Koprozessor

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AMD 80C287 für Intel-Systeme mit 80286 Hauptprozessor, eingeführt 1989
Koprozessor von Cyrix für 80386 Systeme
Koprozessor von IIT, für 80486

Ein Koprozessor ist ein zusätzlicher Mikroprozessor, der den Hauptprozessor (die CPU) bei seiner Arbeit unterstützt. Beispiel ist ein mathematischer Koprozessor (oft auch FPU), der Berechnungen mit Gleitkommazahlen für den Hauptprozessor übernimmt. Moderne Prozessoren besitzen meist einen integrierten Koprozessor in Form einer oder mehrerer FPUs.

Im Besonderen kann auch ein Grafikprozessor als Koprozessor angesehen werden.

Bekannte Vertreter dieser Gattung waren die mathematischen Gleitkomma-Koprozessoren Intel 8087, Intel 80287 und Intel 80387, da sie zu ihrer Zeit einzeln als Zubehör erworben werden mussten. Die zugehörigen Integer-CPUs hatten noch keine eingebaute Gleitkommaeinheit, so dass Gleitkommaberechnungen emuliert werden mussten, wenn kein Koprozessor vorhanden war, was die Rechengeschwindigkeit deutlich beeinflusste. Viele Programme wurden daher für Festkommaarithmetik entwickelt, da diese auf Integerrecheneinheiten effizient implementiert werden kann. Ab der Intel Pentium-Serie hatten alle Intel-CPUs eine eingebaute Gleitkommaeinheit, so dass der Koprozessor überflüssig wurde.

Koprozessoren für andere Systeme sind Motorolas 68881 oder 68882. Historisch relevante Hersteller sind des Weiteren Cyrix, IIT, und Weitek.

Als Koprozessoren gelten auch Prozessoren zur Digitalen Signalverarbeitung (DSPs) wie der Motorola 56001 oder der AT&T 3210. In jüngerer Zeit machte der PhysX-Koprozessor von Ageia zum schnellen Berechnen von dreidimensionalen physikalischen Effekten auf sich aufmerksam.

Koprozessoren dienen auch zur I/O-Verarbeitung, z. B. der Intel 8089.

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