Liste der Namen tropischer Wirbelstürme

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Die Liste der Namen tropischer Wirbelstürme wird von der jeweiligen Wetterbeobachtungseinrichtung verwendet. Sturmnamen wurden zur besseren Unterscheidung von Wirbelstürmen in den einzelnen Vorhersagegebieten eingeführt.

Nordatlantik[Bearbeiten]

Im nördlichen Atlantischen Ozean werden die Stürme durch das National Hurricane Center der Vereinigten Staaten benannt. Es gibt sechs verschiedene Namenslisten, die beginnend mit Liste I seit 1979 in Verwendung sind und Gebrauch von Namen beiderlei Geschlechts machen. Die Namen sind in alphabetischer Reihenfolge geordnet, die sich nach sechs Jahren wiederholen. Im Jahr 2007 wird Liste V verwendet, im Jahre 2008 kommt Liste VI zum Einsatz. Namen von Stürmen, die aufgrund ihrer Sachschäden oder Opferzahlen sehr schwerwiegend waren, können durch die World Meteorological Organization von der Liste gestrichen werden. Es werden alle Buchstaben des Alphabets verwendet, mit Ausnahme der Buchstaben Q, U, X, Y und Z.

Das Geschlecht der Namen wechselt zwischen den aufeinanderfolgenden Namen in einer Liste (auf einen männlichen Namen folgt ein weiblicher und umgekehrt) und ebenso zwischen den ersten Namen zwischen zwei aufeinanderfolgenden Listen (in Jahren mit gerader Jahreszahl beginnt die Liste mit einem männlichen Namen, in Jahren mit ungerader Jahreszahl mit einem weiblichen).

Wenn die Namen auf einer Liste in einem Jahr alle verwendet wurden, werden weitere Stürme nach dem griechischen Alphabet benannt (Alpha, Beta, Gamma etc.)[1] Diese Namen können im Gegensatz zu den Namen auf den regulären Listen nicht gestrichen werden. Falls ein Sturm mit griechischem Namen die Auswirkungen hätte, die andernfalls zur Streichung dieses Namens führen würden, wird der Sturm als gestrichener Sturmname festgestellt, der Name bleibt aber trotzdem künftig verfügbar.[2] Die Verwendung von 21 Namen wurde festgelegt, weil in der sehr aktiven atlantischen Hurrikansaison 1933 21 tropische Wirbelstürme aufgezeichnet wurden, was lange Jahre ein Rekordwert war, der erst während der atlantischen Hurrikansaison 2005 gebrochen wurde, in welcher 28 Stürme (27 benannte und ein unbenannter) aufgezeichnet wurden und das erste Mal die Verwendung des griechischen Alphabets zur Benennung der Stürme erforderlich war.

2014
Liste 6
Arthur Bertha Cristobal Dolly Edouard Fay Gonzalo Hanna Isaias Josephine Kyle
Laura Marco Nana Omar Paulette Rene Sally Teddy Vicky Wilfred
2015
Liste 1
Ana Bill Claudette Danny Erika Fred Grace Henri Ida Joaquin Kate
Larry Mindy Nicholas Odette Peter Rose Sam Teresa Victor Wanda
2016
Liste 2
Alex Bonnie Colin Danielle Earl Fiona Gaston Hermine Ian Julia Karl
Lisa Matthew Nicole Otto Paula Richard Shary Tobias Virginie Walter
2017
Liste 3
Arlene Bret Cindy Don Emily Franklin Gert Harvey Irma Jose Katia
Lee Maria Nate Ophelia Philippe Rina Sean Tammy Vince Whitney
2018
Liste 4
Alberto Beryl Chris Debby Ernesto Florence Gordon Helene Isaac Joyce Kirk
Leslie Michael Nadine Oscar Patty Rafael Sara Tony Valerie William
2019
Liste 5
Andrea Barry Chantal Dorian Erin Fernand Gabrielle Humberto Imelda Jerry Karen
Lorenzo Melissa Nestor Olga Pablo Rebekah Sebastien Tanya Van Wendy

Östlicher Nordpazifik (östlich von 140° westlicher Länge)[Bearbeiten]

