Lee Clayton

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Lee Clayton (* 29. Oktober 1942 in Russellville, Alabama) ist ein US-amerikanischer Musiker und Komponist.

Stilistisch ist er im Bereich zwischen Rock und Country angesiedelt. Clayton wuchs in Oak Ridge, Tennessee auf und begann im Alter von 7 Jahren Mundharmonika und Gitarre und mit 9 Jahren auf der Pedal-Steel-Gitarre zu spielen. Nachdem er die United States Air Force absolviert hatte, zog er 1969 nach Nashville und begann eine Karriere als Songschreiber. Sein erster großer Erfolg war der Song „Ladies Love Outlaws“ aus dem Jahre 1972, mit dem Waylon Jennings auf Platz 11 der Billboard Charts landete. 1973 erschien sein erstes Album „Lee Clayton“, mit dem Clayton unzufrieden war. Darüber hinaus komponierte er weiterhin Songs für andere Musiker, wie z. B. „Lone Wolf“ für Jerry Jeff Walker oder „If You Could Touch Her at All“ für Willie Nelson.

1978 kam das Album „Border Affair“ auf dem Markt, das zwar bei der Kritik gut ankam, aber bei den Käufern floppte. 1979 erschien seine erfolgreichste LP „Naked Child“, (bei dieser Produktion war auch Klaus Voormann als Bassist beteiligt) deren bekanntestes Stück „I ride alone“ in einem Stil vorgetragen wurde, der sehr an Bob Dylan erinnerte. So schrieb beispielsweise damals ein Kritiker des Berliner Stadtmagazins tipClayton klingt so wie Dylan klingen müsste, wenn er noch wie Dylan klingen wollte“. 1979 ging Clayton auf Welttournee, die ihn 1980 auch nach Deutschland brachte, wo unter anderem ein 30-minütiges TV-Special beim WDR-Rockpalast entstand.

1981 veröffentlichte er das Werk „The Dream Goes On“, das für lange Zeit sein letztes Album blieb. In den 1980er Jahren brachte er zwei autobiografische Bücher heraus. Erst 1990 erschien eine neue Live-CD mit dem Titel „Another Night“, die in Oslo aufgenommen wurde. Seither ist es still um Lee Clayton geworden.

2010 veröffentlichte Lee Clayton auf verschiedenen Downloadplattformen acht bisher nicht bekannte Songs, darunter auch "We The People", zu dem auf Youtube auch ein Video existiert.

Im Februar 2013 erschien das E-Book "The Streets Of Nashville: The Little Book", eine Sammlung von Songtexten, Gedichten und Texten Claytons.

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1973: Lee Clayton
  • 1978: Border Affair
  • 1979: Naked Child
  • 1981: The Dream Goes On
  • 1990: Another Night
  • 1994: Spirit of The Twilight
  • 2002: The Essential 1978-1981
  • 2003: Naked Child/Border Affair (als Einzel-CD)
  • 2008: The Capitol Years (die Alben Border Affair, Naked Child und The Dream Goes On remastered auf einer Doppel-CD)

Literatur[Bearbeiten]

  • Christian Graf, Uwe Wohlschläger: Rockmusiklexikon. Übersee: Amerika, Australien, Karibik. Taurus Press Verlag populärer Musik-Literatur, Hamburg, 1982. ISBN 3922542050

Weblinks[Bearbeiten]