Matola (Mosambik)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Matola
Matola (Mosambik)
Matola
Matola
Koordinaten 25° 58′ S, 32° 28′ O-25.95907532.463794444444Koordinaten: 25° 58′ S, 32° 28′ O
Basisdaten
Staat Mosambik

Provinz

Maputo
Distrikt Vorlage:Infobox Ort/Wartung/V-Ebene
Einwohner 440.927

Matola ist die Hauptstadt der Provinz Maputo in Mosambik.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Matola ist ein häufiger Familienname und leitet sich ab von Matsolo, einem Ronga-Königreich, das dort vor der Kolonisierung bestand.

Geographie[Bearbeiten]

Matola liegt am westlichen Ende der Bucht von Maputo. Seit 1998 ist die Stadt eine eigenständige Municipio.

Durch Matola fließt der gleichnamige Fluss.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 1997 hatte Matola 440.927 Einwohner.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Matola ist eine Industriestadt. Sie hat einen wichtigen Hafen für Chrom- und Eisenerz aus Swasiland und der Republik Südafrika, der zum Hafen Maputo gehört. Es gibt dort Raffinerien (im Augenblick außer Betrieb) und Fabriken, die unter anderem Zement, Seife und Agrarchemikalien herstellen. Der wichtigste Betrieb ist eine Aluminiumschmelzanlage von Mozal, die 2002 in Betrieb genommen wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

In Matola wurden Tonscherben einer frühen eisenzeitlichen Kultur gefunden, deren Dekor den in Kwale (Kenia) gefundenen bemerkenswert ähnelt. Da die Funde in Matola auf einen Zeitraum von 200 bis 400 n. Chr. datiert wurden,[1] stammen die Funde aus Mosambik und Kenia aus dem gleichen Zeitraum. Einige Funde in Matola werden der Gokomere/Ziwa-Tradition zugeordnet.

Am 30. Januar 1981 führten Kommandoeinheiten der Südafrikanischen Armee einen Angriff auf die Unterkünfte von geflüchteten Mitgliedern des African National Congress in Matola durch und töteten mindestens 15 Personen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Paul J. J. Sinclair: Archaeology in Eastern Africa: An Overview of Current Chronological Issues, The Journal of African History, Band 32, Nr. 2 (1991), S. 179–219
  • Tim Maggs, Gavin Whitelaw: A Review of Recent Archaeological Research on Food-Producing Communities in Southern Africa, The Journal of African History, Band 32, Nr. 1 (1991), S. 3–24

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]