Julie Walters

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Julia „Julie“ Mary Walters, CBE (* 22. Februar 1950 in Smethwick, West Midlands, England) ist eine britische Schauspielerin. Walters tauchte immer wieder in Komödien auf, unter ihren Filmen finden sich aber auch zahlreiche Charakterrollen. Sie gilt als eine der beliebtesten Schauspielerinnen Großbritanniens.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Erste Erfolge feierte Walters ab 1982 an der Seite von Comedian Victoria Wood in der Fernsehserie Wood and Walters. Nach dem Buch von Wood entstand 1986 auch die Persiflage Acorn Antiques, in der Walters als „Mrs. Overall“ eine ihrer bekanntesten Fernsehrollen spielte.

Ihre erste ernste Rolle im Fernsehen spielte sie 1980 in der mehrfach ausgezeichneten Serie Boys from the Blackstuff. Auf der Filmleinwand gelang Walters der Durchbruch 1983 mit der Hauptrolle in Rita will es endlich wissen. An der Seite von Michael Caine spielte sie eine junge Friseuse, die sich an der Offenen Universität einschreibt, um ihren Abschluss nachzuholen. Für diese Darstellung wurde sie 1984 mit einem Golden Globe sowie einem BAFTA-Award als „Beste Schauspielerin“ ausgezeichnet und für einen Oscar nominiert. Ihre Leistung in Personal Service (1987) wurde mit einer BAFTA-Nominierung gewürdigt.

2001 verlieh man ihr den Laurence-Olivier-Award für ihre Rolle in Arthur Millers Alle meine Söhne. Ebenfalls 2001 gewann sie ihren zweiten BAFTA-Award für ihre Nebenrolle als Ballettlehrerin in Stephen Daldrys Billy Elliot (2000). Für diese Rolle erhielt sie auch ihre zweite Oscar-Nominierung.

Dem jungen Publikum ist die Schauspielerin vor allem als Molly Weasley in den Verfilmungen von Harry Potter und der Stein der Weisen (2001), Harry Potter und die Kammer des Schreckens (2002), Harry Potter und der Gefangene von Askaban (2004), Harry Potter und der Orden des Phönix (2007), Harry Potter und der Halbblutprinz (2009), Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1 (2010) und Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 2 bekannt.

In der Verfilmung des ABBA-Musicals Mamma Mia! aus dem Jahr 2008 spielt, singt und tanzt sie an der Seite von Meryl Streep und Christine Baranski in der Rolle der Rosie. Für ihre Verdienste um das britische Theater bekam Julie Walters 1999 den Orden Officer of the Order of the British Empire verliehen. Im Jahr 2008 erhielt sie die höhere „Commander“-Abstufung dieses Ordens.

Im Oktober 2008 veröffentlicht Walters ihre Autobiografie, in der sie unter anderem von sexuellem Missbrauch im Kindesalter berichtet.[1]

Seit 1997 ist sie mit Grant Roffey verheiratet, mit dem sie eine Tochter hat.[2]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Walters 'was assaulted aged 10' bei BBC News, 4. August 2008 (aufgerufen am 5. August 2008)
  2. Eintrag bei filmreference.com