Lucia und der Sex

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Filmdaten
Deutscher Titel Lucia und der Sex
Originaltitel Lucía y el sexo
Produktionsland Spanien
Originalsprache Spanisch
Erscheinungsjahr 2001
Länge 123 Minuten
Altersfreigabe FSK 16; R in Spanien
Stab
Regie Julio Médem
Drehbuch Julio Médem
Produktion Fernando Bovaira
Enrique López Lavigne
Musik Alberto Iglesias
Kamera Kiko de la Rica
Schnitt Iván Aledo
Besetzung

Lucia und der Sex ist ein Drama von Regisseur Julio Médem. Für Paz Vega brachte ihre erste Hauptrolle den Durchbruch.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film erzählt die Verwicklungen der Liebesbeziehungen zwischen den Hauptfiguren. Zu Beginn wird die Kellnerin Lucia mit ihrem Freund Lorenzo in Madrid gezeigt. Nach dem Ende dieser Beziehung flieht Lucia auf „die Insel“ und entdeckt nach und nach die dunkle Vergangenheit ihrer Beziehung und die Verbindungen, welche die anderen Personen zu Lorenzo haben. Durch ein Missverständnis glaubt sie, Lorenzo sei gestorben.

Auf der Insel lebt sie bei Elena, die dort ein Ferienhaus betreibt und eine lockere Beziehung mit dem Tauchlehrer Antonio führt, der unter dem falschen Namen Carlos als Dauergast bei ihr lebt. Elena ahnt bald, dass Lucias Freund Lorenzo der Vater ihrer Tochter Luna ist. Luna wurde bei ihrem Kindermädchen Belén von einem Hund getötet, als Lorenzo bei ihnen war, nachdem er lange nach seiner Tochter gesucht hatte. Belén lebte mit ihrer Mutter Manuela und deren Partner Antonio zusammen, bis alle drei verschwanden. Elena zeigt Lucia die Geschichte, die ihr ein Chatpartner geschickt hatte, und Lucia erkennt darin das Buch, an dem Lorenzo während ihrer gemeinsamen Zeit geschrieben hatte. Sie begreift, dass Lorenzos Buch für Elena gedacht war: Ihr bot er darin an, zur Mitte zurückzukehren und dann eine andere Richtung zu wählen, um zu einem anderen Ende zu kommen. Und durch das Buch erfährt sie, dass der eigene Vater, Lorenzo, die Ursache für Lunas Tod war: Um ihn zu verführen, schloss Belén sich mit ihm im Schlafzimmer ein und ließ Kind und Hund unbeaufsichtigt.

Schließlich trifft Elena auf der Straße Lorenzo wieder, als dieser gerade von seinem Freund Pepe nach der Genesung von seinem schweren Unfall im Krankenhaus abgeholt wurde. Zum ersten Mal seit dem Tod ihrer Tochter kann Elena wieder weinen. Sie lädt alle drei zu einem großen Essen ein, ohne Lucia etwas zu verraten, die immer noch glaubt, Lorenzo sei tot.

Idee[Bearbeiten]

Der Film erzählt eine Geschichte mit „Vorteilen“, was nochmal explizit durch Elena erwähnt wird, als sie ihre Gedanken über den von Lorenzo verfassten Roman preisgibt. Dieser Vorteil wird durch das symbolische Fallen in ein Loch beschrieben, durch das man vom Ende zur Mitte der Geschichte zurückkehren kann, um sie zu ändern. Durch das Fallen in ein Loch auf der Insel gelingt es auch Lucia die Geschichte zu ändern und den für sie totgesagten Lorenzo wieder zum Leben zu erwecken.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Die BBC lobt „Lucia und der Sex“ als One of the most inventive and erotic films you are likely to see this year (wahrscheinlich einer der innovativsten und erotischsten Filme, die man dieses Jahr zu sehen bekommt).
  • Die Schweizer NZZ bringt einen der häufigsten Kritikpunkte an diesem Film zum Ausdruck: So entsteht gelegentlich der Eindruck, dass Julio Médem an gewissen Stellen den Faden seiner stark elliptisch erzählten Geschichte fast verliert, oder aber, dass er nicht nur die Plausibilität der Geschichte überstrapaziert, sondern auch die Kombinationsfähigkeit und Aufmerksamkeit des Publikums, so dass es in der Folge mit sehr expliziten Sexszenen wieder zurückgewonnen werden muss.

Preise[Bearbeiten]

Lucia und der Sex wurde mit zahlreichen spanischen und internationalen Preisen ausgezeichnet:

Weblinks[Bearbeiten]