Kloster Veilsdorf

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Reste der Manufaktur des Porzellanwerkes

Kloster Veilsdorf ist ein Ortsteil von Veilsdorf im Landkreis Hildburghausen in Thüringen

Lage[Bearbeiten]

Die wenigen Reste des einstigen Klosters Veilsdorf befindet sich südöstlich abseits vom gleichnamigen Ort südlich des Hildburghäuser Waldes und nördlich der Bundesstraße 89 in der Werraniederung zwischen Heßberg und Harras an der Kreisstraße 531.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Kloster Veilsdorf wurde 1189 erstmals urkundlich genannt.[1] Es war eine Stiftung des Domherrn Heinrich IV. von Heßberg.[2] Das Kloster der Benediktiner-Nonnen war wohl vorher eine Befestigungsanlage. Hier querte im Mittelalter eine aus Richtung Bürden kommender Weg die Werra. Reste des Weges sind als Hohlweg noch erkennbar. 1446 kam es zur Umwandlung in ein Mönchskloster. Während des Bauernkrieges 1525 wurde das Klostergebäude niedergebrannt. Im Jahr 1530 folgte die Säkularisierung und das Kloster wurde fürstliches Kammergut. Die Reste des Klosters wurden ab 1760 durch eine Porzellanmanufaktur, das Eugen von Sachsen-Hildburghausen gründete, und später durch ein modernes Porzellanwerk überbaut. Einige Mauern aus der Klosterzeit sind noch erhalten.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010 ISBN 978-3-86777-202-0, S. 298
  2. Rainer Axmann: Als Coburg zu Meeder gehörte. In: Coburger Friedensbuch, Meeder 2001, S. 166
  3. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 257

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kloster Veilsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

50.41578033333310.811059833333Koordinaten: 50° 24′ 57″ N, 10° 48′ 40″ O