Kurt Feldt

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Kurt Feldt (* 22. November 1887 in Schmentau, Kreis Marienwerder; † 11. März 1970 in Berlin) war ein deutscher Offizier, zuletzt General der Kavallerie während des Zweiten Weltkrieges.

Leben[Bearbeiten]

Kurt Feldt trat nach seinem Abitur am 22. September 1908 als Fahnenjunker in das Ulanen-Regiment „von Schmidt“ (1. Pommersches) Nr. 4 in Thorn, wo er am 16. Juli 1909 zum Fähnrich sowie am 22. März 1910 zum Leutnant befördert wurde. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde Feldt Führer der Nachrichtenabteilung der 1. Kavallerie-Division. Nachdem er am 25. Februar 1915 Oberleutnant geworden war, folgte vom 8. April bis 8. Juli 1915 seine kurzzeitige Rückversetzung zu seinem Stammregiment. Anschließend fungierte er wieder als Führer der Nachrichtenabteilung der 1. Kavallerie-Division, um dann ab 26. Mai 1916 als Regimentsadjutant Verwendung zu finden. Am 4. Mai 1917 ernannte man Feldt zum Adjutant der 41. Kavallerie-Brigade. In dieser Stellung folgte am 18. Juni 1917 die Beförderung zum Rittmeister. Als solcher war Feldt dann vom 1. Oktober 1917 bis 1. August 1918 Führer des III. Bataillons des Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 27.

Nach Kriegsende diente Feldt zunächst beim Grenzschutz in Schlesien und wurde in die Reichswehr übernommen.

Nach weiteren Stationen in verschiedenen Reiterregimentern war Feldt zu Beginn des Zweiten Weltkriegs Kommandeur des operativen Reiterverbandes der 1. Kavallerie-Brigade in Insterburg. Mit dieser Einheit nahm er am Polenfeldzug teil und nach der Erweiterung zur Division erfolgte die Verlegung zur Westfront. Er nahm am Westfeldzug gegen Frankreich teil (Begin 10. Mai). Zunächst kämpfte die Division in Holland. In der sogenannten 'Schlacht am Abschlussdeich' (niederländisch: Slag om de Afsluitdijk) zwischen dem 12. und 14. Mai 1940 gelang es ihm nicht, die 250 Verteidiger der schweren Festungsanlagen hinter dem Deich zu besiegen. Am 14. Mai kapitulierten die Niederlande; Belgien kapitulierte am 28. Mai 1940; die Wehrmacht zog Richtung Frankreich weiter.

Dort nahm die Division unter Feldt am 20. Juni 1940 auch die Stadt Saumur an der Loire mit der berühmten Reitschule Cadre Noir ein. Nach dem Waffenstillstand von Compiègne (1940) am 22. Juni 1940 wurde die Division nach Osten verlegt. Am 22. Juni 1941 begann der Angriff des Deutschen Reiches auf die Sowjetunion.

Die Division wurde während des Russlandfeldzuges in die 24. Panzer-Division umgewandelt. Generalmajor Feldt kommandierte die Einheit aber nur bis zum 15. April 1942. Kurzzeitig befand er sich dann bis 8. Juli 1942 in der Führerreserve und wurde anschließend Befehlshaber Südwest (Chef des Militärverwaltungsbezirk B (Südwestteil vom besetzten Frankreich) in Angers).

Als die Alliierten am 6. Juni 1944 in der Normandie landeten, fiel dem Armeekorps, das zu dieser Zeit unter der Führung von General Feldt stand, die Aufgabe der Verteidigung zu. Später leitete er den Wehrkreis VI. Feldt geriet in britische Kriegsgefangenschaft, aus der er nach dreieinhalb Jahren wieder entlassen wurde. Seit dieser Zeit lebte er in Berlin.

Als großer Pferdeliebhaber engagierte sich Kurt Feldt später im Zentralverband für Zucht und Prüfung des deutschen Warmblutpferdes und wurde Mitglied in dessen Vorstand.

Sein Grab befindet sich auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf. Bei seiner Beerdigung legten französische Offiziere an seinem Sarg Kränze nieder.

Zitate[Bearbeiten]

Die da drüben sind Kavalleristen und daher unsere Freunde – und außerdem widerstrebt es mir, die schönen Pferde durch Bomben kaputtschmeißen zu lassen. – Kurt Feldt auf das Angebot des Armeeoberkommandos, den Angriff auf die französische Stadt Saumur mit dem Einsatz von Sturzkampfbombern zu unterstützen. Saumur wurde am 20. Juni 1940 während des Westfeldzuges (Mai/Juni 1940) erobert.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Dermot Bradley: Die Generale des Heeres 1921–1945 Band 3: Dahlmann-Fitzlaff, Biblio Verlag, Osnabrück 1994, ISBN 3-7648-2424-7, S. 402–404.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rangliste des Deutschen Reichsheeres, Mittler & Sohn Verlag, Berlin, S. 130
  2. Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939–1945 Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs, Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 304