maschek.

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Dieser Artikel behandelt die österreichische Kabarett-Gruppe.
  • Zu dem österreichischen Benediktiner und Schulmann siehe Heinrich Maschek.
  • Zu dem tschechischen Komponisten, Chorleiter und Kirchenmusiker Vinzenz Maschek (* um 1800; † um 1875) siehe Vinzenz Maschek.
Peter Hörmanseder (l.) und Robert Stachel in Wien 2009

maschek ist eine österreichische Kabarett-Gruppe aus Wien, die aus Peter Hörmanseder (*1970 in Wels), Ulrich Salamun (*1971 in Köln) und Robert Stachel (*1972 in Wiener Neustadt) besteht.

Geschichte[Bearbeiten]

maschek gründeten sich 1996, nachdem die Mitglieder einander beim Studium an der Universität Wien kennengelernt hatten. Der Name der Gruppe leitet sich vom ungarischen másik ab, was so viel wie von der Rückseite oder von hinten herum bedeutet und einst als Maschek- oder Maschikseite in den Wiener Dialekt Eingang gefunden hat.[1][2]

Im Jahr 1998 gaben sie ihr Bühnendebüt im Wiener Lokal Hobbythek.[3] Im Jahr 1999 boten sie zum ersten Mal eine Video-Live-Synchronisation dar, was von nun an gängiges Konzept ihres Schaffens werden sollte. Im selben Jahr erregte ihr Kurzfilm Der Graue Star 2 - die Wehrmacht bei der Diagonale in Graz große Aufmerksamkeit. Es folgten unzählige Auftritte in Österreich.

Ab 2002 traten sie regelmäßig unter dem Titel maschek.redet.drüber im Rabenhof Theater in Wien auf. Von 2005 bis 2010 waren sie fixer Bestandteil von Dorfers Donnerstalk, einer von Alfred Dorfer gehosteten Kabarettsendung im ORF, in den Jahren 2009 und 2010 auch wiederholt Gast bei Harald Schmidt in der ARD.

Seit 2006 machen sie gemeinsam mit den Puppenspielern des Original Wiener Praterkasperl auch politisches Puppentheater, dessen Figuren vom Linzer Karikaturisten Gerhard Haderer entworfen wurden: Bei Schüssels (2006), Beim Gusenbauer (2007), Bei Faymann (2009), Bye-Bye, Österreich! (2013) [4]

Von 2009 bis 2013 traten sie mit der dreiteiligen Programmserie Fernsehtage auf, wobei jeweils Fernsehaufnahmen eines einzelnen Tages als Rohmaterial für eine abendfüllende fiktionale Geschichte herangezogen werden: 090909 - ein katastrophaler Fernsehtag, 101010 - ein revolutionärer Fernsehtag sowie 111111 - ein phänomenaler Fernsehtag.[5]

Seit Anfang 2012 sind maschek fixer Bestandteil der ORF-Late-Night-Show Willkommen Österreich mit Stermann & Grissemann.[6]

Werk[Bearbeiten]

Plakat zum Programm "111111" (v. l.: Ulrich Salamun, Robert Stachel u. Peter Hörmanseder)

Das Konzept von maschek.redet.drüber besteht aus der Live-Synchronisation von zusammengeschnittenen Fernseh-Passagen. Ihre Neuvertonungen geben dem Videomaterial eine völlig neue Handlung, verwandeln die originären Inhalte in eine absurde Fernsehsatire. Ziel dieser Satire sind häufig Prominente wie Papst Benedikt XVI., Heinz Fischer, Wolfgang Schüssel, Alfred Gusenbauer, Karl-Heinz Grasser, Angela Merkel, Maria Fekter, Arnold Schwarzenegger, Werner Faymann oder der 1994 verstorbene Fernsehclown Arminio Rothstein alias Clown Habakuk. Für viele parodierte Personen werden Running Gags verwendet: So hat Josef Pröll permanent Hunger, Michael Häupl ständig Durst auf Alkohol, Maria Fekter bedient sich politisch unkorrekter Sprechweise und Fiona Swarovski spricht nur mit einer tiefen Reibeisenstimme.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Maschikseite auf oewb.retti.info – Datenbank zur deutschen Sprache in Österreich. (abgerufen am 18. November 2009)
  2. »Maschikseite« im Duden [1]
  3. maschek über die Geschichte der Hobbythek
  4. Eintrag zu "Bye-Bye, Österreich!" bei maschek.
  5. Eintrag zu "111111 - ein phänomenaler Fernsehtag" bei maschek.
  6. Maschek künftig immer bei "Willkommen Österreich" Die Presse (abgerufen am 14. Februar 2012)

Weblinks[Bearbeiten]