La Ruche

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eingang der Künstlerkolonie La Ruche

La Ruche (franz. Der Bienenkorb) ist eine Künstlerkolonie im 15. Arrondissement von Paris.

Geschichte[Bearbeiten]

La Ruche wurde 1902 vom französischen Bildhauer Alfred Boucher gegründet. Der dreistöckige Rundbau wurde ursprünglich von Gustave Eiffel für die Weltausstellung Paris 1900 errichtet. Die Siedlung war zu Beginn des 20. Jahrhunderts Wohn- und Wirkungsort zahlreicher französischer und ausländischer Künstler, ähnlich wie Bateau-Lavoir und Les Fusains in Montmartre. Hier wohnten beziehungsweise verkehrten unter anderem Guillaume Apollinaire, Alexander Archipenko, Ossip Zadkine, Moise Kisling, Marc Chagall, Max Pechstein, Nina Hamnett, Fernand Léger, Jacques Lipchitz, Pinchus Kremegne, Max Jacob, Blaise Cendrars, Chaim Soutine, Robert Delaunay, Otto Friedrich Weber, Amedeo Modigliani, Constantin Brâncuși, Diego Rivera, Marevna, Michel Sima und Pierre Nocca.

Während der deutschen Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg wurde La Ruche baufällig. Im Laufe der Hochkonjunktur um 1968 gab es Pläne zum Abriss, der jedoch mit der Unterstützung von Persönlichkeiten wie Jean-Paul Sartre, Alexander Calder, Jean Renoir und René Char verhindert werden konnte. In den 1970er Jahren wurden Renovationsarbeiten unternommen und einige Ateliers eingerichtet.

Das Innere ist nicht öffentlich zugänglich, der Außenbau allein lohnt jedoch einen Besuch. La Ruche befindet sich an der Passage Dantzig, in der Nähe des Parc Georges Brassens.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: La Ruche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.8324305555562.2968055555556Koordinaten: 48° 49′ 56,8″ N, 2° 17′ 48,5″ O