Der östliche Nordpazifik folgt bei der Benennung demselben Schema, wie der Nordatlantik, verwendet aber eigene Listen. Das derzeitige Schema wurde erstmals im Jahre 1978 verwendet (allerdings wurde damals Liste IV verwendet, um 1979 ebenso wie im Atlantik mit Liste I zu beginnen). Namen, die mit X, Y und Z beginnen, wurden erst ab 1985 hinzugefügt, als die Zahl der Stürme drohte, die Liste auszuschöpfen. Namen mit diesen drei Buchstaben werden im Gegensatz zu den übrigen nicht alle sechs Jahre, sondern jedes zweite Jahr wiederholt, weil zu wenige Vornamen mit diesen Buchstaben beginnen. („Xina“ wurde 1985 verwendet und 1992 sogar „Zeke“). Hurrikannamen werden wie im Atlantik gestrichen; der Vorgang ist allerdings weitaus seltener, weil Hurrikane im östlichen Pazifik viel seltener große Schäden anrichten. Die letzte Streichung erfolgte wegen des Tropischen Sturms Alma des Jahres 2008.

2014
(Liste 6)
Amanda Boris Cristina Douglas Elida Fausto Genevieve Hernan Iselle Julio Karina Lowell
Marie Norbert Odile Polo Rachel Simon Trudy Vance Winnie Xavier Yolanda Zeke
2015
(Liste 1)
Andres Blanca Carlos Dolores Enrique Felicia Guillermo Hilda Ignacio Jimena Kevin Linda
Marty Nora Olaf Patricia Rick Sandra Terry Vivian Waldo Xina York Zelda
2016
(Liste 2)
Agatha Blas Celia Darby Estelle Frank Georgette Howard Isis Javier Kay Lester
Madeline Newton Orlene Paine Roslyn Seymour Tina Virgil Winifred Xavier Yolanda Zeke
2017
(Liste 3)
Adrian Beatriz Calvin Dora Eugene Fernanda Greg Hilary Irwin Jova Kenneth Lidia
Max Norma Otis Pilar Ramon Selma Todd Veronica Wiley Xina York Zelda
2018
(Liste 4)
Aletta Bud Carlotta Daniel Emilia Fabio Gilma Hector Ileana John Kristy Lane
Miriam Norman Olivia Paul Rosa Sergio Tara Vicente Willa Xavier Yolanda Zeke
2019
(Liste 5)
Alvin Barbara Cosme Dalila Erick Flossie Gil Henriette Ivo Juliette Kiko Lorena
Mario Narda Octave Priscilla Raymond Sonia Tico Velma Wallis Xina York Zelda

Wie im Atlantik würde auch hier das griechische Alphabet verwendet werden, sollten mehr als 24 benamte Stürme in einer Saison auftreten. Im Gegensatz zum atlantischen Becken ist dies im Pazifik noch nicht geschehen.

Mittlerer Nordpazifik (zwischen Datumslinie und 140° westlicher Länge)[Bearbeiten]

Stürme im mittleren Nordpazifik, also dem Gebiet zwischen der Datumslinie und den 140. Längengrad westlicher Länge, werden durch das Central Pacific Hurricane Center in Honolulu, Hawaii aufgrund von vier Listen benannt. Diese sind alphabetisch nach dem hawaiischen Alphabet geordnet. Diese Listen werden ohne Rücksicht auf das Jahr rotierend verwendet. Der erste Sturmname eines Jahres ist der nächste nicht verwendete Name auf der Liste. Der letzte verwendete Name in der pazifischen Hurrikansaison 2013 war Unala und der nächste Sturm, der im mittleren Pazifik entsteht, wird den Namen Wali erhalten.

Liste 1 Akoni Ema Hone Iona Keli Lala Moke Nolo Olana Pena Ulana Wale
Liste 2 Aka Ekeka Hene Iolana Keoni Lino Mele Nona Oliwa Pama Upana Wene
Liste 3 Alika Ele Huko Iopa Kika Lana Maka Neki Omeka Pewa Unala Wali
Liste 4 Ana Ela Halola Iune Kilo Loke Malia Niala Oho Pali Ulika Walaka

Westlicher Nordpazifik[Bearbeiten]

Tropische Wirbelstürme im westlichen Nordpazifik werden durch das Tokyo Typhoon Centre der Japan Meteorological Agency mit einem Namen versehen. Die Namen kommen von Listen, die durch die Mitglieder des WMO Typhoon Committee erstellt wurde. Jedes dieser 14 Mitglieder hat jeweils 10 Namensvorschläge eingereicht. Dabei kommen also insgesamt 140 Namen zur Verwendung. Die Reihenfolge ihrer Verwendung richtet sich nach der alphabetischen Sortierung der englischen Namen der jeweiligen Mitgliedsstaaten.

Um diese Reihenfolge zu veranschaulichen, wurde die Sortierung der Länderliste gemäß ihren englischen Namen in der folgenden Tabelle beibehalten.

