Josef Hornauer

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Josef Hornauer (* 14. Januar 1908 in München; † 12. Dezember 1985 ebenda) war ein deutscher Fußball-Stürmer. Er galt als technisch begabt und hatte einen guten Schuss.

Seinen Einstand in der deutschen Nationalmannschaft gab er 1928, als er, damals für den TSV 1860 München spielend, drei Länderspiele absolvierte. Beim ersten Länderspiel gegen die Schweiz traf er und das Spiel wurde 3:2 gewonnen. So durfte er dann auch am olympischen Fußballturnier in Amsterdam teilnehmen. Auch hier hieß der erste Gegner Schweiz. Hornauer schoss erneut ein Tor und die deutsche Nationalmannschaft gewann 4:0. Dann folgte allerdings das unglückliche Auftreten gegen Uruguay. Das Spiel ging mit 1:4 verloren und die Begleitumstände (Platzverweis für Hans Kalb und Richard Hofmann sowie die Verletzungen von Josef Pöttinger, Heinrich Weber und Heinrich Stuhlfauth) ließen das Spiel als die Schmach von Amsterdam in die Annalen eingehen.

Hornauer (5.v.r.) vor dem Länderspiel gegen Italien

Ein Jahr später hatte er den Verein gewechselt und trat nun für den 1. FC Nürnberg an und gehörte der schon fast legendären Mannschaft an, die gegen den Olympiadritten Italien in Turin 2:1 gewann. Hornauer steuerte erneut einen Treffer bei. In der Hölle von Turin war es aber hauptsächlich Heinrich Stuhlfauth zu verdanken, der an diesem Tage über sich hinauswuchs und alle italienischen Chancen vereitelte. Mit diesem Sieg verschaffte sich der deutsche Fußballsport jedoch endgültige Anerkennung und Beachtung.

Hornauer aber kam nur noch einmal in der Nationalmannschaft zum Einsatz. 1931 verlor man gegen das Wunderteam von Österreich unter der Führung von Matthias Sindelar 5:0, wohl mit ein Grund, weshalb Hornauer nicht mehr berufen wurde.

Hornauer wechselte danach wieder zu 1860 München. Das Ende seiner Karriere indes verlief spektakulär. Mit nicht einmal 24 Jahren war das Kapitel Fußball für ihn erledigt, als ihm der Spieler Max "Mucki" Eiberger einmal vorgezogen wurde. Er machte von einem auf den anderen Tag Schluss. Laut Gerüchten konnte er es nicht verwinden, dass ihm ein anderer vorgezogen wurde. Tatsächlich hätte er sonst seinen Arbeitsplatz verloren.