Wilhelm Busch (Chirurg)

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Wilhelm Busch (* 5. Januar 1826 in Marburg; † 24. November 1881 in Bonn) war ein deutscher Chirurg und Hochschullehrer.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Busch studierte ab 1844 Medizin an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin und befasste sich mit Zoologie und Anatomie. In der Preußischen Armee diente er 1848 im Schleswig-Holsteinischen Krieg in Schleswiger Lazaretten. Im selben Jahr promovierte er in Berlin mit einer Dissertation bei Johannes Peter Müller zum Dr. med..

1851 ging er an die Königliche Chirurgische Universitätsklinik Berlin zu Bernhard von Langenbeck, bei dem er sich schon 1852 habilitierte. 1855 wurde er a. o. Professor an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Zugleich arbeitete er am St. Johannes-Hospital in Bonn. 1866 nahm er am Deutschen Krieg teil, nach dem er zum Geh. Medizinalrat ernannt wurde. Inzwischen Direktor der Chirurgischen Klinik vom Universitätsklinikum Bonn, dokumentierte er 1867 die weltweit erste Krebsimmuntherapie. Im Deutsch-Französischen Krieg war er Beratender Chirurg und Generalarzt.

Buschs Publikationen und Vorträge widmeten sich Themen der Vergleichenden Anatomie, Physiologie und Pathologie sowie der heutigen Fächer Ophthalmologie, Urologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Unfallchirurgie. Er starb mit 55 Jahren an einer perforierten Appendicitis.

Werke[Bearbeiten]

  • De selachiorum et ganoideorum encephalo. Berlin 1848 doi:10.5962/bhl.title.5779 (Dissertation)
  • Beobachtungen über Anatomie und Entwickelung einiger wirbellosen Seethiere. Berlin 1851 doi:10.5962/bhl.title.9438
  • Chirurgische Beobachtungen gesammelt in der Königl. chirurgischen Universitäts-Klinik zu Berlin. Berlin 1854.
  • Lehrbuch der Chirurgie, 2 Bände. Berlin 1857-1869.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]