Veilsdorf
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Hildburghausen | |
| Höhe: | 390 m ü. NN | |
| Fläche: | 30,91 km² | |
| Einwohner: |
2952 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 96 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 98669 | |
| Vorwahl: | 03685 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HBN | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 69 053 | |
| Gemeindegliederung: | 6 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Marktplatz 12 98669 Veilsdorf |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | André Rädlein (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Veilsdorf im Landkreis Hildburghausen | ||
Veilsdorf ist eine Gemeinde im Landkreis Hildburghausen in Thüringen.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Die Kerngemeinde liegt am Ufer der Werra, das den vom Habergrund durchflossenen Kernort und das unmittelbar östlich angrenzende Schackendorf von Kloster Veilsdorf nördlich des Kernortes und dem 3 km westlich entfernten Heßberg trennt. Goßmannsrod liegt 4 km nordöstlich des Kernortes an der Schwaba, Hetschbach 3 km südlich nah der Rhein-Weser-Wasserscheide.
Veilsdorf liegt im Städtedreieck von Hildburghausen im Westen, Eisfeld im Osten und Bad Rodach im Süden. Im Gemeindegebiet werden Höhen von 550m ü. NN erreicht.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Ortsteile der Gemeinde sind:
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Geschichte [Bearbeiten]
Im Jahre 817 wurde Veilsdorf erstmals in einer Fuldaer Urkunde erwähnt. Es gab verschiedene Namenschreibweisen: Fiselestorp, Filedorff, Vilesdorp, Veihelsdorff, Feielsdorf, Veylsdorf.
In der Nähe des Ortes gab es ein Benediktiner-Nonnen-Kloster, welches vorher höchstwahrscheinlich eine Befestigungsanlage [2] war und dann dem Erzengel Michael geweiht wurde. 1189 wurde das Kloster erstmals urkundlich erwähnt. 1446 wurde das Nonnenkloster in ein Mönchskloster umgewandelt. Dieses wurde während des Bauernkrieges 1524/25 von Bauern abgebrannt.
Im Nordosten des Ortes gab es eine Burg, die Trigelsburg (Ingilinburg, Friselenburg) und ihr gegenüber - oberhalb der Gottesackerkirche - die Burg, genannt das Steinhaus, die den Rittern und Herren von Veilsdorf als Stammsitz diente.
1760 wurde in Veilsdorf durch Prinz Eugen von Sachsen-Hildburghausen eine Porzellanmanufaktur gegründet.
1863 und 1883 fanden verheerende Brände statt, bei denen beide Male der Großteil des Dorfes zerstört wurde. Im Jahre 1903 brannte der Kirchturm der Trinitatiskirche durch Blitzschlag ab.
20. Jahrhundert [Bearbeiten]
Während des Zweiten Weltkrieges mussten über 200 Frauen und Männer vorwiegend aus der Sowjetunion und Polen in der Porzellanfabrik Kloster Veilsdorf Zwangsarbeit verrichten.[3]
In Heßberg gab es ein Rittergut, das bis 1945 der Familie von Eichel-Streiber gehörte. Das Herrenhaus wurde 1948 gemäß Befehl 209 der SMAD trotz Protesten der Einwohner abgerissen.
Am 29. November 1994 wurde Heßberg eingemeindet.[4]
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Der Gemeinderat in Veilsdorf besteht aus 16 Ratsmitgliedern.
- SPD 3 Sitze
- WG Heßberg 3 Sitze
- Sportverein 2 Sitze
- CDU 2 Sitze
- FDP 1 Sitz
- Die Linke 1 Sitz
- WG Goßmannsrod 1 Sitz
- RKGV 1 Sitz
- FTV Hetschbach 1 Sitz
- Motorsportclub 1 Sitz
(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)
Wappen [Bearbeiten]
Ein Schild geteilt - von oben rot über Silber durch drei aufrechte Spitzen, unten in schwarz eine goldene Waage.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Kirchen [Bearbeiten]
- St. Aegidienkirche in Hessberg, erbaut vor 1425
- St. Veitskirche (Friedhofskirche) in Veilsdorf, erbaut um 1308
- Trinitatiskirche in Veilsdorf, erbaut um 1604
Gedenkstätten [Bearbeiten]
- Seit 1984 erinnert auf dem Friedhof des Ortsteils Goßmannsrod eine Grabstätte mit Gedenkstein an den kommunistischen Widerstandskämpfer Albin Fischer, der mit Zuchthausstrafen verfolgt und ins KZ Ravensbrück deportiert wurde, wo er 1945 ermordet worden ist. Der Gedenkstein wurde durch Unbekannte geschändet und nach 1992 entfernt.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Friedrich Wilhelm Eugen Döll (1750–1816), Bildhauer
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)
- ↑ Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze Jenzig-Verlag 2001 ISBN 3-910141-43-9 S.257
- ↑ Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 134, ISBN 3-88864-343-0
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1994
Literatur [Bearbeiten]
- Human, Armin: Chronik vom Kloster Veilsdorf - Eine Quellenstudie, veröffentlicht von F.W. Gadow & Sohn, Hildburghausen 1882
- Bau- und Kunst-Denkmäler Thüringens, Herzogtum Sachsen Meiningen, Kreis Hildburghausen, II Bd., Jena 1904
Weblinks [Bearbeiten]
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