Masud Barzani

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Masud Barzani, 2005
Masud Barzani als Peschmergakämpfer in den 1970ern

Masud Barzani (kurdischمەسعوود بارزانی‎, Mesûd Barzanî; arabisch ‏مسعود برزاني‎, DMG Masʿūd Barzānī; * 16. August 1946 in Mahabad, Republik Mahabad) ist ein kurdischer Politiker und seit dem 13. Juni 2005 Präsident der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak. 1979 übernahm er den Vorsitz der Demokratischen Partei Kurdistans (DPK) von seinem Vater Molla Mustafa Barzani.

Leben[Bearbeiten]

Masud Barzani entstammt dem einflussreichen kurdischen Stamm der Barzani aus dem Gebiet Badinan. Geboren wurde er zur Zeit der kurzlebigen Republik Mahabad, als Sohn eines Generals. Die Familie musste bereits ein Jahr nach Republikgründung das Land aufgrund der Eroberung durch iranische Truppen verlassen. Barzanis Vater floh mit einigen hundert Anhängern in die Sowjetunion und Barzani selbst verblieb im Irak. Nach dem Militärputsch im Irak 1958 kehrte der Vater zurück und verhandelte mit der Staatsführung Abd al-Karim Qasims über eine kurdische Autonomie, doch die Gespräche scheiterten und führten zum Ausbruch der Barzani-Revolten. Ein Jahr nach Ausbruch der Revolte schloss sich auch der sechzehnjährige Barzani dem bewaffneten Kampf der Peschmerga-Einheiten an. Der Vater Molla Mustafa Barzani war Gründer der DPK und ihr Vorsitzender bis zu seinem Tod 1979 als Masud Barzani den Vorsitz übernahm; zuletzt wurde dieser 2010 als Parteichef bestätigt.

Am 13. Juni 2005 wurde Barzani im kurdischen Parlament mit großer Mehrheit für vier Jahre zum Präsidenten der Autonomen Region Kurdistan im irakischen Staatsverband gewählt. Am 25. Juli 2009 wurde er durch eine Direktwahl mit einer Mehrheit von knapp 70 Prozent im Amt bestätigt.

In den letzten Jahren gelang seiner Regierung eine Ausweitung der kurdischen Autonomie, u.a. durch die Einverleibung der südkurdischen Stadt Kirkuk und die umliegenden Erdölfelder. Seit den zunehmenden Zerfallstendenzen im Irak und dem sich ausweitenden Bürgerkrieg im benachbarten Syrien spricht er auch von der Möglichkeit, einen unabhängigen Kurdenstaat zu gründen.

Barzani ist verheiratet und Vater von fünf Söhnen und drei Töchtern. Zwei bereits verstorbene Brüder Masud Barzanis waren Idris Barzani und Ubaidullah Barzani.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Massoud Barzani – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien