Joseph Alston

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Dieser Artikel behandelt den US-amerikanischen Politiker. Für den Badmintonspieler siehe Joe Alston.
Joseph Alston

Joseph Alston (* um 1779 in All Saints Parish, South Carolina; † 19. September 1816 in Charleston, South Carolina) war ein amerikanischer Politiker und von 1812 bis 1814 Gouverneur von South Carolina.

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Das genaue Geburtsdatum von Joseph Alston ist unbekannt. Die Quellen gehen aber von 1779 als seinem Geburtsjahr aus. Bis 1796 besuchte er das College of New Jersey, die spätere Princeton University, wo er aber keinen Abschluss machte. Danach studierte er bei Edward Rutledge Jura und wurde 1799 als Rechtsanwalt zugelassen. Seine Hauptaugenmerk lag neben der Politik auf der Führung seiner Plantage.

Politische Karriere[Bearbeiten]

Seine politische Laufbahn begann im Jahr 1802 mit seiner Wahl in das Abgeordnetenhaus von South Carolina. Dieses Mandat behielt er zunächst bis 1803. Zwischen 1805 und 1812 war er ununterbrochen Mitglied dieses Gremiums, zuletzt als Sprecher des Hauses. Alston war Mitglied der Demokratisch-Republikanischen Partei, die von Thomas Jefferson angeführt wurde. Diese Partei nominierte ihn im Jahre 1812 für das Amt des Gouverneurs und das mehrheitlich von seiner Partei dominierte Abgeordnetenhaus wählte ihn anschließend in dieses Amt.

Gouverneur von South Carolina[Bearbeiten]

Seine Amtszeit dauerte genau zwei Jahre und begann am 1. Dezember 1812. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit wurde am 19. Dezember 1812 die Bank of South Carolina gegründet. Überschattet wurde seine Regierung vom Krieg gegen England. Hierbei kam es zu einem Konflikt zwischen der National Garde (Miliz) und dem Gouverneur. Einige Mitglieder der Truppe weigerten sich, sich den Befehlen des Gouverneurs und der regulären Armee zu unterstellen. Als sich keine Lösung der Krise abzeichnete, löste Alston die Truppe komplett auf. Nun stieg aber die Besorgnis in South Carolina, dass man nun schutzlos eventuellen britischen Angriffen ausgeliefert sei. Daher gab man dem Gouverneur nach. Er erhielt den Oberbefehl über die wieder ins Leben gerufene Truppe. Die ganze Affäre hatte ihm allerdings einen gewaltigen Prestigeverlust eingebracht.

Weiteres Schicksal[Bearbeiten]

Schon vor dem Ende seiner Amtszeit am 1. Dezember 1814 musste Alston einige Schicksalsschläge hinnehmen. Am 30. Juni 1812 war sein Sohn verstorben und seine Frau Theodosia verschwand um die Jahreswende 1812/13 auf ungeklärte Weise zusammen mit dem Schiff „Patriot", das wahrscheinlich unterging. Von diesen beiden Schicksalsschlägen hatte er sich nicht mehr erholt. Er starb im September 1816. Erwähnenswert ist noch, dass seine Frau Theodosia die Tochter von Aaron Burr war, der von 1801 bis 1805 unter Jefferson Vizepräsident der Vereinigten Staaten gewesen war.

Literatur[Bearbeiten]

  • Robert Sobel und John Raimo (Hrsg.): Biographical Directory of the Governors of the United States, 1789-1978. Band 4. Meckler Books, Westport, CT, 1978. 4 Bände.

Weblinks[Bearbeiten]