Madog ap Llywelyn

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Madog ap Llywelyn, auch Madoc ap Llywelyn († nach 1294) war ein Anführer der walisischen Rebellion von 1294 bis 1295.

Er war ein Sohn von Llywelyn ap Maredudd, des letzten Lords von Meirionydd in Nordwestwales. Sein Vater, ein Nachfahre von Maredudd ap Cynan war 1256 von Llywelyn ap Gruffydd aus seiner Herrschaft vertrieben worden und lebte im englischen Exil, wo er eine Rente des Königs erhielt. Nach dem Tod seines Vaters Tod 1263 lebte Madog weiterhin am königlichen Hof. Nach dem Sieg des englischen Königs Eduard I. über Llywelyn ap Gruffydd 1277 verklagte Madog Llywelyn vor dem königlichen Gericht auf Herausgabe der Herrschaft seines Vaters, doch erhielt er nur einen Grundbesitz auf der Insel Anglesey. Als 1294 eine Revolte gegen die englische Herrschaft ausbrach, machte sich Madog als Abkömmling des alten Fürstenhauses Gwynedd zum Führer der Aufständischen in Nordwales und ernannte sich zum Fürsten von Wales. Unterstützt wurde er von Morgan ap Maredudd in Glamorgan und Maelgwn ap Rhys in Cardiganshire.

Zu Beginn hatte der Aufstand Erfolg. Nach der Plünderung der englischen Besitzungen Angleseys eroberte Madog Caernarfon und das im Bau befindliche Caernarfon Castle. Nachdem sie Conwy und die Burg nicht erobern konnten, zog er mit seiner Truppe weiter nach Osten, wo er am 11. November den Earl of Licoln bei Denbigh schlagen konnte. Als Eduard I. im Dezember mit seiner Armee in Conwy Castle eintraf, konnten die Waliser seinen Train überfallen. Da der Fluss Conwy Hochwasser führte, konnten die Rebellen den König von seiner Hauptarmee trennen und ihn kurzzeitig bei knappen Vorräten in Conwy Castle belagern.

Vor der englischen Übermacht zog sich Madog in das Gebiet des Snowdon zurück. Im März wollte er seine Streitmacht nach Powys führen, doch dabei wurde er von englischen Truppen unter dem Earl of Warwick überrascht und in der Schlacht von Maes Madog Madog entscheidend geschlagen. Er konnte nur knapp entkommen und lebte mit dem Rest seiner Streitmacht im Gebirge des Snowdon als Flüchtling, bis er sich im Juli oder Anfang August 1295 bedingungslos John de Havering ergab. Er wurde als Gefangener nach London gebracht und im Tower eingekerkert. Ihm wurde nicht der Prozess wegen Hochverrat gemacht, sein weiteres Schicksal ist unbekannt. Ein Sohn von ihm wurde jedoch begnadigt und diente später im Haushalt von Eduard I..[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • John Griffiths: The Revolt of Madog ap Llywelyn, 1294-95, In: The Caernarvonshire Historical Transactions (1955), S. 12-24

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. David Walker: Medieval Wales. Cambridge University Press, Cambridge 1990. ISBN 978-0-521-31153-3, S. 156