Landessender Sottens

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Landessender Sottens
Hauptantenne (links) und Reserveantenne (rechts)
Hauptantenne (links) und Reserveantenne (rechts)
Basisdaten
Ort: Sottens
Kanton: Waadt
Staat: Schweiz
Höhenlage: 777 m
Verwendung: Rundfunksender
Zugänglichkeit: Sendeanlage öffentlich nicht zugänglich
Besitzer: Swisscom
Baustoff: Stahl
Daten der Sendeanlage
Anzahl der Türme/Masten: 2
Höhe der Türme/Masten: 125 m, 188 m
Bauzeiten der Türme/Masten: (1.) 1931
(2.) 1989
Betriebszeiten der Türme/Masten: (1.) 1931−2011
(2.) 1989−2011
Wellenbereich: MW-Sender
Rundfunk: MW-Rundfunk
Stilllegung: 5. März 2011
Positionskarte
Landessender Sottens (Waadt)
Landessender Sottens
Landessender Sottens
46.6560616.729003Koordinaten: 46° 39′ 21,8″ N, 6° 43′ 44,4″ O; CH1903: 545682 / 167449Vorlage:Infobox Sendeanlage/Wartung/Pflichtparameter fehlt

Der Landessender Sottens wurde als Landessender für die französischsprachige Schweiz gegründet. Er steht auf dem Gebiet der Waadtländer Gemeinde Sottens und nahm seinen Betrieb 1931 auf. Mit dem Sender wurde bis zum 5. Dezember 2010 das französischsprachige Programm Option Musique verbreitet. Bis zum 31. Dezember 2010 lief eine Hinweisschleife mit alternativen Empfangsmöglichkeiten des Programms Option Musique.[1]

Danach wurde die Sendeanlage vom 28. Januar 2011 bis zum 5. März 2011 von Funkamateuren genutzt.[2]

Über den Sender[Bearbeiten]

Dieser Sender wurde auf der Mittelwellenfrequenz 765 kHz mit zuletzt 170 kW (bis 2009: 600 kW)[3] Leistung betrieben und war während der Nachtstunden in weiten Teilen Europas zu hören. Der Sender nahm seinen Betrieb 1931 auf der Frequenz 677 kHz (443,1 Meter) mit einer Leistung von 25 Kilowatt auf. Verstärkungen der Sendeleistung fanden jeweils 1934 (100 Kilowatt), 1950 (200 Kilowatt), 1970 (500 Kilowatt), 1988 (600 Kilowatt) statt, wofür in den jeweiligen Jahren neue Sender installiert wurden.[4] Von 1947 bis 1989 wurde ein 190 Meter hoher selbststrahlender Stahlfachwerkturm, der als schwundmindernde Antenne ausgeführt war als Sendeantenne verwendet. Davor wurde von 1931 bis 1947 eine T-Antenne, die zwischen zwei 125 Meter hohen Stahlfachwerkmasten gespannt war verwendet. Die T-Antenne wurde 1958 abgebaut, einer der beiden Masten abgebaut und in La Dôle als Fernsehsendeturm wiederaufgebaut. Der andere Turm, der gegen Erde isoliert ist verblieb in Sottens, wurde in einen selbststrahlenden Sendeturm umgebaut und dient heute als Reserveantenne. Am 21. September 1989 um 16:04 Uhr Ortszeit wurde der 190 Meter hohe Sendeturm gesprengt, da er durch das Einsetzen von Rost höheren Wartungsaufwand benötigte. Im selben Jahr wurde ein 188 Meter hoher freistehender Stahlfachwerkturm mit einer Reusenantenne mit Mittelspeisung als Ersatz für den gesprengten Sendeturm errichtet.[4] Bis 1994 wurde über den Sender das erste Programm des Rundfunks der französischsprachigen Schweiz Radio Suisse Romande (heute Radio Télévision Suisse) ausgestrahlt, seit 1994 lief über den Sender das Programm des zu diesem Zeitpunkt neu gestarteten Option Musique. Da der Sender die verschärften Grenzwerte in der Schweiz zur Nicht ionisierenden Strahlung nicht eingehalten hatte und eine Sanierung eine weitere Leistungsreduzierung und somit einen Reichweiteneinbruch zur Folge hätte, sollte der Sender am 3. Dezember 2010 abgeschaltet werden.[5] Tatsächlich lief bis zum 31. Dezember 2010 jedoch eine Hinweisschleife, die auf alternative Empfangsmöglichkeiten für Option Musique hingewiesen hatte.

Die Sendeanlage wurde nach der Abschaltung vom 28. Januar bis einschließlich 5. März 2011 von Funkamateuren genutzt. Am 13. sowie am 20. Februar 2011 wurde auch in DRM gesendet.[2][6]

Bilder[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1], Mitteilung Bundesverwaltung über geplante Abschaltung
  2. a b dxaktuell.de: Funkamateure nutzen Sottens-Sender – auch digital
  3. biennophone.ch: Die Mittelwellensender der Schweiz
  4. a b biennophone.ch: Dokumentation der PTT über den Sender aus dem Jahr 1990
  5. news.admin.ch: Abschaltung der Mittelwelle in der Romandie
  6. hb9mm.com: Opération sottens HE3OM