Juan Pacheco

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Juan Fernández Pacheco y Téllez Girón (* 1419 in Belmonte bei Cuenca; † Oktober 1474 ebenda) Grande de España, Marquis de Villena und erster Herzog von Escalona.

Leben[Bearbeiten]

Die Eltern von Juan Pacheco waren María Pacheco, die Tochter des ersten Herr von Belmonte bei Cuenca, Juan Fernandez Pacheco und Alfonso Téllez Girón. Die Familie Pacheco wanderte nach der Schlacht von Aljubarrota 1385 aus Portugal nach Kastilien aus, wo sie Lehnsherren des Ortes Belmonte wurden. Über Belmonte ließ Don Juan Manuel einen Alcazar befestigen. Als Juan Pacheco 1456 zum Marqués de Villena aufgewertet wurde, bekam er diesen als Castillo.

Castillo de Belmonte, welches Juan Pacheco erhielt

In seiner Kindheit war Juan Pacheco Menino von Heinrich IV. von Kastilien. Seine formale Rolle am Hof von Kastilien war Page von Álvaro de Luna.

Juan Pacheco spielte eine maßgebliche Rolle in der kastilischen Politik von den letzten Jahren der Regentschaft von Johann II. von Kastilien bis nahezu zur Regentschaft von Isabella I. von Kastilien. Er beriet Heinrich IV. von Kastilien und traf die politischen Entscheidungen. Nach der ersten Schlacht von Olmedo 1445 wurde er 1456 zum Marqués de Villena aufgewertet. Für die Dienste bei der militärischen Auseinandersetzung wurde sein Bruder Pedro Girón von 1445 bis 1466 zum Meister des Orden von Calatrava ernannt.

Bei einer Mediation in einem Konflikt zwischen Heinrich IV. von Kastilien und Johann II. von Kastilien vertrat Juan Pacheco, Heinrich und Álvaro de Luna, Johann.

Von 1451 bis 1456 war Juan Pacheco Adelantado mayor de Castilla und von 1461 bis 1462 Merino Mayor de Asturias (oberster Richter in Landstreitigkeiten in Asturien).

Mit einem sozialen Netzwerk ließ er Alfonso de Castilla in Ávila von 1465 bis 1468 zum König von Kastilien wählen, welchen er 1467 als Großmeister des Santiagoorden ablöste.

Die Schwester von Juan Pacheco, Beatriz Pacheco heiratete 1454, Rodrigo Portocarrero, den ersten Conde de Medellín († 1467).

1463 bot Juan Pacheco bei einem Besuchen in Bayonne, Ludwig XI. seine Dienste an.[1] Ein entsprechender Ehevertrag wurde zwischen der Tochter von Ludwig XI., Juana und jüngeren Sohn von Juan Pacheco, Pedro de Portocarrero, 7. Herr von Moguer und 6. Herr von Villanueva del Fresno geschlossen.

Um das strategische Gleichgewicht zwischen der Krone Aragon und Frankreich zu halten, wurde ein weiterer Ehevertrag zwischen dem Sohn des Königs von Aragon, Ferdinand II. von Aragón und der mittlerweile verwitweten Beatriz Pacheco geschlossen.

1466 wurde sein Neffe, Rodrigo Téllez Girón Großmeister des Orden von Calatrava. Juan Pacheco war der der Mentor von Rodrigo Téllez Girón und wurde 1469 diesem in seiner Funktion als Großmeister beigeordnet, womit er in zwei maßgeblichen sozialen Organisationen in Kastilien Entscheidungsträger war.

1472 verlieh Heinrich IV., Juan Pacheco den Titel Herzog von Escalona.

Juan Pacheco überlebte Heinrich IV. um wenige Tage.

Zu seinen Nachfahren gehörte Diego López de Pacheco (Belmonte, Cuenca 1599 - Pamplona, Navarra 1653), welcher vom 28. August 1640 bis 10. Juni 1642 der 17. Vizekönig von Neuspanien war.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Luis Suárez Fernández, Claves históricas en el reinado de Fernando e Isabel, S.99