Langmauer
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Die Langmauer ist eine Befestigungsanlage, die nach historischer Meinung unter dem spätrömischen Kaiser Valentinian I. (364 – 375 n. Chr.) errichtet wurde.
Heutzutage sind nur noch Einzelbruchstücke bzw. Reste dieser Befestigungsanlage erhalten, die man u. a. in Kordel (Eifel) und Butzweiler besichtigen kann. In Herforst wurde aus originalem Steinmaterial ein Teilstück der Mauer rekonstruiert.
[Bearbeiten] Aussehen und Geschichtliches
Die Mauer hatte eine Gesamtlänge von ungefähr 72 km und sollte einen spätrömischen kaiserlichen Domänenbezirk, der eine Fläche von ca. 220 km² umfasste, schützen.
Die durchschnittliche Breite der Mauer betrug 60 cm. Sie war durch in alternierender Folge in den Boden integrierter Lisenen, mit einer Breite von 40 – 48 cm und einer Länge von 7,40 m, verstärkt. Diese Stützpfeiler ragen bis 42 cm in den Boden.
Die genaue Schutzfunktion dieser Mauer ist heutzutage nicht eindeutig geklärt. Da die Befestigungsanlage eine Maximalhöhe von ungefähr 2 m hatte, geht man davon aus, dass sie mehr dem Schutz gegen einfallendes Wild denn rein militärischen Zwecken diente.
[Bearbeiten] Literatur
- Karl E. Becker: Speicher. Raum und Zeit. Paulinus, Trier 1981, S. 51-54.
- Heimat- und Kulturverein Herforst Heerbischda Beschkläpa (Hrsg.): Auf den Spuren der Langmauer. Östliches Teilstück. Weiler, Bitburg 2004.

