Maltose

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Strukturformel
Maltose
Allgemeines
Name Maltose
Andere Namen
  • Malzzucker
  • Finetose, Finetose F
  • Maltobiose
  • Maltodiose
  • Sunmalt, Sunmalt S
  • 1-α-D-Glucopyranosyl-4-α-D-Glucopyranose
Summenformel C12H22O11
CAS-Nummer
  • 69-79-4 (α-D-Form, wasserfrei)
  • 6363-53-7 (β-D-Form, Monohydrat)
PubChem 6255
Kurzbeschreibung kristalline, weiße Substanz mit süßlichem Geschmack
Eigenschaften
Molare Masse 342,30 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt
  • 160–165 °C (wasserfrei) [1]
  • 102–103 °C (Monohydrat) [2]
Löslichkeit
  • gut in Wasser (1080 g·l−1 bei 20 °C)[1]
  • unlöslich in organischen Lösungsmitteln [2]
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine Gefahrensymbole
R- und S-Sätze R: keine R-Sätze
S: keine S-Sätze
LD50
  • > 44 g·kg−1 (Maus, oral) [3][4]
  • 34,8 g·kg−1 (Ratte, oral) [3][5]
WGK 1[1] Vorlage:Infobox Chemikalie/WGK
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Maltose ist die lateinische Fachbezeichnung für den Malzzucker, ein Abbauprodukt der Stärke. Es handelt sich um einen weißen, kristallinen Zweifachzucker (Disaccharid) mit der Summenformel C12H22O11. Es löst sich gut in Wasser und besitzt einen süßlichen Geschmack. Beim Auskristallisieren aus wässrigen Lösungen bildet sich das Monohydrat.

Die chemische Bezeichnung für Maltose lautet α-D-Glucopyranosyl-(1→4)-α-D-Glucopyranose, d. h. zwei α-D-Glucose-Moleküle sind über eine glycosidische und eine alkoholische OH-Gruppe unter Wasserabspaltung acetalartig miteinander verknüpft (1→4-α-glycosidische Bindung). Bei der Isomaltose erfolgt die Verknüpfung der beiden Glucose-Moleküle dagegen zwischen dem C1- und dem C6-Atom. Sowohl Maltose als auch Isomaltose haben aufgrund der freien OH-Gruppe am C1-Atom reduzierende Wirkung und können somit mit Hilfe der Fehling-Probe oder der Tollensprobe (Silberspiegelprobe) nachgewiesen werden. Maltose kommt u. a. in Gerstenkeimen und in Kartoffelkeimen vor.

Maltose bildet sich u.a. beim Bierbrauen durch Einwirkung von Amylasen auf Stärke in Ausbeuten von ~ 80 %.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Verwendung

Alternativ zu Saccharose findet Maltose in diversen Nährmedien in der Zell- und Gewebekultur Anwendung.[6][7]

[Bearbeiten] Sicherheitshinweise

Maltose wirkt erst in extrem hohen Dosen (LD50 > 44 g·kg−1 bei der Maus,[4] 34,8 g·kg−1 bei der Ratte[5]) toxisch. Bei geringeren Dosen trat Diarrhoe auf.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Quellen

  1. a b c d Sicherheitsdatenblatt der Fa. Merck
  2. a b J. Buckingham: Dictionary of Natural Products. S. 3758, CRC Press, 1994, ISBN 9780412466205
  3. a b Maltose bei ChemIDplus
  4. a b Drugs in Japan. Pg. 1139, 1990.
  5. a b Yakuri to Chiryo. Pharmacology and Therapeutics. Vol. 7, Pg. 53, 1979.
  6. Fuentes, S. R. L., M. B. P. Calheiros, et al. (2000). "The effects of silver nitrate and different carbohydrate sources on somatic embryogenesis in Coffea canephora." Plant Cell Tissue and Organ Culture 60(1): 5-13.
  7. Nageli, M., J. E. Schmid, et al. (1999). "Improved formation of regenerable callus in isolated microspore culture of maize: impact of carbohydrates, plating density and time of transfer." Plant Cell Reports 19(2): 177-184.
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