Kumbakonam

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kumbakonam
கும்பகோணம்
Kumbakonam (Indien)
Red pog.svg
Staat: Indien
Bundesstaat: Tamil Nadu
Distrikt: Thanjavur
Subdistrikt: Kumbakonam
Lage: 10° 58′ N, 79° 22′ O10.96666666666779.366666666667Koordinaten: 10° 58′ N, 79° 22′ O
Einwohner:
– Agglomeration:
140.156 (2011)[1]
167.098 (2011)[2]

d1

Kumbakonam (Tamil: கும்பகோணம் Kumpakōṇam [ˈkumbəkoːɳʌm]) ist eine Stadt im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu. Sie liegt im Distrikt Thanjavur 40 Kilometer nordöstlich von Thanjavur und 273 südwestlich der Hauptstadt Chennai im nördlichen Bereich des Kaveri-Deltas zwischen der Kaveri und dem Mündungsarm Arasalar. Die Bahnstrecke von Cuddalore über Chidambaram nach Thanjavur und Tiruchirappalli führt durch Kumbakonam. Mit rund 140.000 Einwohnern (Volkszählung 2011) ist Kumbakonam die zweitgrößte Stadt des Distrikts.

Badende Pilger beim Mahamaham-Festival, um 1900

Dem Mythos zufolge soll der Topf (Sanskrit: kumbha) mit dem Trank der Unsterblichkeit (Amrita) vom Weltenberg Meru fortgeschwemmt und an der Stelle von Kumbakonam gelandet sein. Gott Shiva habe daraufhin das Gefäß mit einem Pfeil zerstört und aus den Scherben ein Linga geformt, das heute im Zentrum des Kumbareshwara-Tempels stehen soll. An der Stelle, an welche der Unsterblichkeitstrank dem Mythos zufolge floss, befindet sich der Mahakha-Tempelteich. Dieser steht im Mittelpunkt des alle zwölf Jahre zu einem astrologisch genau bestimmten Termin im Tamil-Monat Masi (Januar/Februar) stattfindenden Mahamaham-Festes statt. Millionen Pilger strömen dann nach Kumbakonam, um ein rituelles Bad im Tempelteich zu nehmen, der sich zu diesem Zeitpunkt angeblich mit heiligem Ganges-Wasser füllt.

Der Haupttempel unter den zahlreichen Heiligtümern in Kumbakonam ist der Kumbareshwara-Tempel. Er stammt aus der Periode der Chola-Herrschaft im 12. Jahrhundert. Andere wichtige Tempel sind der dem Gott Vishnu geweihte Sarangapati-Tempel aus dem 13. Jahrhundert, der dank seines 50 Meter hohen Gopurams weithin sichtbar ist und der vermutlich schon im 9. Jahrhundert erbaute Nageshwara-Swami-Tempel. Aus touristischer Sicht von Interesse ist Kumbakonam ferner als Ausgangspunkt für die Besichtigung der Chola-Tempel von Darasuram (5 km südwestlich) und Gangaikonda Cholapuram (33 km nördlich), die zusammen mit dem Brihadishvara-Tempel von Thanjavur zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. In der Umgebung von Kumbakonam befinden sich auch Swamimalai, eine von sechs Wallfahrtsstätten des Gottes Murugan, sowie mehrere der Navagraha-Tempel, einer Gruppe von neun Hindu-Tempeln im Kaveri-Delta, die mit den Himmelskörpern assoziiert werden.

Kumbakonam gehört zu den wichtigsten Pilgerzielen in Tamil Nadu. Im Jahr 2011 verzeichnete die Stadt 5,4 Millionen Besucher.[3] Traditionell ist der Haupterwerbszweig Kumbakonams die Herstellung von Messinggeschirr. Im fruchtbaren Umland der Stadt werden zudem in großem Umfang Betelnüsse angebaut.

Berühmte Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Census of India 2011.
  2. Census of India 2011: Provisional Population Totals. Urban Agglomerations/Cities having population 1 lakh and above. (PDF; 141 kB)
  3. The Hindu, 1. März 2012: "State attracted over 14 crore tourists during 2011".

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kumbakonam – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien