Liquido

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Liquido
Liquido.gif
Allgemeine Informationen
Genre(s) Rock, Indie-Rock, Power Pop
Gründung 1996
Auflösung 2009
Letzte Besetzung
Wolfgang Schrödl
Tim Eiermann
Stefan Schulte-Holthaus
Wolle Maier
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Liquido
  DE 4 08.02.1999 (19 Wo.)
  AT 2 07.02.1999 (13 Wo.)
  CH 5 07.02.1999 (17 Wo.)
At the Rocks
  DE 15 14.08.2000 (8 Wo.)
  AT 38 20.08.2000 (4 Wo.)
  CH 23 13.08.2000 (7 Wo.)
Float
  DE 92 04.04.2005 (1 Wo.)
  AT 60 03.04.2005 (5 Wo.)
Singles[1]
Narcotic
  DE 3 12.10.1998 (31 Wo.)
  AT 1 27.12.1998 (19 Wo.)
  CH 2 13.12.1998 (24 Wo.)
Doubledecker
  DE 47 05.04.1999 (10 Wo.)
  CH 35 02.05.1999 (5 Wo.)
Play Some Rock
  DE 54 19.06.2000 (9 Wo.)
  CH 55 18.06.2000 (14 Wo.)
Ordinary Life
  DE 73 28.02.2005 (9 Wo.)
  AT 17 13.03.2005 (20 Wo.)
  CH 91 06.03.2005 (1 Wo.)

Liquido war eine deutsche Rockband aus Heidelberg und Umgebung. Weltweite Bekanntheit erlangte die Band mit dem Song Narcotic, von dem sie alleine in Europa 700.000 Exemplare der CD-Singleversion verkaufen konnten.

Geschichte[Bearbeiten]

Liquido wurde 1996 von vier Freunden, die sich nach eigenen Aussagen aus der Grundschule bzw. aus dem Sandkasten kennen und gemeinsam in die Schule gingen, in Deutschland gegründet. Im selben Jahr wurde auf dem eigenen Label Seven Music die Single Narcotic veröffentlicht. Die Idee zu dem Song hatte Wolfgang Schrödl, der die Melodie auf einem alten Roland D70 Synthesizer entwickelte.[2] Der erste und einzige größere Erfolg stellte sich 1998 ein, als Virgin Records Liquido unter Vertrag nahm und Narcotic neu auflegte. Von der Single wurden nach Aussage der Band über 700.000 Einheiten verkauft.[3]

Das Debütalbum Liquido wurde in zehn Ländern veröffentlicht. Es folgten ausverkaufte Tourneen, Preise und Nominierungen, Mehrfach-Platin und Charterfolge in Europa, Asien, Südamerika und Australien. Bis zum Jahr 2003 entstanden zwei weitere Alben und etliche Singles, mit denen jedoch nicht mehr an den Erfolg von Narcotic angeknüpft werden konnte. 2003 wurde daraufhin im gegenseitigen Einvernehmen die Zusammenarbeit mit der Plattenfirma Virgin beendet.

2004 bekam Liquido dann ein neues Management und eine neue Booking-Agentur und unterschrieb einen Vertrag beim Label Nuclear Blast, welches eigentlich auf Metal spezialisiert ist. In der Folge wurden 2005 die Singles Ordinary Life und Love Me Love Me sowie das vierte Album Float veröffentlicht, doch auch hier konnte der Erfolg von Narcotic nicht wiederholt werden.

Das fünfte Album Zoomcraft der Band erschien am 14. März 2008. Vorab wurde die Single Gameboy am 22. Februar veröffentlicht. Die Singles Gameboy und On a Mission wurden nur online verkauft, das Album war im Laden erhältlich.

Ende Januar 2009 wurde auf der offiziellen Website mit der Trennung das Ende der Band bekanntgegeben.

Musikstil[Bearbeiten]

Liquido spielten meist einen Mix aus Rock- und Popmusik, teilweise mit Elementen des Indie-Rock. Auf ihrem letzten Album Zoomcraft verwendeten Liquido mehr Elektro-Elemente.

Nebenprojekte[Bearbeiten]

Tim Eiermann und Wolfgang Maier waren bis 2000 in der deutschen Band Pyogenesis aktiv, auf deren Alben „Unpop“ und „Mono“ auch Wolfgang Schrödl als Gastmusiker zu hören ist.

Einzelne Bandmitglieder haben außerdem Soloprojekte namens LSD Underground (Maier), The Prophet's Project (Schrödl), und Jedermann (Schrödl).

Zudem wirken bzw. wirkten sie jeweils in anderen Bands mit Deine Jugend (Maier, Eiermann), My Early Mustang (Maier, Eiermann), Cages. (Schulte-Holthaus, Schrödl), GUT (Eiermann) bzw. mit der gleichen Besetzung Unter Ferner liefen (Schulte-Holthaus, Schrödl).

Tim Eiermann ist auch tätig als Produzent, Komponist und Texter für Werbe- und Filmmusik u. a. für die Karlsberg-„Mixery“-Kampagne 2008 sowie Tuborg-, Heineken-, Ferrero- und Coca-Cola-Spots und den Titelsong der Bernd-Eichinger-Produktion „Knallharte Jungs“.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben

  • 1999: Liquido (Virgin)
  • 2000: At the Rocks (Virgin)
  • 2002: alarm!alarm! (Virgin / EMI)
  • 2004: The Essential (Best of) (Virgin)
  • 2005: Float (Nuclear Blast)
  • 2008: Zoomcraft (Nuclear Blast)

Singles

  • 1998: Narcotic
  • 1999: Doubledecker
  • 1999: Clicklesley
  • 2000: Play Some Rock
  • 2000: Made in California
  • 2000: Tired
  • 2002: Why Are You Leaving?
  • 2002: Stay with Me
  • 2002: Shoot Me I'm a Fool (Radio-Single)
  • 2002: All Dead Wrong (Radio-Single)
  • 2005: Ordinary Life
  • 2005: Love Me, Love Me
  • 2008: Gameboy (Download-Single)
  • 2008: Pop the Bottle (Radio-Single)
  • 2008: On a Mission (Download-Single)

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: DE-AT-CH / DE2
  2. http://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/podcast-liquido.html Keyboarder Wolfgang Schrödl im Interview bei Bonedo
  3. http://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/podcast-liquido.html Keyboarder Wolfgang Schrödl im Interview bei Bonedo