiral entspricht.

Diese Praxis wurde im späten 19. Jahrhundert aufgenommen, als die Rear Admirals der US Navy und der US Coast Guard auf der Beförderungsliste eine Seniorität bekamen. Obwohl alle den gleichen Rang hatten, wurden die Rear Admirals auf der oberen Hälfte der Beförderungsliste (upper half) höher besoldet.

1943 wurde der Dienstgrad des Commodore für die Dauer des Zweiten Weltkrieges wieder eingeführt und 1952 formell wieder abgeschafft. Mit dem Defence Officer Personnel Management Act von 1982 lebte der Dienstgrad unter der neuen Bezeichnung „Commodore Admiral“ wieder auf. Schon 1983 wurde der Dienstgrad wieder in „Commodore“ abgeändert, um dann 1986 erneut geändert zu werden. Er lautet seitdem „Rear Admiral (lower half)“.

Die Anrede ist bei beiden Dienstgraden „Rear Admiral“. Im Schriftverkehr ist die Listenabkürzung für den Rear Admiral (lh) „RDML“ und für den Rear Admiral (uh) „RADM“ bzw. wird dem ausgeschriebenen „Rear Admiral“ jeweils ein (lh) oder (uh) nachgestellt, um ihre Seniorität zu belegen.

Siehe auch[Bearbeiten]