Vorschlagender
Staat
Kambodscha VR China Nordkorea
(DPRK)
Hongkong Japan Laos Macao Malaysia Mikronesien Philippinen Südkorea
(ROK)
Thailand USA Vietnam
Liste 1 Damrey Haikui Kirogi Kai-Tak Tembin Bolaven Sanba Jelawat Ewiniar Maliksi Gaemi Prapiroon Maria Son-Tinh
Ampil Wukong [A 1] Shanshan Yagi Leepi Bebinca Rumbia Soulik Cimaron Jebi Mangkhut Utor Trami
Liste 2 Kong-rey Yutu Toraji Man-yi Usagi Pabuk Wutip Sepat [A 1] Danas Nari Wipha Francisco Lekima
Krosa [A 1] Podul Lingling Kajiki Faxai Peipah Tapah Mitag Hagibis Neoguri Rammasun Matmo Halong
Liste 3 Nakri Fengshen Kalmaegi Fung-wong Kanmuri Phanfone Vongfong Nuri Sinlaku Hagupit Jangmi Mekkhala Higos Bavi
Maysak Haishen Noul Dolphin Kujira Chan-hom Linfa Nangka Soudelor Molave Goni Atsani Etau Vamco
Liste 4 Krovanh Dujuan Mujigae Choi-wan Koppu Champi In-Fa Melor Nepartak Lupit Mirinae Nida Omais Conson
Chanthu Dianmu Mindulle Lionrock Kompasu Namtheun Malou Meranti Rai Malakas Megi Chaba Aere Songda
Liste 5 Sarika Haima Meari Ma-on Tokage Nock-ten Muifa Merbok Nanmadol Talas Noru Kulap Roke Sonca
Nesat Haitang Nalgae Banyan Hato Pakhar Sanvu Mawar Guchol Talim Doksuri Khanun Vicente Saola
  1. a b c Dieser Name wurde von der JMA gestrichen; ein Ersatz wurde jedoch noch nicht bekanntgegeben.

Philippinen[Bearbeiten]

Die Philippine Atmospheric, Geophysical and Astronomical Services Administration (PAGASA) vergibt für die in ihrem Zuständigkeitsbereich auftretenden tropischen Wirbelstürme und Tiefdruckgebiete eigene Namen. Diese werden zusätzlich zu den international vereinbarten Namen vergeben. Die Listen werden alle vier Jahre wiederverwendet, beginnend im Jahre 2005. Falls in einem Jahr die Liste nicht ausreicht, werden die Namen von einer Ersatzliste genommen.[3]

2014
Liste 2
Agaton Basyang Caloy Domeng Ester Florita Glenda Henry Inday Jose Katring Luis Mario
Neneng Ompong Paeng Queenie Ruby Seniang Tomas Usman Venus Waldo Yayang Zeny
Agila Bagwis Chito Diego Elena Felino Gunding Harriet Indang Jessa (Ersatzliste)
2015
Liste 3
Amang Betty Chedeng Dodong Egay Falcon Goring Hanna Ineng Jenny Kabayan Lando Marilyn
Nonoy Onyok Perla Quiel Ramon Sarah Tisoy Ursula Viring Weng Yoyoy Zigzag
Abe Berto Charo Dado Estoy Felion Gening Herman Irma Jaime (Ersatzliste)
2016
Liste 4
Ambo Butchoy Carina Dindo Enteng Ferdie Gener Helen Igme Julian Karen Lawin Marce
Nina Ofel Pepito Quinta Rolly Siony Tonyo Ulysses Vicky Warren Yoyong Zosimo
Alakdan Baldo Clara Dencio Estong Felipe Gardo Heling Ismael Julio (Ersatzliste)
2019
Liste 1
Auring Bising Crising Dante Emong Fabian Gorio Huaning Isang Jolina Kiko Lannie Maring
Nando Odette Paolo Quedan Ramil Salome Tino Urduja Vinta Wilma Yasmin Zoraida
Alamid Bruno Conching Dolor Ernie Florante Gerardo Hernan Isko Jerome (Ersatzliste)

Nördlicher Indischer Ozean[Bearbeiten]

Die Namen werden der Reihe nach verwendet und nur einmal gebraucht. Sie kommt für tropische Wirbelstürme zur Anwendung, die sich im Indischen Ozean nördlich des Äquators bilden.

