Arnoldus Vanderhorst

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Arnoldus Vanderhorst (* 21. März 1748 im Christ Church Parish, South Carolina; † 29. Januar 1815 in Charleston, South Carolina) war ein US-amerikanischer Politiker und Gouverneur des Bundesstaates South Carolina.

Aufstieg[Bearbeiten]

Arnoldus Vanderhorst wuchs auf einer Baumwollplantage auf. Er nahm als Offizier am Unabhängigkeitskrieg teil. Politisch gehörte er der Partei der Föderalisten an. In den Jahren 1785 und 1791 war er Bürgermeister von Charleston. Zwischen 1776 und 1780 saß er als Abgeordneter im Repräsentantenhaus von South Carolina; von 1780 bis 1786 gehörte er dem Staatssenat an.

Gouverneur von South Carolina[Bearbeiten]

1794 wurde Vanderhorst zum Gouverneur von South Carolina gewählt. Seine Amtszeit begann am 1. Dezember des Jahres und endete zwei Jahre später am 1. Dezember 1796. Als Gouverneur liberalisierte er das drastische Strafrecht in South Carolina. Der Grund hierfür war die Tatsache, dass aufgrund der Schärfe der Gesetze die Geschworenen oftmals mit Freisprüchen urteilten, obwohl die Angeklagten schuldig waren. Die vorgeschriebenen Strafen wurden einfach als nicht angemessen erachtet. Außerdem trat der Gouverneur für eine Reform des Gefängniswesens ein. Das beherrschende Thema jener Tage war aber ein von John Jay geschlossener Vertrag mit Großbritannien, der in South Carolina heftig umstritten war, weil man die eigenen wirtschaftlichen Interessen in dem Vertrag nicht ausreichend vertreten sah. Dabei ging es vor allem um die Verschiffung der Baumwolle nach England, ein für die Wirtschaft von South Carolina lebenswichtiger Punkt. Die Diskussion um diesen Vertrag führte zu einem Prestigeverlust der Föderalistischen Partei und ihrer Politiker. Hinzu kam noch ein Gegensatz innerhalb des Landes zwischen den reichen Pflanzern im Osten und der benachteiligten Bevölkerung im Westen von South Carolina. Aus dieser Situation konnten die Anhänger von Thomas Jefferson profitieren, zu denen sich nun auch Charles Pinckney bekannte, der dann 1796 zu Vanderhorsts Nachfolger gewählt wurde. Auf Bundesebene setzte sich der Machtverlust der Föderalisten fort und führte im Jahr 1800 zur Wahl Jeffersons zum US-Präsidenten.

Weiterer Lebenslauf[Bearbeiten]

Nach dem Ende seiner Amtszeit zog sich Vanderhorst auf seine Baumwollplantage zurück. Er starb im Januar 1815. Er war mit Elizabeth Raver verheiratet, mit der er vier Kinder hatte.

Literatur[Bearbeiten]

  • Robert Sobel und John Raimo (Hrsg.): Biographical Directory of the Governors of the United States, 1789-1978. Band 4. Meckler Books, Westport, CT, 1978. 4 Bände.
  • The National Cyclopaedia of American Biography. Vol. 12. James T. White & Company, New York

Weblinks[Bearbeiten]