Louis-Jacques-Maurice de Bonald

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Kardinal de Bonald im Alter
Portrait Bonalds als junger Kanonikus von Ingres aus dem Jahr 1816

Louis-Jacques-Maurice de Bonald (* 30. Oktober 1787 in Millau, Département Aveyron; † 25. Februar 1870) war Kardinal und Erzbischof von Lyon.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn von Louis-Gabriel-Ambroise de Bonald wurde 1817 Generalvikar von Chartres, dann Verweser und Koadjutor des Erzbischofs von Lyon, Joseph Kardinal Fesch, 1823 Bischof von Puy. Die Bischofsweihe spendete ihm der Bischof von Chartres, Jean-Baptiste de Latil, am 27. April 1823. 1839 wurde er Erzbischof von Lyon und Primas von Gallien, am 1. März 1841 von Papst Gregor XVI. mit der Titelkirche Santissima Trinità al Monte Pincio in das Kardinalskollegium aufgenommen.

Als eifriger Vertreter des Ultramontanismus bekämpfte er in erster Reihe das von ihm als unchristlich verdammte Unterrichtswesen des Staats, erließ in diesem Sinn mehrere Hirtenbriefe und nahm Anteil an den Demonstrationen des französischen Klerus gegen die Universität und für die Jesuiten. Nach dem Staatsstreich vom 2. Dezember 1851 in den Senat berufen, starb er am 25. Februar 1870 nach 31 Jahren als Erzbischof von Lyon.

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Joachim-Jean-Xavier d’Isoard (ernannt) Erzbischof von Lyon
18391870
Jacques-Marie-Achille Ginoulhiac
Joseph-Marie de Galard de Terraube Bischof von Le Puy-en-Velay
18231839
Pierre-Marie-Joseph Darcimoles


Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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