Vorschlagender
Staat
Liste 1 Liste 2 Liste 3 Liste 4 Liste 5 Liste 6 Liste 7 Liste 8
Bangladesch Onil Ogni Nisha Giri Helen Chapala Ockhi Fani
Indien Agni Akash Bijli Jal Leher Megh Sagar Vayu
Malediven Hibaru Gonu Aila Keila Madi Roanu Mekunu Hikaa
Myanmar Pyarr Yemyin Phyan Thane Nanauk Kyant Daye Kyarr
Oman Baaz Sidr Ward Murjan Hudhud Nada Luban Maha
Pakistan Fanoos Nargis Laila Nilam Nilofar Vardah Titli Bulbul
Sri Lanka Mala Rashmi Bandu Mahasen Priya Asiri Gigum Soba
Thailand Mukda Khai Muk Phet Phailin Komen Mora Phethai Amphan

Australische Region[Bearbeiten]

In der Region um Australien gibt es kein RSMC, sondern die Wetterdienste Indonesiens, Australiens und Papua-Neuguineas betreiben insgesamt fünf Tropical Cyclone Warning Centers (TCWC). Da jedoch drei dieser TCWCs von australischen Bureau of Meteorology betrieben werden, gibt es nur drei Namenslisten. Ein tropisches System erhält in der Region dann einen Namen, wenn es andauernde Windgeschwindigkeiten von 65 km/h erreicht hat und Sturmböen mindestens in einem Halbkreis um das Zentrum auftreten. Sturmnamen werden von der Liste der Namen gestrichen, wenn dies bei der Konferenz des World Meteorological Organization Regional Association V Tropical Cyclone Committee beschlossen wird.[4]

Die Zuständigkeit für die Namensvergabe richtet sich danach, wo sich das System zu einem tropischen Zyklon intensiviert. Sie obliegt dem TCWC Jakarta, wenn dies zwischen dem Äquator und dem zehnten südlichen Breitengrad zwischen 90° östlicher Länge und 125° östlicher Länge geschieht. Passiert dies zwischen Äquator und zehntem südlichen Breitengrade und dabei zwischen 141° östlicher Länge und 160° östlicher Länge, so ist das Tropical Cyclone Warning Center in Port Moresby, Papua-Neuguinea zuständig. Die Namensvergabe für das übrige Gebiet zwischen dem Äquator und 40° südlicher Breite und zwischen 90° östlicher Länge und 160° östlicher Länge obliegt dem australischen Bureau of Meteorology. Wenn ein tropisches Zyklon von einem Verantwortungsbereich in einen anderen zieht, so behält er seinen Namen, es sei denn, er gelangt in den südwestlichen Indik, wo der Mauritius Meteorological Service dem System einen neuen Namen gibt.[5][4]

Australien: TCWCs des Bureau of Meteorology[Bearbeiten]

Bis einschließlich zur Australischen Zyklonsaison 2007–2008 hat die jeweilige Zweigstelle des Bureau of Meteorology in Brisbane, Darwin und Perth als zuständiges Tropical Cyclone Warning Center anhand gesonderter Listen Namen aufgrund des Ozeangebietes vergeben, in dem ein tropischer Wirbelsturm entstand. Beginnend mit der Australischen Zyklonsaison 2008–2009 wurden eine einheitliche Namensvergabe eingeführt. Sie besteht aus fünf Namenslisten, die ähnlich wie im Verantwortungsbereich des Central Pacific Hurricane Center umlaufend verwendet werden, ohne Rücksicht auf das Kalenderjahr. Namen von Stürmen, die in Australien besonders schwere Zerstörungen verursachten, werden von den Listen gestrichen und ersetzt.[6]

Anika Billy Charlotte Dominic Ellie Freddy Gabrielle Herman Ilsa Jasper Kirrily Lincoln
Megan Neville Olga Paul Robyn Sean Tasha Vince Zelia ------------ ------------ ------------
Anthony Bianca Courtney Dianne Errol Fina Grant Hayley Iggy Jenna Koji Luana
Mitchell Narelle [A 1] Peta [A 1] Sandra Tim Victoria Zane ------------ ------------ ------------
Alessia Bruce Christine Dylan Edna Fletcher Gillian Hadi Ita Jack Kate Lam
Marcia Nathan Olwyn Quang Raquel Stan Tatjana Uriah Yvette ------------ ------------ ------------
Alfred Blanche Caleb Debbie Ernie Frances Greg Hilda Ira Joyce Kelvin Linda
Marcus Nora Owen Penny Riley Savannah Trevor Veronica Wallace ------------ ------------ ------------
Ann Blake Claudia Damien Esther Ferdinand Gretel Harold Imogen Joshua Kimi Lucas
Marian Noah Odette Paddy Ruby Seth Tiffany Vernon ------------ ------------ ------------ ------------
  1. a b Dieser Name wurde vom BOM gestrichen; ein Ersatz wurde jedoch noch nicht bekanntgegeben.

