Karl-Heinz Koch

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Karl-Heinz Koch (* 14. Oktober 1924 in Kassel; † 24. Mai 2007 in Eschborn) war ein deutscher Rechtsanwalt und Politiker der Christlich Demokratische Union Deutschlands.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben und Beruf

Koch besuchte die Oberschule und leistete anschließend den Kriegsdienst. Nach dem Kriegsende nahm er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Frankfurt auf, welches er 1953 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen beendete. Während seines Studiums klagte Koch gegen das an Universitäten erhobene so genannte „Hörergeld“ - Vorlesungsgebühren, die von den Studenten unmittelbar an die Professoren gezahlt wurden. Er berief sich dabei auf Artikel 59 der hessischen Verfassung, nach dem der Unterricht an Schulen und Hochschulen unentgeltlich sein soll. 1947 unterlag Karl-Heinz Koch zunächst vor dem Verwaltungsgericht. Zwei Jahre später folgte jedoch der Hessische Staatsgerichtshof seiner Argumentation und erklärte die Gebühren für unrechtmäßig. Alle Zahlungen ab Dezember 1946 mussten rückerstattet werden.

1956 gründete Koch eine eigene Anwaltskanzlei in Eschborn. Karl-Heinz Koch war verheiratet. Sein Sohn Roland Koch ist seit 1999 Ministerpräsident von Hessen.

[Bearbeiten] Politik

Koch war über 50 Jahren der Mitglied der CDU, engagierte er sich in einer Vielzahl von Parteiämtern und war stellvertretender Landesvorsitzender seiner Partei in Hessen.

Kommunalpolitisch war er von 1968 bis 1993 in Eschborn tätig. Von 1977 bis 1993 war er Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung. Er wurde von 1968 bis 1997 in den Kreistag des Main-Taunus-Kreises gewählt, in dem er von 1993 bis 1997 als Vorsitzender tätig war.

Von 1970 bis 1987 gehörte er als direkt gewählter Wahlkreisabgeordneter des Wahlkreis Main-Taunus I dem Hessischen Landtag an. Dort war er ab dem 5. November 1974 stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Am 24. April 1987 wurde er zum hessischen Staatsminister der Justiz in die von Ministerpräsident Walter Wallmann geführte Landesregierung berufen. Nach dem Rücktritt von Gottfried Milde am 6. November 1990 übernahm Koch zusätzlich die kommissarische Leitung des Innenministeriums, die er bis zum 20. November 1990 innehatte. Nach der Niederlage der CDU bei den Landtagswahlen 1991 schied er am 5. April 1991 aus der Regierung aus.

1979 und 1984 war er Mitglied der Bundesversammlung.

[Bearbeiten] Ehrungen

Koch war Träger des Großen Verdienstordens des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und des Hessischen Verdienstordens. Der Main-Taunus-Kreis zeichnete ihn mit seiner Ehrenplakette aus. Er war seit 1994 Ehrenstadtverordnetervorsteher und seit 1999 Ehrenbürger der Stadt Eschborn.

[Bearbeiten] Trivia

Im Jahre 1949 focht Karl-Heinz Koch als Jura-Student die Abschaffung von Unterrichtsgeldern durch. Damals mussten alle Studenten Unterrichtsgelder zahlen. Er klagte mit anderen und berief sich auf Artikel 59 der hessischen Verfassung. Der Staatsgerichtshof schloss daraufhin die Möglichkeit von Aufnahmegebühren aus.[1][2]

[Bearbeiten] Mitgliedschaften

Koch war Mitglied in einer Reihe von Aufsichtsräten:

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=15662&key=standard_document_21047844
  2. http://www.hochschulverband.de/newsletter/newsletter-6-2006.html

[Bearbeiten] Weblinks

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