Martha Ostenso

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Martha Ostenso (* 17. September 1900 in Haukeland, Bergen, Norwegen; † 24. November 1963 in Seattle, Washington) war eine US-amerikanische Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten]

Martha Ostenso war die Tochter von Olina Tungelan und Sigurd Ostenso. Die Familie wanderte 1902 in die USA ein und Ostenso wuchs in South Dakota, Minnesota und Manitoba, Kanada auf. Sie studierte ohne Abschluss an der University of Manitoba. Während dieser Zeit lernte sie den Dramatiker und Englischprofessor Douglas Durkin kennen. Dieser verließ seine Frau und Kinder und zog nach New York City, wo er eine Stelle an der Columbia University annahm. Ostenso folgte ihm, begann ein Literaturstudium an der Columbia und lebte fortan mit ihm zusammen. Nach dem Tode von Durkins Frau heiratete sie ihn 1944. Die Ehe hielt bis zu ihrem Tod 1963 und blieb kinderlos. Während ihrer Studienzeit arbeitete sie als Sozialarbeiterin in Brooklyn und anschließend zog sie mit Durkin nach Minnesota, wo sie unterrichtete und in ihrer Freizeit schrieb.

Nach dem Gedichtband A Far Land debütierte sie 1925 mit dem Roman Wild Geese als Schriftstellerin. Das Buch wurde ihr größter Erfolg und sie konnte mehrere Literaturpreise gewinnen, die zusammengenommen ein Preisgeld von insgesamt 13.500 US-Dollar waren. Nur ein Jahr später wurde er vom Wiener Rikola Verlag unter dem Titel Der Ruf der Wildgänse in deutscher Sprache veröffentlicht. Ein weiteres Jahr später erschien die erste Verfilmung. Es sollten mit der 1961 erschienenen österreichischen Verfilmung Ruf der Wildgänse und dem US-amerikanischen Fernsehfilm After the Harvest noch zwei weitere Verfilmungen ihres Romanes erscheinen.

Ostenso schrieb bis zu ihrem Tod noch 15 weitere Romane, die häufig auf einer Farm in Minnesota oder in Manitoba spielten und melodramatische Liebeselemente beinhalteten. Mit Durkins Erfolg und dem zweiten Wohnsitz in Hollywood schafften es beide zusammen jährlich etwa 30.000 bis 40.000 US-Dollar zu verdienen. Allerdings nahm laut Kritikermeinung die Qualität ihrer Romane zum Schluss hin ab, wobei viele es auf ihren dekadenten Lebensstil zurückführten. 1963 zog das Ehepaar nach Seattle, um näher an Durkins Kindern wohnen zu können. Noch im selben Jahr verstarb Ostenso an einer Leberzirrhose.

Werke[Bearbeiten]

  • A Far Land (1924)
  • Wild Geese (1925)
  • The Dark Dawn (1926)
  • The Mad Carews (1927)
  • The Young May Moon (1929)
  • The Waters Under the Earth (1930)
  • Prologue to Love (1931)
  • There's Always Another Year (1933)
  • The White Reef (1934)
  • The Stone Field (1937)
  • The Mandrake Root (1938)
  • Love Passed This Way (1942)
  • And They Shall Walk (1943)
  • O River, Remember! (1943)
  • Milk Route (1948)
  • The Sunset Tree (1949)
  • A Man Had Tall Sons (1958)

Weblinks[Bearbeiten]