Max Esser

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Motorradfahrer 1938/1939, an der ehemaligen Nordkurve der AVUS in Berlin-Westend (links: Ewald Kluge auf DKW, rechts: Ernst Henne auf BMW). Die dritte Figur – Heiner Fleischmann auf NSU – wurde eingeschmolzen

Max Esser (* 16. Mai 1885 in Barth; † 23. Dezember 1945 in Berlin) war ein deutscher Bildhauer. Er wurde besonders bekannt als Tierbildhauer und Gestalter von Porzellanfiguren. Außerdem sind einige Medaillen von ihm überliefert.

Leben[Bearbeiten]

Max Esser besuchte von 1900 bis 1903 die Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin sowie die Akademie in Berlin, wo er bei dem Tierbildhauer August Gaul, dessen Schwiegersohn er war, studierte. Ab 1906 stellte Esser regelmäßig auf der Großen Berliner Kunstausstellung aus. Ab 1908 war er Mitarbeiter in den Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst in Unterweißbach. Ab 1920 wohnte er in Meißen, wo er von 1920 bis 1931 bei der Manufaktur Meißen beschäftigt war, ab 1924 als Leiter eines Meisterateliers. Später fertigte er Porzellanmodelle für Hutschenreuther, die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin und Rosenthal.

Auf der Weltausstellung in Paris 1937 wurde seine Plastik Fischotter aus Böttger-Steinzeug mit einem Grand Prix ausgezeichnet.

Werke[Bearbeiten]

Fuchs des Fuchsbrunnens in den Berliner Ceciliengärten
"Der Fischotter" (Meißner Porzellan), 15 Pf-Briefmarke der DDR-Post 1960

Seine Beiträge zur Innenausstattung der expressionistischen Kreuzkirche in Berlin-Schmargendorf – darunter der Altar und ein fünf Meter hohes Kreuz aus Meißner Porzellan – gingen in einer Bombennacht des Zweiten Weltkriegs verloren.

Belege[Bearbeiten]

  1. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Öffentliche Brunnen in Tempelhof-Schöneberg – Fuchsbrunnen
  2. Bildhauerei in Berlin: Max Esser – Adler
  3. Rosenthal Designer Portraits: Esser, Max

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Max Esser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien