Kamień Krajeński

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Kamień Krajeński
Wappen von Kamień Krajeński
Kamień Krajeński (Polen)
Kamień Krajeński
Kamień Krajeński
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kujawien-Pommern
Landkreis: Sępólno Krajeńskie
Fläche: 3,65 km²
Geographische Lage: 53° 32′ N, 17° 32′ O53.53194444444417.528611111111Koordinaten: 53° 31′ 55″ N, 17° 31′ 43″ O
Einwohner: 2358
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 89-430
Telefonvorwahl: (+48) 52
Kfz-Kennzeichen: CSE
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK25 BoboliceBydgoszcz
Nächster int. Flughafen: Bydgoszcz
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 13 Schulzenämter
Fläche: 163,21 km²
Einwohner: 7028
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 43 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0413013
Verwaltung (Stand: 2008)
Bürgermeister: Wojciech Głomski
Adresse: Plac Odrodzenia 3
89-430 Kamień Krajeński
Webpräsenz: www.kamienkrajenski.pl

Kamień Krajeński (deutsch Kamin in Westpreußen) ist eine Stadt in Polen in der Wojewodschaft Kujawien-Pommern. Die Stadt mit 2.300 Einwohnern ist Sitz einer Stadt- und Landgemeinde im Powiat Sępoleński.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Kamień Krajeński liegt im Nordwesten der Wojewodschaft Kujawien-Pommern an der Grenze zur Wojewodschaft Pommern in der Krajna. Im Nordosten wird die Stadt von dem See Mochel begrenzt. Südlich befindet sich der, kleinere, See Brzuchowo.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 1107. Ab dem 13. Jahrhundert gehörten die Ortschaft sowie die Umgebung zum Erzbistum Gnesen. Am 11. Juni 1359 wurde dem bis dahin Wawrzyszkowo (Wawrzyszkowice) genannten Dorf auf Initiative des Erzbischofs Jarosław Bogoria das Stadtrecht nach Magdeburger Recht verliehen. Kasimir der Große bestätigte das Recht am 25. Juni 1360. In der Urkunde wird der Ort als Kamień bezeichnet.

Zu der Ortschaft gehörte eine Fläche von 10 Hufen, etwa 168 Hektar. 1597 gehörten zur Ortschaft 41 Hufen, wovon vier dem Pfarrer gehörten. Nach der Erhebung zur Stadt eine Burganlage mit Wehrtürmen errichtet welche bis 1721 Bestand hatten. Bei der Ersten Teilung Polens wurde Kamień Krajeński Teil des preußischen Netzedistrikts. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Ort Teil des wiederentstandenen Polens. Im September 1939 wurde die Stadt von der deutschen Wehrmacht mit Artillerie und Flugzeugen angegriffen und besetzt. 1945 marschierte die Rote Armee ein und in der Folge des Krieges wurde Kamień Krajeński Teil der Volksrepublik Polen.

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten]

Jahr Anzahl Bemerkungen
1783 521 meist Katholiken[2]
1805 743 darunter 580 Christen und 163 Juden[3]
1831 756 meist Katholiken, 25 % Juden[4]
1853 1.048 darunter 895 Christen und 153 Juden[3]
1910 1.547 darunter 1.312 Deutsche[5]
1921 1.501[5]
1943 1.622[5]
2012 2.361 Stand vom 30. Juni 2012[6]

Name[Bearbeiten]

Der Name des Ortes war ursprünglich Wawrzyszkowo bzw. Wawrzyszkowice. 1360 wird der Ort in der Urkunde Kasimir des Großen als Kamień bezeichnet. 1370 erfolgte die Schreibweise als Kamyn, 1374 und 1384 Camen. Urkunden von 1381 bis 1385 sowie von 1596 bezeichnen den Ort abwechselnd als Camień, Camina und Camyn. Während der polnischen Teilung waren Cammin und Kamin die genutzten Bezeichnungen. Nach der Wiederentstehung des unabhängigen Polens wurde der Ort Kamień Pomorski und nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Kamień Krajeński genannt.[7]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Die Kirche der Heiligen Petrus und Paulus
  • Die Kirche der Heiligen Petrus und Paulus
  • Die alte Stadtmauer, errichtet nach 1395. 1997 bis 1998 wurde die Stadtmauer restauriert.


Gmina[Bearbeiten]

Zur Stadt- und Landgemeinde mit einer Fläche von 163,21 km² und 7.000 Einwohnern gehören folgende 13 Schulzenämter; Dąbrowa, Dąbrówka, Duża Cerkwica, Jerzmionki, Mała Cerkwica, Niwy, Nowa Wieś, Obkas, Orzełek, Płocicz, Radzim, Witkowo und Zamarte.

polnischer Name deutscher Name
(1772-1920)
deutscher Name
(1939-45)
Dąbrowa Dombrowo Eichsiedel
Dąbrówka Damerau Bergdamerau
Duża Cerkwica Groß Zirkwitz Großzirkwitz
Jerzmionki Harmsdorf Harmsdorf
Mała Cerkwica Klein Zirkwitz Kleinzirkwitz
Niwy Blumfelde Blumfelde
Nowa Wieś Neuhof Jakobshöfe
Obkas Obkaß Oberwalden
Orzełek Wordel Wordel
Płocicz Plötzig Plötzig
Radzim Resmin Resmin
Witkowo Wittkau Wittkau
Zamarte Gut Jakobsdorf
1909-20 Bonstetten
Bonstetten

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Kamień Krajeński verläuft von Nordwesten nach Südosten die Landesstraße 25 (droga krajowa 25).

Der nächste internationale Flughafen ist der 60 Kilometer südöstlich gelegene Ignacy-Jan-Paderewski-Flughafen Bydgoszcz

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst Bahr: Kamin in Westpreußen. In: Handbuch der historischen Stätten: Ost- und Westpreußen. Kröner, Stuttgart 1981, ISBN 3-520-31701-X, S. 96.

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 3. Juli 2014.
  2. Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Part II: Topographie von West-Preussen, Marienwerder 1789 , S. 99–100.
  3. a b F. W. F. Schmitt: Topographie des Flatower Kreises. In: Preußische Provinzialblätter, Andere Folge, Vol. VII, Königsberg 1855, S. 116.
  4. August Eduard Preuß: Preußische Landes- und Volkskunde. Königsberg 1835, S. 383, Nr. 15.
  5. a b c Handbuch der historischen Stätten: Ost- und Westpreußen. Kröner, Stuttgart 1981, ISBN 3-520-31701-X, S. 96.
  6. http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/l_ludnosc_stan_struktura_30062012.pdf
  7. Website der Stadt Kamień Krajeński, Historia Miasta, 2. Sept. 2008