Indonesien: TCWC Jakarta[Bearbeiten]

Im indonesischen Verantwortungsbereich erhalten tropische Zyklone fortlaufend Namen von der Liste A, während Liste B Namen enthält, die zur Anwendung kommen, wenn Namen der Liste A gestrichen werden.[4][7]

Liste A Anggrek Bakung Cempaka Dahlia Flamboyan Kenanga Lili Mangga Seroja Teratai
Liste B Anggur Belimbing Duku Jambu Lengkeng Melati Nangka Pisang Rambutan Sawo

Papua-Neuguinea: TCWC Port Moresby[Bearbeiten]

Die Namensvergabe durch das TCWC Port Moresby ist nicht ganz klar. Die Praxis der Vergangenheit zeigt eine zufällige Namensvergabe anhand der Liste A. Sturmnamen werden nur einmal verwendet. Die Liste A wird nach Verwendung eines Sturmnamens in alphabetischer Reihenfolge anhand der Liste B ergänzt.[4] Die Bildung tropischer Zyklone in diesem Verantwortungsbereich ist allerdings sehr selten.

Liste A Alu Buri Dodo Emau Fere Hibu Ila Kama Lobu Maila
Liste B Nou Obaha Paia Ranu Sabi Tau Ume Vali Wau Auram

Südwestlicher Indischer Ozean[Bearbeiten]

Für die Benamung tropischer Zyklone, die sich im Indischen Ozean südlich des Äquators und der Westgrenze des australischen Verantwortungsbereiches entlang des 90. Grades östlicher Länge bilden, ist Météo France in La Réunion zuständig. Zyklone, die aus dem australischen Beobachtungsgebiet über den 90. Längengrad herüberwandern, erhalten einen neuen Namen. In umgekehrter Richtung, behalten sie ihren Namen bei.[5] Die Funktionsweise der Listen ist ähnlich zu der im Atlantischen Ozean, die Saison läuft aber aufgrund der Lage auf der Südhalbkugel jeweils von Juli bis Juni des darauffolgenden Jahres. Außerdem wird für jede Saison eine neue Liste aufgestellt, die im Gegensatz zu Nordamerika nicht wiederholt wird. Es kommt somit nicht zu einer Streichung von Namen.

2010–11 Abele Bingiza Cherono Dalilou Elvire Francis Giladi Haingo Igor Jani Khabonina Lumbo Maina
Naledi Onani Paulette Qiloane Rafael Stella Tari Unjaty Vita Willy Ximene Yasmine Zama
2011–12 Alenga Benilde Chanda Dando Ethel Funso Giovanna Hilwa Irina Joni Kuena Lesego Michel
Noyana Olivier Pokera Quincy Rebaone Salama Tristan Ursula Violet Wilson Xavier Yekela Zania
2012–13 Anais Boldwin Claudia Dumile Emang Felleng Gino Haruna Imelda Jamala Kachay Luciano Mariam
Njazi Onias Pelagie Quiliro Richard Solani Tamim Urilia Vuyane Wagner Xusa Yarona Zacarias
2013–14 Amara Bejisa Colin Deliwe Edilson Fobane Guito Hellen Ivanoe Jirani Katundu Letso Mirana
Naserian Opang Paya Querida Romane Singano Tarus Unami Vuma Wamil Xolile Yasmine Zamile
2014–15 Adjali Bansi Chedza Diamondra Eunice Fundi Glenda Haliba Ikola Joalane Kesha Lugenda Mahara
Nathan Oscar Puleng Quenelle Roselina Sitara Tarik Umali Vuntu Wezi Xolani Yolande Zita

Südwestlicher Pazifik (Fidschi)[Bearbeiten]

Innerhalb des Verantwortungsbereiches des RSMCs Nadi südlich dem Äquator und zwischen 160° östlicher Länge und 120° westlicher Länge erhalten tropische Zyklone einen Namen, wenn sie andauernde Windgeschwindigkeiten von 65 km/h erreichen und mindestens im Halbkreis um das Zentrum Sturmböen aufweisen. Dieses Kriterium entspricht dem der australischen Region. Die Namensvergabe erfolgt durch das RSMC Nadi alleine, falls sich der Zyklon zwischen dem Äquator und 25° südlicher Breite bildet. Liegt der Ort der Intensivierung des Zyklons südlich davon, erfolgt die Namensvergabe gemeinsam mit dem Tropical Cyclone Warning Center in Wellington, Neuseeland (TCWC Wellington). Zyklone, die in die australische Region wandern oder von dort kommen, behalten ihren ursprünglichen Namen.[4]

