Kastilischer Erbfolgekrieg

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Der Kastilische Erbfolgekrieg war ein militärischer Konflikt von 1475 bis 1479 um die Kastilische Krone zwischen den Unterstützern von Johanna von Kastilien, Tochter des verstorbenen Monarchen Heinrich IV. von Kastilien und León, und der Halbschwester von Heinrich, Isabella I. von Kastilien, die schließlich erfolgreich war.

Der Krieg hatte einen internationalen Charakter, weil Isabella mit Ferdinand, dem Erben der Krone von Aragon verheiratet war, während Johanna mit König Alfons V. von Portugal verheiratet war. Frankreich unterstützte Portugal.

Trotz einiger anfänglicher Erfolge durch die Unterstützer von Juana führte die mangelnde militärische Aggressivität von Afonso V und dem portugiesischen Misserfolg in der Schlacht von Toro (1476) zum Zerfall der Bündnisse von Johanna. Danach bestand der Konflikt im Wesentlichen aus einem Krieg zwischen Kastilien und Portugal. Der Seekrieg im Atlantik gewann an Wichtigkeit, wobei die portugiesische Flotte die Kastilier im Kampf um den Seezugang Guineas besiegten.

Der Krieg endete 1479 mit dem Unterzeichnen des Vertrag von Alcáçovas, der Isabella und Ferdinand als Könige von Kastilien anerkannte und die Vorherrschaft von Portugal im Atlantik mit Ausnahme der Kanarischen Inseln gewährte. Juana verlor ihr Recht auf den Thron von Kastilien und blieb in Portugal bis zu ihrem Tod.