Karl-Heinz Kämmerling

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Karl-Heinz Kämmerling (2007)

Karl-Heinz Kämmerling (* 6. Mai 1930 in Dessau; † 14. Juni 2012 in Hannover) war ein deutscher Klavierpädagoge.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Kämmerling studierte in Leipzig bei Anton Rohden und Hugo Steurer. Später lehrte er als Professor für Klavier an der Universität Mozarteum Salzburg und an der Hochschule für Musik und Theater Hannover sowie seit 2004 als Gastprofessor an der Musikuniversität Zagreb, Kroatien.

Kämmerling war Gründer und langjähriger Präsident der European Piano Teachers Association Deutschland, Mitherausgeber der Zeitschrift „Üben und Musizieren“ und Vorstandsmitglied der Internationalen Musikakademie für Solisten, zudem langjähriges Mitglied der Musikerkommission beim DAAD und Vorsitzender der Musikerkommission der Deutschen Studienstiftung sowie Mitglied des Instituts für Begabungsforschung in der Musik an der Universität Paderborn. 1979 war er Mitbegründer der „Internationalen Musikakademie für Solisten“ (IMAS)[1] und war bis 2010 ihr künstlerischer Leiter. Oft wirkte er bei Veröffentlichungen in den Verlagen Bosse und Schott mit.

Als einer der weltweit renommiertesten Klavierpädagogen leitete Kämmerling Meisterkurse in Europa, Asien und in den USA. Seine Studenten erhielten über 100 nationale und internationale Preise und Auszeichnungen bei bedeutenden Klavierwettbewerben. 21 seiner Absolventen sind als Professoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig. Er war Juror bei den bedeutendsten internationalen Klavierspielwettbewerben, zum Beispiel beim Leeds-Wettbewerb, beim Arthur-Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv, beim Anton-Rubinstein-Wettbewerb in Dresden sowie bei Wettbewerben in Warschau, Brüssel, Moskau, München, Leipzig, Peking, Hamamatsu, Salt Lake City. Aus Kämmerlings Klassen gingen bedeutende Pianisten wie Bernd Goetzke, Lars Vogt, Thomas Duis, Severin von Eckardstein oder Alice Sara Ott hervor.

Kämmerling war Mitglied der Jury des Internationalen Chopin-Wettbewerbs in Warschau.

Anerkennungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Kämmerling erhielt den Kunstpreis des Landes Niedersachsen, 1999 den Bundesverdienstorden I. Klasse der Bundesrepublik Deutschland und 2000 das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Darüber hinaus war er seit 2005 Ehrenmitglied des Deutschen Musikrates.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. IMAS Website