Liste A Ana Bina Cody Dovi Eva Fili Gina Hagar Irene Judy Kerry Lola Mal
Nat Olo Pita Rae Sheila Tam Urmil Vaianu Wati Xavier Yani Zita
Liste B Arthur Becky Chip Denia Elisa Fotu Glen Hettie Innis Joni Ken Lin Moses
Nisha Opeti Pearl Rene Sarah Troy [A 1] Vanessa Wano ------ Yvonne Zaka
Liste C Alvin Bune Cyril Daphne Evan Freda Garry Haley Ian June Kofi Lusi Mike
Nute Odile Pam Reuben Solo Tuni Ula Victor Winston ------ Yalo Zena
Liste D Amos Bart Colin Donna Ella Frank Gita Hali Iris Jo Kala Leo Mona
Neil Oma Pami Rita Sarai Tino ------ Vicky Wiki ------ Yolande Zazu
Liste E
(Standby)
Aru Bela Cook Dean Eden Florin Garth Hart Isa Julie Kevin Louise Mia
Niko Ola Pili Rex Suki Tasi Uraia Velma Wanita ------ Yates Zidane
  1. Dieser Name wurde vom RSMC Nadi gestrichen; ein Ersatz wurde jedoch noch nicht bekanntgegeben.

Südatlantik[Bearbeiten]

Wegen der ausgesprochenen Seltenheit tropischer Wirbelstürme im südlichen Atlantischen Ozean gibt es kein Schema der Benennung von Stürmen in diesem Gebiet.

Als sich dort im Jahre 2004 ein Wirbelsturm bildete, wurde er informell auf den Namen Catarina getauft, nach der Stadt Santa Catarina in Brasilien, wo er auf das Festland traf. In manchen meteorologischen Veröffentlichungen wird dieser Sturm auch als Hurrikan Aldonça bezeichnet, mit dem Hintergedanken, ein 'A' für den ersten Sturm zu verwenden. Den Namen Anita erhielt im März 2010 ein tropischer Sturm, der sich vor der Küste der Bundesstaaten Rio Grande do Sul und Santa Catarina bildete. Namenspatin war die für die Geschichte beider Bundesstaaten nicht unwichtige Anita Garibaldi.[8] Anita war der erste offiziell benannte tropische Wirbelsturm im südlichen Atlantischen Ozean.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. National Hurricane Center: Tropical Weather Outlook. Florida State University Meteorology Department. 1. Juni 2006. Abgerufen am 17. Juni 2006.
  2. Tropical Cyclone Programme: RA IV Hurricane Committee Twenty-eighth Session report. World Meteorological Organization. 4. April 2006. Abgerufen am 23. Februar 2007.
  3. Philippine Tropical cyclone names. Philippine Atmospheric, Geophysical and Astronomical Services Administration. 22. September 2010. Abgerufen am 23. September 2010.
  4. a b c d e Regional Association V Tropical Cyclone Committee: Tropical Cyclone Operational Plan for the South Pacific and South-East Indian Ocean (Englisch, PDF; 860 kB) World Meteorological Organization. 2008. Abgerufen am 16. September 2010.
  5. a b Regional Association I Tropical Cyclone Committee: Tropical Cyclone Operational Plan for the South-West Indian Ocean (Englisch, PDF; 461 kB) World Meteorological Organization. 2006. Abgerufen am 14. Dezember 2008.
  6. Tropical Cyclone Names (Englisch) BOM. Abgerufen am 8. November 2008.
  7. List of Tropical Cyclones Name (Englisch) Indonesian Meteorological and Geophysical Agency. Abgerufen am 16. September 2010.
  8. Eugenio Hackbart et al.: Rare South Atlantic Tropical Storm Designated Anita (Portugiesisch) MetSul Meteorologia. 13. März 2010. Abgerufen am 16. September 2010.

Quellen[Bearbeiten]

  • Die Bedeutung der von Hong Kong vorgeschlagenen neuen Namen finden sich im mittleren Teil dieses Dokuments (englisch).
  • Die Bedeutung anderer Namen finden sich auf dieser Website.